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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Sun, 15 Mar 2026 03:26:23 +0100</pubDate><lastBuildDate>Sun, 15 Mar 2026 03:26:23 +0100</lastBuildDate><atom:link href="https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-70220</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 13:56:01 +0100</pubDate><title>„Wir brauchen Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/wir-brauchen-menschen-die-sich-fuer-das-gemeinwohl-einsetzen/</link><description>Bischof Jung ruft dazu auf, bei Kommunalwahlen und Pfarrgemeinderatswahlen Verantwortung zu übernehmen – Synodalität im Bistum Würzburg stärken – Dank an scheidenden DBK-Vorsitzenden Bätzing – Zwei große Wallfahrten in 2026 – Dank an alle Engagierten und Kirchensteuerzahler</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Vor dem Hintergrund zunehmender Diskussionen über und Angriffe auf unsere Demokratie brauchen wir Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen.“ Das hat Bischof Dr. Franz Jung bei der Pressekonferenz des Bistums zum Jahresauftakt am Mittwoch, 28. Januar, im Würzburger Burkardushaus betont. Der ermutigende Zuspruch „Hab Mut, steh auf!“ – das Leitwort des 104. Deutschen Katholikentags und zugleich das Bistumsmotto für 2026 – ergehe „an uns als Kirche von Würzburg in unseren Gemeinden, Pastoralen Räumen, Ordensgemeinschaften und Verbänden. Überdies wollen wir als Kirche mit diesem Motto auch ein Wort der Ermutigung in unsere Gesellschaft senden.“ Nicht wenige Menschen verspürten angesichts der vielen Negativschlagzeilen ein Gefühl der Ohnmacht und der Lähmung. „Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Zeit ein solches Wort der Ermutigung dringend braucht, das uns das Evangelium schenkt und das wir im ,Christsein unter den Menschen‘ leben wollen.“</p><p>Im Blick auf die bayerischen Kommunalwahlen am 8. März bekomme der Satz „Hab Mut, steh auf!“ eine besondere Bedeutung. „Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die Mut haben und aufstehen, um für ihre politischen Positionen einzutreten, Mehrheiten zu organisieren und um tragfähige Lösungen zu ringen“, sagte der Bischof. Angesichts der großen wirtschaftlichen Herausforderungen, wie dem Umbruch in der Autoindustrie und dem damit verbundenen Verlust an Arbeitsplätzen in den regionalen Zulieferbetrieben, bedürfe es der gemeinsamen Anstrengung vieler Akteure, um den Menschen eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. „Ich danke allen Frauen und Männern, die sich als politische Mandatsträgerinnen und Mandatsträger zum Wohl ihrer Mitmenschen engagieren.“ Zugleich warb Bischof Jung für die Pfarrgemeinderatswahlen am 1. März. „Auch hier suchen wir Menschen, die sich bereitfinden, in den pfarrlichen Gremien Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft von Kirche vor Ort mitzugestalten. Schon jetzt danke ich allen, die sich haben aufstellen lassen und die Freude daran haben, das Leben in unseren Kirchengemeinden durch ihr Engagement zu bereichern.“</p><p>Mutig und kraftvoll habe Papst Leo XIV. sein Pontifikat begonnen, fuhr Bischof Jung fort. Der Papst sei bemüht, das Erbe von Papst Franziskus weiterzuführen in der Zuwendung zu den Menschen am Rand. Andererseits scheine er die größte Herausforderung seiner Amtszeit in der „Wahrung der Einheit“ zu sehen. Der Dienst der Einheit sei der „genuine Auftrag“ des Bischofs von Rom, betonte der Bischof: „Er muss fragen, was voneinander trennt, und mutig nach neuen Wegen suchen, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Als Bischof weiß ich aus eigener Erfahrung, wie anstrengend es ist, die Einheit zu wahren und für Ausgleich und Versöhnung im Bistum zu sorgen. Umso größer ist mein Respekt vor Papst Leo, der seine Aufgabe mit großer Ruhe, aber auch mit innerer Entschiedenheit angeht.“</p><p>Der Ruf „Hab Mut, steh auf!“ ergehe auch an die Kirche in Deutschland bei ihrem Bemühen um die Stärkung der Synodalität, sagte Bischof Jung weiter. Mit der sechsten Synodalversammlung in Stuttgart finde der Synodale Weg seinen offiziellen Abschluss. „Mit ihm war die Kirche in Deutschland 2019 mutig aufgestanden, um über die Lehren nachzudenken, die aus dem Skandal des sexuellen Missbrauchs zu ziehen sind.“ Neben der Evaluation des Prozesses werde es einen Blick auf die Umsetzung der Beschlüsse in den Bistümern geben. Das Format der gemeinsamen Beratung solle ab November in der Synodalkonferenz von Bischöfen und Laien fortgeführt werden, „sofern Rom die gemeinsam erarbeitete Satzung genehmigen wird“. „Für das Bistum Würzburg haben wir uns dazu entschieden, den bisherigen Diözesanpastoralrat als Synodales Gremium weiterzuentwickeln. Die großen Zukunftsthemen des Bistums sollen hier künftig im Miteinander von Bistumsleitung und Vertretern der diözesanen Gremien erörtert werden“, sagte Bischof Jung. Derzeit werde an einem Satzungsentwurf gearbeitet, der es dann erlaube, im Spätjahr erstmals zu dieser neuen Form der Beratung zusammenzukommen.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/277-pressekonferenz-zum-jahresauftakt-drei-mal-wahlen/embed?context=external" style="border: 0" border="0" height="350" width="100%"></iframe></p><p>Das Motto „Hab Mut, steh auf!“ passe auch gut zur Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 23. bis 26. Februar in Würzburg. Nach der Ankündigung von Bischof Dr. Georg Bätzing, das Amt des Vorsitzenden niederzulegen, seien nun andere gefragt, „mutig aufzustehen und sich zur Wahl zu stellen“. Bischof Jung dankte Bätzing für sein „unermüdliches Engagement“. Dessen Amtszeit sei geprägt gewesen von der Veröffentlichung der MHG-Studie im Jahr 2018 sowie dem Synodalen Weg. „Er hat es in dieser extrem herausfordernden Situation verstanden, den Gesprächsfaden innerhalb der Bischofskonferenz wie zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken nie abreißen zu lassen, trotz aller bestehenden Spannungen.“ Bätzing habe sich mit „Tatkraft, Klugheit und Umsicht“ der Aufgabe gestellt, die Ursachen des Missbrauchs zu bekämpfen und der Kirche in ihrem Bemühen um Aufarbeitung neue Glaubwürdigkeit zu verschaffen, erklärte der Bischof. „Ich danke ihm aufrichtig dafür, in bedrängender Zeit sich der Verantwortung gestellt zu haben, die er erhobenen Hauptes jetzt auch wieder zurückgeben kann.“</p><p>Zum Abschluss kündigte Bischof Jung zwei Wallfahrten für das Jahr 2026 an. So fahren die Kirchenchöre vom 6. bis 12. September mit bis zu 500 Sängerinnen und Sängern nach Rom. Diese Wallfahrt sei auch ein Dank für das große Engagement der Kirchenchöre gerade nach dem Einschnitt der Corona-Pandemie, sagte der Bischof. Anlässlich des 800. Todestags des heiligen Franz von Assisi fährt der Bischof zudem in der zweiten Septemberhälfte mit 100 Pilgerinnen und Pilgern sowie Brüdern der Franziskaner-Minoriten nach Assisi, um dort die Wirkungsstätten des Heiligen zu besuchen.</p><p>Bischof Jung dankte allen Menschen im Bistum, die „sich auch von schwierigen Situationen nicht entmutigen lassen und sich weiter engagieren“, den Mitarbeitenden im Bischöflichen Ordinariat und im Diözesan-Caritasverband sowie den Kirchensteuerzahlern. „Ich weiß, dass das alles andere als selbstverständlich ist. Stehen wir also auf und gehen wir mutig in das nun vor uns liegende Jahr.“</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>sti (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(0626/0128; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Jahresauftakt</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70218</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 13:49:01 +0100</pubDate><title>Bistum stellt Weichen für die Zukunft</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/bistum-stellt-weichen-fuer-die-zukunft/</link><description>Generalvikar Vorndran: Mehr Anstrengungen, um Menschen für den christlichen Glauben anzusprechen – Diözesanratsvorsitzender Wolf: Einfluss der Ehrenamtlichen sichern und stärken</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile1"><strong>Würzburg </strong>(POW) Nach dem Abschluss des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ sei das Bistum nicht am Ende, sondern „mitten in einer umfassenden Entwicklung“. Ähnlich wie im Fußball gelte auch hier: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, erklärte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran bei der Jahrespressekonferenz des Bistums Würzburg am Mittwoch, 28. Januar, im Würzburger Burkardushaus in Anspielung auf die Fußballweltmeisterschaft dieses Jahr. Im aktuellen Strategieprozess gehe es darum, die Kirche zukunftsfähig zu gestalten und den Glauben neu zu vermitteln. „Es gilt heute wieder, mehr Anstrengungen zu unternehmen, um Menschen für den christlichen Glauben anzusprechen“, betonte Vorndran. Der Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke habe bereits im Jahr 2000&nbsp;festgestellt, der Kirche fehle „die Überzeugung, neue Christen gewinnen zu können“.</p><p>Rund 300 Personen arbeiteten derzeit an diesem Prozess mit. Erste Ergebnisse seien bereits sichtbar. Dazu zählten ein einheitlicher Standard in den Pastoralen Räumen zur Begleitung in verschiedenen Lebensphasen oder der neu geschaffene Klimafonds, mit dem das Bistum bis 2040 treibhausgasneutral werden wolle. Trotz sinkender Mittel müsse die Kirche „präsent bleiben“ und zugleich Strukturen hinterfragen. Der Generalvikar sprach von der Notwendigkeit, „Exnovation und Innovation gleichermaßen zu fördern“.</p><p>Als Beispiele nannte er die Veräußerung der Kuratiekirche Heilig Geist in der Würzburger Dürrbachau an die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde sowie neue spirituelle Formate wie die „Nacht der Hoffnung“, die besonders junge Menschen anspreche. Zugleich müsse die Kirche entscheiden, an welchen Orten sie ihre Kräfte bündele, um Gemeinschaft erlebbar zu machen. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen sei es wichtig, zwischen Präsenz an vielen Orten und lebendiger Gemeinschaft an weniger Orten abzuwägen. Auch der Gebäudebestand werde überprüft – etwa durch die geplante Aufgabe des von Balthasar Neumann errichteten Teils des Marmelsteiner Hofs in Würzburg und eine Konzentration der Verwaltung in modernen Bürokonzepten im Stadtgebiet. „Nur eine Kirche, die bereit ist, sich zu verändern, wird auch bleiben.“</p><p>Großen Wert legte der Generalvikar auf das Ehrenamt: Es bleibe „eine tragende Säule von Gesellschaft und Kirche“. Mit einer neu geschaffenen Stelle zur Ehrenamtsförderung wolle das Bistum das freiwillige Engagement weiter stärken. Zudem rief er alle Getauften dazu auf, sich bei den Pfarrgemeinderatswahlen im März zu beteiligen. Parallel dazu würden sich Diözesanrat und Diözesanpastoralrat neu konstituieren und weiterentwickeln, ebenso wie der neu gewählte Diözesansteuerausschuss. Auch die Verwaltungsstrukturen sollen professionalisiert werden: In den Pastoralen Räumen sollen Verwaltungsleitungen die Hauptamtlichen unterstützen, „damit Verwaltung die Seelsorge fördert – und nicht umgekehrt“. Der Generalvikar betonte den Teamgedanken: „Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.“ Kirche gelinge nur gemeinsam – mit Fairplay, Ausdauer und Zusammenhalt.</p><p>Dr. Michael Wolf, Vorsitzender des Diözesanrats, sprach über die Schwerpunkte des Gremiums im neuen Jahr. Im Mittelpunkt stünden die Umsetzung der diözesanen Strategie, die Neuwahlen der kirchlichen Räte in Bayern sowie der bevorstehende 104. Katholikentag in Würzburg.</p><p>Der Diözesanratsvorsitzende betonte, dass nach dem Abschluss des Strukturteils von „Gemeinsam Kirche sein“ nun der Übergang zu pastoralen Themen im Vordergrund stehe. Es gehe unter anderem darum, „bestehende und neue, aktive Gruppen in den Gemeinden“ zu fördern und caritative sowie pastorale Maßnahmen besser zu verzahnen – im Sinne einer „caritativen Pastoral und pastoralen Caritas“. Der Diözesanrat verstehe sich dabei als „konstruktiv-kritischer Begleiter“ der Umsetzung und dränge auf eine zügige Fertigstellung der pastoralen Standards, um in allen Pastoralen Räumen vergleichbare Voraussetzungen zu schaffen.</p><p>Zudem werde der Diözesanrat die finanzielle Entwicklung aufmerksam beobachten. Maßnahmen müssten effizient gesteuert und evaluiert werden, um zu erkennen, „wie die vor Ort erhöhten Mittel genutzt werden und welche Ergebnisse dadurch erreicht werden konnten“. Sollten die bisherigen Zielgrößen nicht haltbar sein, müsse auch das Budget angepasst werden.</p><p>Ein zweiter Schwerpunkt seien die anstehenden Wahlen: Am 1. März werden im Bistum Würzburg wie in allen bayerischen Bistümern neue Pfarrgemeinderäte oder Gemeindeteams gewählt – eine Woche vor den Kommunalwahlen. Damit beginne die Neukonstituierung der pastoralen Räte bis hin zum Diözesanrat. Fast alle Satzungen seien überarbeitet, angepasst und entsprechend dem Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz ergänzt worden, wonach „völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar“ seien. Die Satzung des Diözesanrats selbst befinde sich noch in Überarbeitung und solle bis Juli 2026 verabschiedet werden, bevor der neue Rat im Oktober zusammentrete. Wolf appellierte an alle Menschen im Bistum, an der Kommunalwahl am 8. März teilzunehmen und so ein sichtbares Zeichen für die Demokratie zu setzen.</p><p>Zugleich kündigte er an, dass sich der Diözesanpastoralrat künftig als synodales Gremium neu aufstellen werde. Bischof Dr. Franz Jung habe entschieden, keine weiteren Gremien zu schaffen, um „eine Komplexitätssteigerung der Beratungsprozesse“ zu vermeiden. Der Diözesanrat begrüße diese Entscheidung und werde sich aktiv an der Ausgestaltung beteiligen. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres ist laut Wolf der 104. Katholikentag in Würzburg, dessen Vorbereitungen „auf der Zielgeraden“ seien. Der Diözesanrat bringe sich sowohl im Trägerverein des Katholikentags als auch in dessen Leitung ein. Er hoffe, das Ereignis werde über Würzburg hinauswirken und einen Impuls geben, der über die Tage des Katholikentags hinaus anhält.</p><p>Wolf sagte, der Diözesanrat werde sich auch 2026 in die Umgestaltung der Diözese einbringen und darüber hinaus die Kooperation mit anderen Diözesanräten und Verbänden suchen, um den Einfluss der freiwillig Engagierten zu erhalten und zu stärken.</p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>mh (POW)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(0626/0127; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen</u></i></b><i>: Fotos abrufbar im Internet</i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Jahresauftakt</category><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70217</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 13:45:24 +0100</pubDate><title>„Wir freuen uns auf ein Fest des Glaubens mit Tiefendimension“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/wir-freuen-uns-auf-ein-fest-des-glaubens-mit-tiefendimension/</link><description>Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, gibt einen Ausblick auf das Programm des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg – Bischof Jung kündigt Buch zum Katholikentag an</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Einen Ausblick auf das Programm des 104. Deutschen Katholikentags hat Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 28. Januar, im Würzburger Burkardushaus gegeben. Die kirchliche Großveranstaltung findet vom 13. bis 17. Mai in Würzburg statt. „Wir freuen uns als Bistum auf die Tage des Katholikentags, auf die vielfältigen Orte der Begegnung, die ermutigen, auf ein Fest des Glaubens mit Tiefendimension, das uns Hoffnung gibt, hier und heute Gesellschaft und Kirche mitzugestalten und in einem guten Miteinander auf dem Weg in die Zukunft zu sein“, sagte der Bischofsvikar.</p><p>Das Bistum lade am Eröffnungstag am Mittwoch, 13. Mai, zu einem „Abend der Begegnung“ ein. An neun Plätzen in der Würzburger Innenstadt werden sich die neun Dekanate des Bistums „mit Kultur und Kulinarik“ vorstellen. „An diesem Abend können wir uns als Bistum gut präsentieren“, lud Krämer zu einem Rundgang durch die Innenstadt ein. Während des Katholikentags werde die Stadt von „vielfältigen Kulturveranstaltungen“ geprägt sein. Zudem gelte es, „Fragen und Herausforderungen unserer Zeit in Kirche und Gesellschaft zu betrachten und Perspektiven aufzuzeigen“, sagte der Bischofsvikar. Das Programm mit mehr als 800 Einzelveranstaltungen wird bei einer Pressekonferenz am 3. März vorgestellt.</p><p>Das Bistum wird während des gesamten Katholikentags mit einer Bühne und einem Stand am Oberen Markt vertreten sein. Am Stand könne man Akteuren aus dem ganzen Bistum, von Caritas und Weltkirche sowie der Bistumsleitung begegnen. Krämer kündigte zwei inhaltliche Schwerpunkte an. So werde es zum einen 16 Veranstaltungen zum Thema „Sozialraumorientierung“ geben. Als Beispiel nannte er „Dönerbude, Bushäuschen, Kirche“ mit Bischof Dr. Franz Jung sowie „Bahnhofsgeschichten vom Ankommen, Bleiben und Weitergehen“. „Wir erhoffen uns davon Impulse über den Katholikentag hinaus: Kirche sichtbar machen als offenes Netzwerk, das Brücken baut zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren, Glauben und Alltag.“ Der zweite Schwerpunkt werde die „Demokratiekirche“ in der Marienkapelle sein. Krämer beschrieb sie als einen „Kirchenraum als Labor für die starke Zivilgesellschaft mit Fragen wie: Wie könne die Kirchen Räume des Zuhörens, der Begegnung und der Orientierung stärken, und was kann gesellschaftliches Engagement für die Demokratie bewirken?“</p><p>In seiner Präsentation wies Krämer zudem auf den Großgottesdienst am Feiertag Christi Himmelfahrt, 14. Mai, sowie den Schlussgottesdienst am Sonntag, 17. Mai, jeweils um 10 Uhr, hin.</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/Ja6uFeBMCa4?si=PLr49Sh87MkSN_vo" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>Pünktlich zum Katholikentag werde der Echter-Verlag ein Buch mit dem Titel „Hab Mut, steh auf. Ermutigungen, das Leben in die Hand zu nehmen“ herausbringen, kündigte Bischof Jung an. „Autorinnen und Autoren unseres Bistums legen in diesem Buch Zeugnis davon ab, wofür sie mutig aufstehen.“ Die Bandbreite der Zeugnisse decke das ganze Spektrum kirchlich Engagierter in Unterfranken ab: Mut brauche die Jugend ebenso wie die vielen Akteure im sozial-caritativen Bereich, die städtisch, regional oder weltweit unterwegs seien; Mut bewiesen viele Ordenschristen, aber auch diejenigen, die zu einer Wallfahrt aufbrechen. Nicht zuletzt brauchten diejenigen Mut, „die Überlebende des Missbrauchs sind und trotzdem ihr Leben in die Hand nehmen“. Er freue sich über dieses Buch und sei sich sicher, dass „wir mit dieser Publikation auch weit über den Katholikentag hinaus ein Hoffnungszeichen setzen, das zum persönlichen Nachdenken anregt“, sagte der Bischof. Eine Buchvorstellung werde folgen. Diözesanrats-Vorsitzender Dr. Michael Wolf bezeichnete den Katholikentag als „Würzburger Jahrhundertereignis“. Für das Bistum erwarte er einen Impuls, „der über die Tage des Katholikentags hinweg zumindest für einige Zeit andauern wird“.</p><p>Zum Abschluss gab Krämer noch einige praktische Hinweise. So können kirchliche Gruppen aus dem Bistum ermäßigte Tageskarten zum Stückpreis von 29 Euro erwerben. Für junge Menschen bis 25 Jahre gibt es das „Mutmach-Ticket“, eine Dauerkarte für den gesamten Katholikentag für 25 Euro pro Person. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite katholikentag.de/karten. Gruppen aus dem Bistum können zudem für die Anreise mit dem Bus einen Zuschuss von 50 Prozent, maximal 500 Euro, pro Hin- und Rückfahrt beantragen. Hierfür sei eine Anmeldung über das Bestellformular für Bustickets bis zum 15. März nötig.</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>sti (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(0626/0129; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Jahresauftakt</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70215</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 13:40:45 +0100</pubDate><title>„Es gibt zu wenige Kinder – und zu wenige Pflegekräfte“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/es-gibt-zu-wenige-kinder-und-zu-wenige-pflegekraefte/</link><description>Domkapitular Bieber beschreibt gegensätzliche Entwicklungen in Kitas und Pflege und fordert verlässliche Rahmenbedingungen – Caritas bekennt sich zu Verantwortung vor Ort</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile1"><strong>Würzburg </strong>(POW) In zwei Aufgabenfeldern setzt der Diözesan-Caritasverband, bei dem bistumsweit rund 17.800 Personen beschäftigt sind, das Motto der diesjährigen Caritas-Kampagne „Zusammen geht was – Caritas verbindet Generationen“ besonders um: in den Kindertagesstätten und der Pflege. Das hat der Vorsitzende Domkapitular Monsignore Clemens Bieber bei der Jahrespressekonferenz des Bistums Würzburg am Mittwoch, 28. Januar, im Würzburger Burkardushaus hervorgehoben.</p><p>Im Kitabereich ist laut Bieber die Landschaft stark kirchlich geprägt: „In den insgesamt 498 katholischen Kitas in Unterfranken werden aktuell 32.000 Kinder betreut.“ Rund 9000 Mitarbeitende seien dort tätig. Die Caritas unterstütze die Träger mit Fachberatung, Gehaltsabrechnung und rechtlicher Begleitung. Zugleich stünden die Einrichtungen vor einem Wandel: Während noch vor wenigen Jahren Plätze fehlten, drehe sich die Lage nun: „Es gibt zu wenige Kinder.“ Dadurch müssten Ausbaupläne teils gestrichen werden, gleichzeitig steige der finanzielle Druck. Positiv bewertete Bieber, dass die staatliche Erhöhung der Betriebskostenförderung den für 2026 befürchteten finanziellen Kollaps einer Vielzahl von Kitas verhindert habe, auch wenn die Mittel noch nicht ausreichten. „Im Blick auf den Erhalt der Kita-Immobilien sind wir mit den jeweiligen Kommunen im Gespräch, damit diese ‒ wie das auch bei den meisten anderen nicht-katholischen Trägern seit langem praktiziert wird ‒ von den Kommunen übernommen werden.“ Die Caritas wolle auf jeden Fall weiterhin ein „qualitativ bestmögliches pädagogisches Angebot“ sicherstellen.</p><p>Auch in der Pflege zeigte Bieber die Bedeutung der kirchlichen Dienste für ältere und pflegebedürftige Menschen auf. Unter dem Dach der Caritas in Unterfranken bestehen derzeit 43 Seniorentagesstätten, 44 ambulante Pflegedienste („Sozialstationen“) und 41 Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 2972&nbsp;vollstationären Plätzen. Ein gravierendes Problem bleibe jedoch der Fachkräftemangel: Etwa zehn Prozent der Pflegeplätze könnten aus diesem Grund derzeit nicht belegt werden.</p><p>Bieber dankte ausdrücklich den Pflegekräften aus dem Ausland. „Bei der Caritas-Einrichtungen gGmbH (CEG) arbeiten aktuell Menschen aus 58 Nationen.“ Besonders erfolgreich sei die Anwerbung junger Menschen aus Indien, den Philippinen und Mexiko. Allein 37 junge Inderinnen und Inder hätten in Würzburg eine Pflegeausbildung begonnen. Diese Menschen aus Indien erstaunten die Verantwortlichen in Deutschland mit den Deutschkenntnissen, die sie bereits mitbrächten. Als „große Herausforderung“ bezeichnete Bieber die Suche nach bezahlbarem Wohnraum für diese dringend benötigten Fachkräfte.</p><p>Mit Blick auf die Zukunft wies der Caritas-Vorsitzende auf die demografische Entwicklung hin: Die Zahl der Pflegebedürftigen in Unterfranken werde bis 2050 um rund 95.000 Menschen steigen – ein Plus von 35 Prozent gegenüber 2021. Bis dahin würden etwa 2200 zusätzliche Pflegefachkräfte und ebenso viele Pflegehelfer gebraucht. „Deshalb engagieren wir uns als Kirche und Caritas und nutzen unser weltweites Netzwerk“, sagte Bieber. Zusätzlich brauche es aber auch politische Reformen: „In der Pflegeversicherung gilt es, wichtige Weichen zu stellen.“</p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>mh (POW)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(0626/0126; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen</u></i></b><i>: Foto abrufbar im Internet</i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Jahresauftakt</category><category>Berichte</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-68910</guid><pubDate>Wed, 26 Nov 2025 10:00:00 +0100</pubDate><title>Bistum Würzburg veröffentlicht Jahresabschluss 2024 und Haushalt 2026</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/bistum-wuerzburg-veroeffentlicht-jahresabschluss-2024-und-haushalt-2026/</link><description>Positives Geschäftsjahr 2024 – Finanzsituation laut Finanzdirektor Gerald Düchs solide – Generalvikar Vorndran: „Die ersten Schritte im Strategieprozess sind gemacht“ – Dankbar für die Bereitschaft vieler, sich für die Neuausrichtung einzusetzen – Bischof Jung dankt Kirchensteuerzahlern für solidarischen Beitrag</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile1"><strong>Würzburg </strong>(POW) Das Bistum Würzburg hat die Jahresabschlüsse 2024 der Diözese Würzburg und der weiteren diözesanen Rechtsträger Bischöflicher Stuhl, Emeritenanstalt und Domkapitel am Mittwoch, 26.&nbsp;November 2025, veröffentlicht. Gleichzeitig gab es erstmals die Haushaltsplanungen für das kommende Jahr 2026 bereits am Ende des Vorjahres bekannt. Der Diözesansteuerausschuss hat dem Jahresabschluss der Diözese und auch der Haushaltsplanung 2026 zugestimmt. Die Diözese Würzburg kann nach den Worten von Bischöflichem Finanzdirektor Gerald Düchs auf eine solide Finanzsituation blicken. Die Wirtschaftsprüfer haben den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2024 sowie den Lageberichten für das Geschäftsjahr 2024 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Abschlüsse und die geplanten Haushalte sind im Internet unter<a href="http://finanzen.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">&nbsp;finanzen.bistum-wuerzburg.de</a>&nbsp;veröffentlicht.</p><p><em><strong>Jahresabschluss 2024 Diözese Würzburg</strong></em></p><p>Finanzdirektor Düchs kann für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2024 einen Bilanzgewinn der Diözese Würzburg in Höhe von 1,8 Millionen Euro verzeichnen. „Die Diözese Würzburg war stets in der Lage, ihre vielfältigen Aufgaben zu erfüllen, und lag über den Erwartungen aus dem Haushaltsplan 2024“, betont Düchs. Das gute Ergebnis könne im Kern auf das sorgfältige Wirtschaften in den 43 Pastoralen Räumen und im Bischöflichen Ordinariat Würzburg zurückgeführt werden. Den Kostenstellenverantwortlichen gelte sein ausdrücklicher Dank für die konstruktive Zusammenarbeit und Mitwirkung an einem soliden Haushalt der Diözese. Aus dem Jahresüberschuss konnten jeweils vier Millionen Euro Rücklagen für den Klimafonds und für die Gebäude im Sinne des Strategieprozesses gebildet werden.</p><p>Die Erträge der Diözese Würzburg im Jahr 2024 konnten mit 221,9 Millionen Euro um 600.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Kirchensteuereinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr um drei Millionen auf 178,3 Millionen Euro gestiegen. Hinzu kommen Umsatzerlöse in Höhe von 13,7 Millionen Euro und sonstige betriebliche Erträge von 30 Millionen Euro.</p><p>Dem stehen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 219,9 Millionen Euro gegenüber. Besonders die Pastoralen Räume wurden finanziell gestärkt, ein großer Anteil der Gesamtausgaben fließt in Maßnahmen zur Erfüllung des seelsorgerischen Auftrags. Der Personalaufwand liegt mit 118,9 Millionen Euro sechs Millionen Euro höher als im Jahr 2023. Der Materialaufwand liegt bei sechs Millionen Euro. Die Ausgaben für gezahlte Zuschüsse und Zuweisungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Millionen Euro auf 50,8 Millionen Euro gestiegen. Sonstige betriebliche Aufwendungen fallen in Höhe von 39,1&nbsp;Millionen Euro an.</p><p>Die Bilanz der Diözese Würzburg weist zum Stichtag 31. Dezember 2024 eine Bilanzsumme von 318,6&nbsp;Millionen Euro aus. Die Bilanzsumme konnte um 4,6 Millionen Euro gesteigert werden. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag rund 184,5 Millionen Euro und entspricht damit einer Eigenkapitalquote von rund 58 Prozent.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/246-haushalt-bistum-wurzburg-2024-und-2026/embed?context=external&amp;token=S6jcI__2TgFTEo9eNYN1DQ" style="border: 0" border="0" height="250" width="100%"></iframe></p><p><em><strong>Haushaltsplanung 2026 Diözese Würzburg</strong></em></p><p>Der Haushaltsplan 2026 der Diözese Würzburg umfasst ein Volumen von 229,6 Millionen Euro. Für den Haushalt 2026 plant die Diözese Würzburg mit einem Jahresfehlbetrag von zirka 1,1 Millionen Euro, der durch die Entnahme von Rücklagen ausgeglichen wird. Einnahmen aus der Kirchensteuer plant die Diözese in Höhe von 179,7 Millionen Euro ein, 1,8 Millionen Euro mehr als 2025. Nach den Worten von Finanzdirektor Düchs sind die Erträge aus der Kirchensteuer in den vergangenen zehn Jahren weitgehend gleichgeblieben, obwohl die Ausgaben insbesondere für Personal im gleichen Zeitraum stetig gestiegen sind. Insgesamt rechnet die Diözese mit 225,1 Millionen Euro Erträgen, davon knapp 80&nbsp;Prozent aus der Kirchensteuer.&nbsp; Für die Aufwendungen werden 229,6 Millionen Euro angesetzt. Der Großteil der Aufwendungen fließt mit 123,5 Millionen Euro in die Personalaufwendungen.</p><p>Der Strategieprozess der Diözese sieht vor, den Haushalt nach strategischen Handlungsfeldern zu gliedern. Das Handlungsfeld „Kirche vor Ort“ in den neuen Pastoralen Räumen erhält 41 Prozent der zur Verfügung stehenden Finanzmittel. Das entspricht einer Steigerung von 1,4 Prozentpunkten. 12,6&nbsp;Prozent werden für die vielfältigen Aufgaben der Caritas bereitgestellt. Diese reichen von Beratungsangeboten über Hilfe für alte und pflegebedürftige Menschen bis hin zur Trägerschaft von Kindertageseinrichtungen. Für die auf Ebene der Diözese organisierte Pastoral und Jugendpastoral sind 10,9 Prozent vorgesehen.&nbsp;</p><p>Laut Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran sind mit der Haushaltsplanung 2026 und der Gliederung in die Handlungsfelder die ersten Schritte im Strategieprozess gemacht. Dieses Vorgehen gebe eine klare und transparente Linie vor. „Ziel ist es, auch mit geringeren Mitteln in die Zukunft zu investieren: Seelsorge und caritatives Handeln stehen im Mittelpunkt.“ Dankbar zeigte sich der Generalvikar für das Engagement so vieler auf dem Weg der Neuausrichtung des Bistums.</p><p>„Mit unseren kirchlichen Diensten und Einrichtungen wollen wir erreichbar sein für Menschen auf der Suche nach Hoffnung“, sagt Bischof Dr. Franz Jung. Diese Präsenz für die Menschen in Unterfranken wäre ohne den solidarischen Beitrag der Kirchensteuer nicht möglich. Die Kirchensteuerzahler „ermutigen damit auch mich, nicht nachzulassen im Einsatz für die christliche Hoffnungsbotschaft. Dafür danke ich ihnen von Herzen“, unterstreicht Bischof Jung.</p><p><em><strong>Jahresabschluss 2024 und Haushalt 2026 Bischöflicher Stuhl</strong></em></p><p>Der Bischöfliche Stuhl erzielte im Jahr 2024 ebenfalls einen Bilanzgewinn mit 1,4 Millionen Euro. Ordinariatsrätin Kathrin Pfeil, Verwalterin des Bischöflichen Stuhls, zeigt sich sehr erfreut über das positive Ergebnis. Der Bischöfliche Stuhl ist verpflichtet, die Emeritenanstalt finanziell zu unterstützen, sodass sie ihre Pensions- und Beihilfeverpflichtungen gegenüber ihren Mitgliedern, den in die Diözese Würzburg inkardinierten Priestern, erfüllen kann.</p><p>Das positive Jahresergebnis 2024 setzt sich zusammen aus 11,5 Millionen Euro Gesamterträgen, die wiederum zum größten Teil aus Miet- und Pachteinnahmen bestehen. Die Gesamtaufwendungen in Höhe von 21,7 Millionen Euro setzen sich aus Zuschüssen und Zuweisungen in Höhe von 12,4 Millionen Euro, Materialaufwand in Höhe von 5,5 Millionen Euro und sonstigen Ausgaben in Höhe von 3,8 Millionen Euro zusammen. Insgesamt konnten neun Millionen Euro in die Rücklagen eingestellt werden.</p><p>Das Finanzergebnis in Höhe von 20,6 Millionen Euro konnte im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Millionen Euro gesteigert werden und hat erheblich zum positiven Ergebnis beigetragen. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 438,1 Millionen Euro, dies entspricht einer Erhöhung um 14,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Posten auf der Aktivseite stellt das Finanzanlagevermögen in Höhe von 350,6&nbsp;Millionen Euro dar.</p><p>Für das Jahr 2026 wird mit 16,8 Millionen Euro Erträgen, 24,3 Millionen Euro Aufwendungen und einem Finanzergebnis von 7,6 Millionen Euro geplant. Das entspricht einem Jahresüberschuss in Höhe von 51.500 Euro. Weitere detaillierte Informationen sowie die Jahresabschlüsse und Haushaltsplanungen der weiteren Rechtsträger Domkapitel und Emeritenanstalt können auf der Homepage&nbsp;<a href="https://finanzen.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">finanzen.bistum-wuerzburg.de</a> eingesehen werden.</p><p>(4825/1223; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-63416</guid><pubDate>Wed, 29 Jan 2025 12:53:07 +0100</pubDate><title>Zeichen setzen in Staat und Gesellschaft</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/zeichen-setzen-in-staat-und-gesellschaft/</link><description>Bischof Jung: „Nicht jede Wahloption ist eine für Christen wählbare Option“ – Menschenwürde von Beginn bis Ende des Lebens – Caritas bemerkt Fachkräftemangel – „Schutz und Sicherheit in allen Bereichen der Kirche ist Chefsache“ – Dank an alle Engagierten und Kirchensteuerzahler</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Das Bistum Würzburg will im von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr auch in Staat und Gesellschaft Zeichen setzen. Das hat Bischof Dr. Franz Jung am Mittwoch, 29. Januar, bei der Pressekonferenz des Bistums zum Jahresauftakt betont. Angesichts der Bundestagswahl am 23.&nbsp;Februar sei es wichtig, den Einsatz der Kirche für die freiheitliche, demokratische Grundordnung des Landes zu unterstreichen, sagte er im Würzburger Burkardushaus. „Politische Positionen, die unsere demokratische Ordnung angreifen, sind mit einem christlichen Menschen- und Gesellschaftsbild nicht vereinbar“, erklärte der Bischof. Daher gelte auch für die Bundestagswahl: „Nicht jede Wahloption ist eine für Christen wählbare Option!“ Das Bistum sei gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz aus diesem Grund dem Bündnis „Zusammen für die Demokratie“ beigetreten und habe sich zudem der ökumenischen Initiative „Für alle. Mit Herz und Verstand“ angeschlossen. „Damit ermutigen wir zur Teilnahme an den Wahlen und rufen dazu auf, bei der Wahlentscheidung die Grundwerte Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt im Blick zu behalten.“</p><p>Zum Einsatz für die Menschenwürde gehöre auch, dass er mit großer Sorge die Debatte über eine Neuregelung des Paragrafen 218 des Strafgesetzbuchs zum Schwangerschaftsabbruch beobachte, sagte Bischof Jung. „Auch das ungeborene Leben besitzt eine gottgegebene, unveräußerliche Würde, die vom Staat zu achten und zu schützen ist.“ In dieser Überzeugung würden die zahlreichen kirchlichen Beratungsstellen auch weiterhin Unterstützung und Begleitung anbieten. Die aktuell vorgeschlagene Widerspruchslösung bei der Novelle des Transplantationsgesetzes lehnte der Bischof ab. „Die Bereitschaft zur Organspende verdient als Akt der Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft über den Tod hinaus höchste Anerkennung und Wertschätzung. Zugleich muss die Entscheidung für oder gegen Organspende von jedem Menschen in freier Selbstbestimmung getroffen werden.“ Notwendig ist nach Bischof Jungs Worten zudem der Ausbau von Palliativmedizin und Hospizkultur. Jede Regelung, die Angebote der Beihilfe zur Selbsttötung dulde oder fördere, setze Menschen in existenzieller Not noch weiter unter Druck. „Wir wollen dagegen zu einer Gesellschaft beitragen, die würdevolles Sterben in verlässlicher Begleitung ermöglicht“, beispielsweise in den kirchlichen Einrichtungen der Altenhilfe oder in Hospiz- und Palliativdiensten.</p><p>Eine wachsende Verunsicherung hinsichtlich der sozialen Lage konstatierte der Bischof bei vielen Menschen im Bistum. In Unterfranken wachse etwa die Not durch den Verlust von Industriearbeitsplätzen. „Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, bei Fragen wie der ökologischen Transformation der Wirtschaft die soziale Verantwortung nicht aus dem Blick zu verlieren.“ Mit der Caritas sei die Kirche für Menschen in prekären Lebenslagen präsent, unter anderem mit der Allgemeinen Sozialberatung. Diese werde allein aus Eigenmitteln finanziert und sei für viele Menschen eine unverzichtbare Unterstützung. In rund 500 Kindertageseinrichtungen, und damit in rund zwei Dritteln dieser Einrichtungen in Unterfranken, sei die Caritas mit etwa 8300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für etwa 32.000 Kinder präsent. „Damit entlasten wir die politischen Gemeinden wesentlich bei einer ihrer Pflichtaufgaben.“ In vier Fachakademien für Sozialpädagogik bilde die Caritas außerdem die Erzieherinnen und Erzieher von Morgen aus. Insgesamt arbeiteten etwa 17.800 Menschen beruflich und weitere 20.000 Personen ehrenamtlich bei der Caritas im Bistum Würzburg. Der Fachkräftemangel mache sich neben der Kinderbetreuung akut vor allem in der Altenhilfe bemerkbar. Vielerorts blieben deswegen zahlreiche vorhandene Pflegeplätze unbelegt oder es herrsche Aufnahmestopp.</p><p>Bischof Jung kündigte an, den Schutz und die Sicherheit in allen Bereichen der Kirche im Jahr 2025&nbsp;entschlossen weiterzuentwickeln. „Prävention und Intervention sind Chefsache“, erklärte er. „Der Vision einer sicheren Kirche wollen wir im Verlauf des Jahres in konkreten Schritten näherkommen.“ Als Bischof sei er allen Männern und Frauen dankbar, die die Ordnungen des Bistums für Prävention und Intervention schon gewissenhaft und verlässlich umsetzten. „Ihre Erfahrung wollen wir aufgreifen und daran anknüpfen.“ Besonders dankte der Bischof den Betroffenen und dem Betroffenenbeirat. Auf deren Berichten fußten Prävention, Intervention und Aufarbeitung. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Diözese Würzburg (UKAM) habe 2022 ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses sei nach Mitteilung der UKAM im ersten Halbjahr dieses Jahres zu erwarten.</p><p>Als „überaus erfreulich“ bezeichnete der Bischof den Verlauf der Kirchenverwaltungswahlen 2024. „Ich sage darum heute von Herzen Danke den über 2000 Frauen und Männern, die ihre Wahl in die Kirchenverwaltung angenommen haben.“ Mehr als 95.000 Katholikinnen und Katholiken hätten sich in den mehr als 880 Kirchenstiftungen der Diözese an der Wahl beteiligt. „Sie alle gemeinsam liefern damit ein herausragendes Beispiel für lebendiges und verantwortungsbewusstes Ehrenamt, auf das wir in unserem Bistum stolz sind.“ Für ihn als Bischof sei die starke Gemeinschaft der Gläubigen im Bistum angesichts der Herausforderungen, denen Kirche und Gesellschaft entgegensähen, „eine Quelle der Hoffnung und des Mutes“.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(0525/0129; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/8ISInZSEdlk?si=sFvI7UCgogzQngI5" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-63415</guid><pubDate>Wed, 29 Jan 2025 12:48:51 +0100</pubDate><title>Beim Umsetzen der Strategischen Ziele von Zielen und Inhalten her denken</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/beim-umsetzen-der-strategischen-ziele-von-zielen-und-inhalten-her-denken/</link><description>Generalvikar Vorndran: Pastorale Räume zunehmend als Sozialraum wahrnehmen – Immobilienkategorisierung: Mehr als 90 Prozent der Kirchen bleiben erhalten – Baumaßnahmen: „Was vor Ort entschieden werden kann, soll vor Ort entschieden werden“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Wir alle sind aufgefordert, die Kirche in eine gute Zukunft zu führen.“ Das hat Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran bei der Pressekonferenz des Bistums Würzburg zum Jahresauftakt am Mittwoch, 29. Januar, im Würzburger Burkardushaus betont. Der Prozess „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ gelange 2025 zum Abschluss. Seit 2015 seien beispielsweise die Zahl der Dekanate von 22 auf neun reduziert und die Dekanatsbüros mit Verwaltungsentlastung und ‑unterstützung für die Kirchenstiftungen ausgestattet worden. „Es wurden die 43 Pastoralen Räume geographisch umschrieben und die Zusammenarbeit darin etabliert, um die Pastoral entsprechend der sich verändernden Herausforderungen neu auszurichten“, erläuterte der Generalvikar. In 34 Pastoralen Räumen sei bereits das Leitungsmodell „in solidum“ nach Canon 517,1 des kirchlichen Gesetzbuchs CIC etabliert, bei dem sich die Pfarrer die Leitungsverantwortung solidarisch teilen. Drei weitere Pastorale Räume hätten für das laufende Jahr angekündigt, dieses Leitungsmodell zu beantragen. Auch die Rätestruktur im Bistum sei neu gefasst und bei der jüngsten Pfarrgemeinderatswahl umgesetzt worden. Der Pastorale Raum solle verstärkt als Sozialraum wahrgenommen werden, in dem sich Kirche mit anderen Akteuren vernetzt und kooperiert. „Hierdurch wird unsere Vision ‚Christ sein unter den Menschen‘ immer mehr verwirklicht.“</p><p>Pastorale Standards für die Themenbereiche „Geburt und Taufe“ sowie „Sterben, Tod und Trauer“ seien bereits entwickelt, in der Beratungsphase seien diese für die Bereiche „Vom Kind zum Jugendlichen: Kita – Schule – Erstkommunion“ sowie „Firmung – Auf dem Weg zum Erwachsenwerden“. Noch in Arbeit, aber laut Plan bis zum Jahresende abgeschlossen, seien Projekte zur Verwaltungsleitung im Pastoralen Raum und dem Zueinander der leitenden Rollen im Pastoralen Raum. Bei den Beratungen der Themen seien die verschiedenen diözesanen Gremien maßgeblich involviert gewesen. „Hierdurch konnten wir in unserem Bistum Erfahrungen mit synodalen Entscheidungsprozessen gewinnen und einen synodalen Beratungsprozess entwickeln.“</p><p>Seit der Veröffentlichung der Strategie „Zukunft gestalten – Aus dem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ im Juli 2024 arbeiten laut Vorndran elf Arbeitsgruppen an Vorschlägen zur Umsetzung. „Es ist wichtig, dass dieser Transformationsprozess von den Inhalten und Zielen her gedacht wird. Es wäre zu kurz gegriffen, ihn als reinen Haushaltssicherungsprozess zu deuten.“ Konkrete Vorschläge zur Entscheidung würden ab März vorliegen und verschiedene diözesane Gremien dazu Rückmeldungen geben. „Dieses Verfahren zur Umsetzung wird uns in den nächsten Jahren begleiten“, betonte Generalvikar Vorndran.</p><p>Seit Herbst 2020 habe sich das Bistum mit der Kategorisierung der Immobilien befasst. Dr. Jürgen Emmert und Team hätten einen Gebäudebestand von rund 2250 Gebäuden erfasst und bearbeitet, darunter 950 Kirchen, 220 Kapellen, 392 Gemeindezentren und 638 Pfarrhäuser, Verwaltungs- und Pfarrbüros. Begleitend fanden in den vergangenen zwei Jahren 49 Informationsveranstaltungen in den Pastoralen Räumen statt. Im Anschluss gaben die Pastoralen Räume Rückmeldungen, die Grundlage für die Kategorisierung durch eine Projektgruppe waren, „einige wenige Einsprüche wurden durch den Bischof entschieden“. Einzelne finale Kategorisierungen stünden noch aus. Mehr als 90 Prozent der Kirchen seien in den Kategorien A bis D enthalten, was nach den Worten des Generalvikars bedeutet: „Nur etwa jede zehnte Kirche soll mittelfristig einer anderen Nutzung zugeführt werden.“</p><p>Diese Kategorisierungen seien das Fundament, auf dem das Bistum jetzt wieder gezielt Baumaßnahmen angehe, um „nachhaltige und tragfähige Kirchen und Gebäudenutzungen zu entwickeln und umzusetzen. Dem trägt auch die Ernennung der neuen Diözesanbaumeisterin Katja Mark-Engert Rechnung“, sagte Generalvikar Vorndran. Das Bistum wolle ein verlässlicher Partner für die notwendigen Baumaßnahmen sein und diese gemeinsam mit den Kirchenstiftungen angehen und die priorisierten Gebäude in eine gute Zukunft bringen. Überhaupt sei das Bistum mit Ordinariatsrätin Kathrin Pfeil als Verwalterin des Bischöflichen Stuhls und Birgit Derr als neuer stellvertretender Finanzdirektorin vorangeschritten in der geschlechtergerechten Personal- und Organisationsentwicklung.</p><p>Beispielsweise stehe derzeit die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts für die Innenrenovierung der Münnerstädter Stadtpfarrkirche Sankt Maria Magdalena an, in die Gelder der Kirchenstiftung, der politischen Gemeinde, des Denkmalamts, des Landkreises, des Bezirks und des Bistums fließen. „So kann eine Maßnahme, die aufgrund des Baumoratoriums in den vergangenen vier Jahren nur in reduzierten Teilen angegangen werden konnte, jetzt vervollständigt und zu einem guten Abschluss geführt werden.“ Bei der Immobilienkategorisierung sei zu beachten, dass die katholische Kirche in Unterfranken aus vielen selbständigen Körperschaften bestehe, die ihr Immobilieneigentum verantwortungsvoll verwalteten. Das Bischöfliche Ordinariat nehme für diese die Stiftungsaufsicht wahr. „Es ist mir wichtig, dass dieses subsidiäre System gestärkt wird. Was vor Ort beraten und entschieden werden kann, soll vor Ort beraten und entschieden werden.“</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(0525/0130; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Foto abrufbar im Internet</i></span></p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/8ISInZSEdlk?si=sFvI7UCgogzQngI5" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Pastoral der Zukunft</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-63414</guid><pubDate>Wed, 29 Jan 2025 12:43:40 +0100</pubDate><title>Schwerpunkt der Ausgaben liegt auf dem Dienst an den Menschen</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/schwerpunkt-der-ausgaben-liegt-auf-dem-dienst-an-den-menschen/</link><description>Gesamthaushalt des Bistums Würzburg für 2025 beläuft sich auf rund 218 Millionen Euro – Bischöflicher Stuhl mit ausgeglichenem Haushalt – Bischof Dr. Franz Jung dankt allen Kirchensteuerzahlern</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Mit einer erfreulichen Nachricht hat der ernannte Bischöfliche Finanzdirektor Gerald Düchs seinen Bericht zum Haushalt der Diözese 2025 begonnen. Für den laufenden Haushalt plane das Bistum mit einem Jahresüberschuss von 1,9 Millionen Euro. „Die Bemühungen der vergangenen Jahre, die diözesanen Finanzen zu stabilisieren, zeigen erste Erfolge“, sagte er bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 29. Januar. Er dankte allen Kostenstellenverantwortlichen in den Hauptabteilungen des Bischöflichen Ordinariats sowie seinem Vorgänger im Amt, Sven Kunkel.</p><p>Für das Jahr 2025 beläuft sich der Gesamthaushalt der Diözese auf rund 218 Millionen Euro. Erwartet werden Einnahmen aus der Kirchensteuer in Höhe von rund 178,1 Millionen Euro. Das vielfältige Engagement der Kirche hänge „entscheidend“ von der Kirchensteuer ab, betonte Düchs. Sie mache etwa 83 Prozent der Gesamteinnahmen der Diözese aus. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in Deutschland gehe die Hauptabteilung „Finanzen und Immobilien“ von einem Zuwachs um sieben Millionen Euro gegenüber der Planung von 2024 aus. Düchs verwies hierzu auf die Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen seit 2016. Diese seien „weitgehend gleich geblieben, obwohl die Ausgaben stetig gestiegen sind“. Das bedeute, dass die Diözese inflationsbedingt bereits einen Rückgang der Kirchensteuerzahlungen zu verkraften habe, erklärte Düchs. Bischof Dr. Franz Jung dankte allen Katholikinnen und Katholiken für ihre Loyalität, die sich nicht zuletzt durch ihren Beitrag der Kirchensteuer ausdrücke: „Ohne Sie wäre unser Dienst für Gott, die Menschen und unsere Gesellschaft nicht möglich.“</p><p>Der Schwerpunkt der Aufwendungen liege auf dem „Dienst an den Menschen in Seelsorge und Caritas“, sagte Düchs. Für die Seelsorgerinnen und Seelsorger, die Beschäftigten in den Pastoralen Räumen und im Bischöflichen Ordinariat werden 124,7 Millionen Euro eingeplant. Das entspreche knapp 58 Prozent der gesamten Aufwendungen. Auf Zuschüsse und Zuweisungen entfallen 58,8 Millionen Euro. „Mit diesen stärken wir die Kirchenstiftungen und die kirchlichen Vereine, wie zum Beispiel die Caritas.“</p><p>Für die Planung 2025 seien die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel anhand der strategischen Handlungsfelder verteilt worden, sagte Düchs. „Wie in den Vorjahren kommt ein erheblicher Teil davon den Pastoralen Räumen zugute, also den Menschen in den Gemeinden.“ Dem Handlungsfeld „Kirche vor Ort“ würden insgesamt 39,6 Prozent der Mittel zugewiesen. In diesem Etat seien neben dem Schwerpunkt Seelsorge auch Mittel für Baumaßnahmen an den Gebäuden der Kirchenstiftungen in Höhe von 10,2 Millionen Euro vorgesehen. Für Pastoral seien sieben Prozent eingeplant, und für diözesane Jugendpastoral weitere 4,9 Prozent. 13,2 Prozent der Finanzmittel seien für die Caritas eingestellt, deren vielfältige Aufgaben von Beratungsangeboten über Hilfe für alte und pflegebedürftige Menschen bis zur Trägerschaft von Kindertageseinrichtungen reichen. 3,7 Prozent der Haushaltsmittel würden für das Handlungsfeld Schule vergeben. Damit werden die kirchlichen Schulen unterhalten und betrieben, wie zum Beispiel das Vinzentinum in Würzburg oder die Theresia-Gerhardinger-Realschule in Amorbach. Für das Handlungsfeld Erwachsenenbildung, Tagungshäuser und Kultur seien 4,2 Prozent eingeplant.</p><p>Weiter werden 3,9 Millionen Euro für Materialaufwand und 1,2 Millionen Euro für Abschreibungen veranschlagt. 27,5 Millionen Euro sind für sonstige betriebliche Aufwendungen vorgesehen, beispielsweise Verwaltungs- und Veranstaltungskosten, IT-Aufwand oder Versicherungen.</p><p>Auf der Einnahmenseite rechnet die Diözese neben den Kirchensteuereinnahmen in Höhe von rund 178,1 Millionen Euro mit Staatsleistungen in Höhe von 8,9 Millionen Euro und sonstigen Zuschüssen, zum Beispiel für die Religionslehrer im Kirchendienst, in Höhe von 4,2 Millionen Euro. Dazu kämen Aufwandsersatz in Höhe von 20 Millionen Euro, Umsatzerlöse in Höhe von 2,1 Millionen Euro und sonstige betriebliche Einnahmen in Höhe von 800.000 Euro. Das Finanzergebnis wird mit 3,9 Millionen Euro angesetzt, darin enthalten sind Erträge aus Wertpapieren und Zinsen sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.</p><p>Düchs gab auch einen Ausblick auf den Katholikentag 2026 in Würzburg, und wenn dieser nicht für die aktuelle Planung relevant sei. Die Diözese unterstütze die Veranstaltung mit einem Budget von insgesamt zwei Millionen Euro. Darin enthalten seien sowohl interne Kosten wie auch ein Zuschuss an den Trägerverein des Katholikentags. Die finanzielle Beteiligung sei bereits im Jahresabschluss 2023 berücksichtigt worden.</p><p><em><strong>Bischöflicher Stuhl zu Würzburg: Ausgeglichener Haushalt erwartet</strong></em></p><p>Der Bischöfliche Stuhl zu Würzburg sorgt für die Altersversorgung der Priester und stattet im Bistum Würzburg die Pensionskasse für alle im Bistum inkardinierten Priester aus. Für das Jahr 2025 werde mit einem ausgeglichenen Haushalt gerechnet, sagte Ordinariatsrätin Kathrin Pfeil, ernannte Verwalterin des Bischöflichen Stuhls. Es wird mit Erträgen in Höhe von rund 16,8 Millionen Euro gerechnet. Diese setzen sich nach ein Worten von Pfeil aus Mieten und Erträgen für das Finanzvermögen zusammen. Für die Pensionskasse der Priester sind 7,5 Millionen Euro vorgesehen, für die Instandhaltung und Abschreibung der Gebäude 6,9 Millionen Euro und für Zinsen und sonstige Aufwendungen 2,3 Millionen Euro.</p><p>Pfeil gab zudem einen Ausblick auf die geplanten Baumaßnahmen des Bischöflichen Stuhls. So sollen die Dienststellen des Bischöflichen Ordinariats aus dem Balthasar-Neumann-Bau am Marmelsteiner Hof langfristig in das Kilianshaus am Kürschnerhof verlegt werden. Das Kilianshaus solle dafür saniert und dann als Dienstgebäude genutzt werden. Zudem werde der Hof Conti, das Bischofshaus am Kardinal-Döpfner-Platz, für die weitere Nutzung als Dienst- und Wohnsitz des Bischofs renoviert. Für beide Gebäude fänden derzeit Raumplanungen und Nutzungskonzepte statt, mit dem Baubeginn sei aber frühestens im Sommer 2026 zu rechnen, erklärte Pfeil. „Das Ziel ist eine langfristige und nachhaltige Nutzung.“</p><p>Weitere Informationen gibt es unter <a href="https://finanzen.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://finanzen.bistum-wuerzburg.de</a>.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0525/0131; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/8ISInZSEdlk?si=sFvI7UCgogzQngI5" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-63413</guid><pubDate>Wed, 29 Jan 2025 12:43:11 +0100</pubDate><title> „Würzburger Synode wegweisend“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/wuerzburger-synode-wegweisend/</link><description>Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf: Jubiläumsjahr als Chance zur Reflexion – Kritik an Spaltungsbemühungen nach Aschaffenburger Messerattacke</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Beschlüsse der Würzburger Synode seien auch nach 50 Jahren noch relevant für die Diözese. Das hat Dr. Michael Wolf, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken des Bistums Würzburg, bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 29. Januar, im Würzburger Burkardushaus betont. Die Synode habe „wegweisende Ergebnisse“ zur Mitwirkung und Organisation von Laien in der Kirche hervorgebracht, beispielsweise Beschlüsse zur „Beteiligung der Laien an der Verkündigung“. Laut Wolf wolle der Diözesanrat das Jubiläumsjahr zum Anlass nehmen, um diese Beschlüsse der Würzburger Synode mit dem Synodalen Weg in Verbindung zu setzen. Die Ergebnisse der Würzburger Synode seien daher Thema auf der kommenden Herbstvollversammlung des Diözesanrats.</p><p>Im Blick auf die 2022 beschlossene Anpassung der Rätesatzungen der Diözese sagte Wolf, dass die Satzungen auf Basis von Erfahrungen überarbeitet würden, um flexible, vergleichbare und demokratisch legitimierte Strukturen zu schaffen, die „sowohl den neuen Strukturen als auch der Situation“ gerecht werden. Ein Schwerpunkt liege auf der Anpassung der Satzungen im ersten Halbjahr 2025, wobei die Vollversammlung im März die Änderungen prüfen und genehmigen müsse, bevor sie durch den Bischof in Kraft gesetzt werden könnten.</p><p>Neben den strukturellen Änderungen richte sich der Blick des Diözesanrats auch auf die Umsetzung der Diözesanstrategie, sagte Wolf. Die Arbeiten zum Strategiepapier seien im vergangenen Jahr abgeschlossen worden, während die Umsetzung und die Implementierung der Prozesse noch fortgesetzt würden. Als wichtigen Punkt nannte Wolf die Pastoralen Standards, die die Prozesse innerhalb des Bistumsdienstes vereinheitlichen sollen. Das erfolge unter Berücksichtigung der strukturellen Unterschiede im ländlichen und städtischen Raum des Bistums.</p><p>Der Synodale Weg und die Umsetzung der Ergebnisse beschäftigten den Diözesanrat im laufenden Jahr. Er sei „gespannt auf die Ergebnisse“ und die Lösungen, die dabei erarbeitet werden. Bischof Dr. Franz Jung plane einen Diözesanpastoralrat als kirchenrechtlich verfasstes Gremium, über dessen Größe und Zusammensetzung noch diskutiert werde. Der Diözesanrat unterstütze die Überlegungen und werde sich in den Diözesanpastoralrat mit einbringen.</p><p>Mit der Bistumsleitung habe der Diözesanrat die Gründung einer Arbeitsgruppe zum Thema „Sakramentenspendung durch Laien“ angestoßen, der vier Mitglieder des Diözesanrates angehören. Wolf dankte für die „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Diözesanleitung und Diözesanrat“. Die Arbeitsgruppe solle im ersten Quartal 2026, also vor dem Katholikentag 2026 in Würzburg, zum Abschluss kommen. Diese Großveranstaltung erwartet der Diözesanrat laut Wolf „voller Vorfreude“, obwohl die Klarheit, wie bestimmte Entscheidungen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zustande kämen, fehle.</p><p>Wolf ging auf die erwartete Veröffentlichung der Missbrauchsstudie in der ersten Jahreshälfte 2025 durch die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Würzburg (UKAM) ein. Der Diözesanrat werde sich nach Erscheinen des Dokuments mit den Ergebnissen befassen und erwarte, „dass die Transparenz und der Eifer in der Aufklärung der Sachverhalte auch in Zukunft nicht nachlassen werden“.</p><p>„Erschrocken und fassungslos“ stünden Wolf und die anderen Mitglieder des Diözesanrats vor dem Angriff auf eine Kindergartengruppe in Aschaffenburg in der vergangenen Woche. Trotz des nachvollziehbaren Schmerzes über die Tat gelte es, „den Zusammenhalt der Bevölkerung zu suchen“. Wolf appellierte, zusammenzustehen, und verurteilte Spaltungsbemühungen und gegenseitige Schuldzuweisungen in der Politik.</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>jr (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(0525/0132; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/8ISInZSEdlk?si=sFvI7UCgogzQngI5" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-50107</guid><pubDate>Fri, 28 Jan 2022 13:08:25 +0100</pubDate><title>Kirche im Umbruch</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/kirche-im-umbruch/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung setzt sich für erneuerte Gestalt der Kirche ein – „Ich kann die Enttäuschung vieler Gläubiger sehr gut nachvollziehen“ – Generalvikar Vorndran: Kategorisierung kirchlicher Immobilien läuft – Corona betrifft kirchliches Leben auch im dritten Jahr maßgeblich</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Zahl der Kirchenaustritte belasten ihn als Bischof sehr. Das hat Dr. Franz Jung bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Freitag, 28. Januar, betont. „Ich kann die Enttäuschung vieler Gläubiger über ihre Kirche sehr gut nachvollziehen und leide selbst unter dem Bild, das die katholische Kirche momentan in der Öffentlichkeit abgibt“, sagte der Bischof im Würzburger Burkardushaus. Ihm sei sehr bewusst, dass viele Mitchristen ihren weiteren Verbleib in der Kirche davon abhängig machten, ob es wirklich eine erneuerte Gestalt der Kirche geben wird. „Ich setze mich beim Synodalen Weg dafür ein“, sagte der Bischof. Er dankte zugleich allen, die „trotz allem, was nicht gut läuft“, der Kirche durch ihre Mitarbeit und ihre Kirchensteuer die Treue halten. „Ich hoffe, dass wir Sie nicht enttäuschen auf dem Weg der inneren Erneuerung des Bistums.“</p><p>In seinem Gesamtblick auf das bevorstehende Jahr verwies der Bischof auf das Jahresmotto „Verleih mir ein hörendes Herz“ aus dem ersten Buch der Könige. „Angesichts zunehmender Polarisierung in der Gesellschaft zeigt sich, wie wichtig es ist, aufeinander zu hören und in ein Gespräch miteinander einzutreten.“ Auch beim zukunftsfähigen Aufstellen der Diözese sei die Haltung gegenseitigen Zuhörens eine gute Hilfe. Derzeit laufe das Errichten der 43 Pastoralen Räume&nbsp;(<a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/als-kirche-fuer-die-menschen-da-sein/" target="_blank" class="external-link">siehe eigener Bericht</a>). Im laufenden und den kommenden Jahren werde es darum gehen, die Arbeit dort und in den neun neuen Dekanaten neu aufzustellen. Fortgesetzt werde auch die Konsolidierung des Haushalts (<a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/konsolidierungskurs-wird-fortgesetzt/" target="_blank" class="external-link">siehe eigener Bericht</a>). „Wir haben uns auch dazu durchringen müssen, uns soweit als möglich von den Immobilien der Kindertagesstätten zu trennen.“ Wie der Bischof betonte, werde die Betriebsträgerschaft weitergeführt. Er dankte den Kommunen, denen katholische Kindertagesstätten vor Ort ein Herzensanliegen seien, für konstruktive Verhandlungen.</p><p>Das Münchener Missbrauchsgutachten habe verständliche Empörung ausgelöst und in der öffentlichen Wahrnehmung zum Eindruck geführt, Kirche würde zu wenig tun oder gar das Problem aussetzen. „Dieser Eindruck ist nicht zutreffend, auch wenn ich gerne einräume, dass viele Vorgänge rund um das Thema Aufarbeitung des Missbrauchs einen langen – für manche zu langen – Vorlauf benötigen“, erklärte Bischof Jung. Er setze sich nach Kräften dafür ein, der Selbstverpflichtung nachzukommen, die er und die übrigen deutschen Bischöfe gegenüber dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs eingegangen seien (<a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/aufarbeitung-braucht-vorlauf/" target="_blank" class="external-link">siehe eigener Bericht</a>).</p><p>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran sprach mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Bistum von „Kirche im Umbruch“. Die Erosion der Volkskirche sei bereits im Gange. „Was seit Jahrzehnten sowohl in der pastoraltheologischen Diskussion als auch in den Gemeinden vor Ort immer wieder vorausgesagt wurde, wird jetzt mit zunehmender Geschwindigkeit zur unabweisbaren Realität.“ Bis 2023 erfolge eine Kategorisierung der kirchlichen Immobilien, begleitet durch ein Heft, das in diesen Tagen an die ehren- und hauptamtlichen Verantwortlichen in den Gemeinden geschickt werde. Es gehe um Fragen wie: Welche Gebäude können weiterhin von der Diözese mitfinanziert werden und in welchem Umfang? „Die Letztentscheidung zu künftigem Betrieb oder Aufgabe und Verkauf liegt bei den Kirchenstiftungen“, betonte der Generalvikar. Es gebe jedoch auch viele weitere Möglichkeiten der Kooperation und Finanzierung. Eine Projektgruppe habe den Auftrag, einen möglichst konkreten Vorschlag für die Immobilien eines jeden Pastoralen Raums zu erarbeiten.</p><p>„Innerhalb eines vorgegebenen Rahmens besteht die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen, die den Bedürfnissen vor Ort näher kommen als der Vorschlag.“ Maßgeblich in die Entscheidung einbezogen werden laut Vorndran neben den Kirchenverwaltungen die im März neu zu wählenden Vertreterinnen und Vertreter der Räte im Pastoralen Raum. Die jeweilige Umsetzung werde mit zahlreichen Gesprächen verbunden sein. Dr.&nbsp;Jürgen Emmert werde für alle Fragen der Immobilienkategorisierung Ansprechpartner im Bischöflichen Ordinariat sein.</p><p>Auch im dritten Jahr der Pandemie betreffe Corona maßgeblich das kirchliche Leben. Umfassend halte das Bistum die staatlichen Regeln ein, gehe aber nicht darüber hinaus. „Wir wollen so weit wie möglich weiter für die Menschen da sein“, betonte der Generalvikar. Ihm sei bisher kein Fall bekannt, bei dem ein Gottesdienst oder eine sonstige kirchliche Veranstaltung ein Pandemietreiber gewesen sei. Positiv seien die vielfältigen Gottesdienstübertragungen im Internet oder im lokalen Fernsehprogramm von TV Mainfranken. Jeden dritten Sonntag gebe es seit Kurzem Wort-Gottes-Feiern um 10 Uhr im neuen Satellitenkanal FrankenPLUS. Am 30. Januar komme die Aufzeichnung aus Oberwildflecken, am 20.&nbsp;Februar aus Hammelburg. Aus Sicht des Bistums sei die Impfung das wichtigste Instrument zur Bekämpfung der Pandemie. „Es wäre sehr bedauerlich, wenn eine hohe Impfquote in unserer Gesellschaft erst durch eine Impfpflicht erreicht werden könnte.&quot;</p><p>Der Generalvikar wies im Blick auf die Aktion „OutInChurch“, bei der sich Anfang der Woche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche geoutet haben, darauf hin, dass es im Bistum auf Initiative von Bischof Jung die Arbeitsgruppe „Regenbogenpastoral“ gebe, die sich um die Seelsorge für LGBTIQ+-Personen kümmere. Für Priester gelte unabhängig der sexuellen Orientierung das eingegangene Zölibatsversprechen. „Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums Würzburg, die in einer homosexuellen Partnerschaft leben, werden im Bistum Würzburg keinerlei Maßnahmen aufgrund der Grundordnung in diesem Feld getroffen.“ Der Umgang mit Homosexualität sei beim Synodalen Weg ein Thema. Das Bistum setze sich dafür ein, dass das Dienstrecht zum Umgang mit queeren Personen und homosexuellen Partnerschaften sehr bald eine entsprechende Änderung erfahre. „Alle Beschäftigten sollen Kirche ohne Angst erleben“, erklärte Generalvikar Vorndran.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(0522/0134; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-50105</guid><pubDate>Fri, 28 Jan 2022 13:02:34 +0100</pubDate><title>Konsolidierungskurs wird fortgesetzt</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/konsolidierungskurs-wird-fortgesetzt/</link><description>Gesamthaushalt des Bistums Würzburg für 2022 beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro – Diözesanratsvorsitzender Wolf: „Es muss darauf geachtet werden, dass die finanziellen Möglichkeiten nur die Randbedingungen für die pastoralen Anforderungen sein können“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Auf rund 200 Millionen Euro beläuft sich der Gesamthaushalt der Diözese Würzburg für das Jahr 2022. Die Hauptabteilung Finanzen und Immobilien plant mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 167,3 Millionen Euro. Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Coronajahr habe man im Vergleich zum Vorjahr mit elf Millionen Euro mehr an Einnahmen kalkuliert, erklärte Bischöflicher Finanzdirektor Ordinariatsrat Sven Kunkel bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Freitag, 28. Januar. Insgesamt weist der Haushaltsplan der Diözese für 2022 einen Jahresfehlbetrag von rund 3,1 Millionen Euro aus. Gemeinsam mit Bischof Dr. Franz Jung dankte Kunkel allen Kirchensteuerzahlern. „Sie unterstützen damit direkt die wichtigen Aufgaben der Kirche vor Ort, aber auch darüber hinaus, um Menschen in freudigen, aber auch schwierigen Lebenssituationen zu begleiten und in der Not zu helfen“, sagte Kunkel.</p><p>Die Gesamtausgaben der Diözese im Vergleich zum Vorjahr wurden um etwa 3,4 Millionen Euro erhöht, nachdem diese im Vorjahr um zirka 26 Millionen Euro gesenkt worden waren. „Die Erhöhung ergibt sich im Wesentlichen aus ‚Investitionen‘ in die Pastoralen Räume“, betonte Kunkel. Es sei erklärtes strategisches Ziel der Bistumsleitung, den Anteil der Gesamtausgaben für die Pastoralen Räume zu erhöhen. Basis dafür seien die Schwerpunktsetzungen der Bistumsleitung, die transparentere Darstellung der Kosten einzelner Aufgaben und die Beratung, Begleitung und regelmäßige Information aller Kostenverantwortlichen. Mit weiteren strategischen Entscheidungen, die in den Hauptabteilungen erarbeitet würden, werde das Ziel eines ausgeglichenen Bistumshaushaltes „wie geplant“ spätestens 2025&nbsp;erreicht.</p><p>Rund 113,3 Millionen Euro sind für die Personalkosten für die 2237 Beschäftigten vorgesehen. Das sind rund 57 Prozent der Ausgaben. 61,8 Millionen Euro (etwa 31 Prozent des Gesamthaushalts) sind für Zuschüsse und Zuwendungen eingeplant. Mit 22,9 Millionen Euro haben die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Anteil von rund elf Prozent. Diese umfassen unter anderem IT, Versicherungen, Verwaltungs- und Veranstaltungskosten.</p><p>Für die Aufgaben in den Pfarreien und Dekanaten sind rund 70 Millionen Euro eingeplant. Für weitere Aufgaben der Seelsorge – wie Jugend-, Krankenhaus-, Alten- oder Ehe- und Familienseelsorge – und die Arbeit der Jugend- und Erwachsenenverbände werden 23,6 Millionen Euro bereitgestellt. Die Caritas erhält für die Übernahme sozialer und caritativer Aufgaben rund 21 Millionen Euro. Der Haushalt für den Bereich „Bildung und Kultur“ beträgt 32,2 Millionen Euro. Darin enthalten sind unter anderem die Tagungshäuser (5,1&nbsp;Millionen Euro) sowie die kirchlichen Schulen und weitere Fortbildungseinrichtungen des Bistums. Der Betrieb im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg sowie im Jugendhaus Sankt Kilian in Miltenberg werde weitergeführt, erklärte Kunkel. Für die Tagungshäuser Sankt Michael in Bad Königshofen, die Thüringer Hütte, die Benediktushöhe Retzbach und das Tagungszentrum Schmerlenbach gebe es schriftliche Vereinbarungen mit möglichen Interessenten, die einen Kauf der Immobilien beabsichtigten. Kunkel bat um Verständnis, dass er aus Gründen der Vertraulichkeit nichts zum Stand der jeweiligen Verhandlungen sagen könne. „Sobald sich mitteilungsfähige Ergebnisse abzeichnen, werden wir dazu ausführlich informieren.“</p><p>Das Baumoratorium ende, sagte Kunkel. Im Haushaltsjahr 2022 sind für Baumaßnahmen 17,9 Millionen Euro vorgesehen, davon 15,3 Millionen Euro für Gebäude in den Pastoralen Räumen. Grundlegende Änderungen im Umsatzsteuerrecht bedeuteten für die Diözese und alle Kirchenstiftungen Umstellungen in der Buchhaltung. Es sei Aufgabe der Diözese, alle Mitarbeitenden, insbesondere die Ehrenamtlichen in den Kirchenstiftungen, im laufenden Umstellungsprozess zu unterstützen.</p><p>Der Haushalt des Bischöflichen Stuhls sieht für 2022 Aufwendungen in Höhe von etwa 20 Millionen Euro für die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen vor. Rund drei Millionen Euro sind für die Instandhaltung und Abschreibung von Gebäuden vorgesehen. Weitere Ausgaben sind Zuschüsse an das Domkapitel (325.000 Euro) und sonstige betriebliche Kosten (1.325.000&nbsp;Euro). „Finanziert werden hier auch die Leistungen in Anerkennung des Leids, die wir an Betroffene auszahlen“, erläuterte der Finanzdirektor. Auf der Ertragsseite rechnet Kunkel mit Kapitalerträgen in Höhe von sieben Millionen Euro, Miet-, Pacht- und sonstigen Erträgen in Höhe von 5,2 Millionen Euro sowie sonstigen betrieblichen Erträgen (300.000 Euro). Weitere Informationen gibt es unter <a href="https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/</a>.</p><p>Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf betonte, verfügbare Mittel und die Notwendigkeiten müssten in Einklang gebracht werden. „Ein ausgeglichener Haushalt auf allen diözesanen Ebenen ist dabei zwingend notwendig.“ Am Erarbeiten einer diözesanen Gesamtstrategie sei auch der Diözesanrat beteiligt. „Es muss darauf geachtet werden, dass die finanziellen Möglichkeiten nur die Randbedingungen für die pastoralen Anforderungen sein können.“ Generell sei es derzeit auch für die Laienräte Aufgabe, die neuen Strukturen der Pastoralen Räume „mit Leben zu füllen, das Machbare vom Unmöglichen oder aber Unerwünschten zu unterscheiden, die Regeln zu prüfen und weiterzuentwickeln“. Mit Blick auf den Missbrauch in der katholischen Kirche erklärte der Diözesanratsvorsitzende: „Wir müssen uns als Kirche die Frage stellen, ob unsere Organisation, unser Tun und Handeln mit den Anforderungen der Welt heute und der Frohen Botschaft in Einklang zu bringen sind. Und wenn das nicht der Fall ist, welche Schritte der Änderung und Anpassung zu gehen sind.“ Es sei in jedem Fall nötig, die Diskussion über die Zukunft der Kirche im Rahmen des deutschen und weltweiten Synodalen Wegs fortzusetzen. „Die Kirche muss sich nicht jeder Modeerscheinung beugen. Aber den grundlegenden Änderungen im Selbstverständnis des Kirchenvolks muss Rechnung getragen werden.“</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(0522/0135; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-50104</guid><pubDate>Fri, 28 Jan 2022 12:55:49 +0100</pubDate><title>„Aufarbeitung braucht Vorlauf“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/aufarbeitung-braucht-vorlauf/</link><description>Bistum hat bislang 367.500 Euro an Missbrauchsbetroffene gezahlt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Das Bistum Würzburg hat bisher insgesamt 367.500 Euro an Missbrauchsbetroffene gezahlt. Das erklärte Bischof Dr. Franz Jung bei der Pressekonferenz der Diözese zum Jahresauftakt am Freitag, 28. Januar. Die durch das Münchner Missbrauchsgutachten ausgelöste verständliche Empörung führe in der öffentlichen Wahrnehmung immer wieder zu dem Eindruck, die Kirche würde zu wenig tun oder gar das Problem aussitzen, sagte Bischof Jung. Viele Vorgänge rund um das Thema Aufarbeitung des Missbrauchs benötigten einen relativ langen, „für manche zu langen“ Vorlauf. „Ich setze mich als Bischof nach Kräften dafür ein, der Selbstverpflichtung nachzukommen, die ich und wir als Bischöfe gegenüber dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Herrn Johannes Rörig, eingegangen sind“, erklärte Bischof Jung.</p><p>Diese Selbstverpflichtung beinhalte die Bildung der Unabhängigen Aufarbeitungskommission im vergangenen Jahr, die in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen werde. Dazu gehöre auch die Bildung eines Betroffenenbeirats, der diesen Prozess begleitet und das Bistum bei Maßnahmen unterstützt, künftig Missbrauch zu unterbinden. „Ich selbst stehe in regelmäßigem Austausch mit dem Betroffenenbeirat.“ Zudem habe das Bistum einen Vertrag mit der Universität Würzburg über ein wissenschaftliches Begleitprojekt zur Dokumentation des Missbrauchsgeschehens im Bistum Würzburg abgeschlossen.</p><p>Bischof Jung gab einen Überblick zu den in Anerkennung des Leids geleisteten Leistungen. Im vergangenen Jahr seien vom Bistum Würzburg insgesamt 243.000 Euro an Betroffene ausgezahlt worden. 124.500&nbsp;Euro seien bereits auf Basis des alten Verfahrens bei früheren Anträgen ausgezahlt worden. Zusätzlich habe man sich im Jahr 2021 an einem in einem anderen Bistum gestellten Antrag mit 16.000&nbsp;Euro beteiligt. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 32 Anträge gestellt worden, darunter 15&nbsp;neue Anträge. Die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen habe 17 der 32 Anträge entschieden. Davon seien elf erneute und sechs erstmalige Anträge gewesen.</p><p>Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 18 neue relevante Vorwürfe gegen Kleriker beziehungsweise haupt-, neben- oder ehrenamtliche Mitarbeiter im Dienst der katholischen Kirche wegen Missbrauchshandlungen oder wegen Grenzüberschreitungen übermittelt. 14 dieser Vorwürfe richteten sich gegen Priester des Bistums Würzburg wegen sexualbezogener Missbrauchshandlungen. 13 der beschuldigten Priester sind bereits verstorben. Jeweils ein Missbrauchsvorwurf betraf einen nebenberuflichen Diakon im familiären Umfeld und einen Ordensmann. Zwei weitere Vorwürfe richteten sich gegen unbekannte Personen.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(0522/0138; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-50102</guid><pubDate>Fri, 28 Jan 2022 12:47:00 +0100</pubDate><title>Als Kirche für die Menschen da sein</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/als-kirche-fuer-die-menschen-da-sein/</link><description>Domkapitular Bieber: Starke Belastung der Menschen in Pflegeberufen – Domkapitular Albin Krämer: Zusammenarbeit mit kirchlichen, caritativen und kommunalen Einrichtungen stärken</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Gerade in der Coronakrise habe sich gezeigt, dass Kirche und ihre Caritas für die Menschen im Bistum Würzburg da seien. Das hat Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, am Freitag, 28. Januar, bei der Pressekonferenz der Diözese zum Jahresauftakt betont. „Unsere Beratungsdienste und Angebote sind stark nachgefragt.“ Zugleich wies er auf die starke Belastung für die Menschen hin, die in Pflegeberufen tätig sind. Domkapitular Albin Krämer, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, legte die Chancen der Pastoralen Räume für die Seelsorge dar. Wichtig war Bieber und Krämer, dass die Menschen durch eine bessere Vernetzung in den neuen Räumen die Vielfalt der kirchlichen Angebote erkennen.</p><p>In seinem Statement hob Bieber die Kindertagesstätten als ein wichtiges Angebot für junge Familien und Kinder hervor. Man wolle dieses Angebot weiterhin aufrechterhalten, müsse sich jedoch „von der Last der Immobilien“ befreien, erklärte er. Dazu bedürfe es der Unterstützung, beispielsweise durch Bau- oder Betriebsträgerschaften. Das Referat für katholische Kindertageseinrichtungen im Diözesan-Caritasverband, das in diesem Jahr auf sein 60-jähriges Bestehen blicken kann, berät und begleitet insgesamt 532 Kindertageseinrichtungen im Bistum.</p><p>Corona habe viele Familien überfordert, Kinder und Jugendliche seien stark belastet, fuhr Bieber fort. Trotz des großen Hilfsangebots der Caritas und des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF) gebe es mittlerweile Wartelisten. Steigenden Bedarf gebe es auch in der Altenhilfe. Eine wichtige Aufgabe der Caritas sieht er zudem im Bereich Migration und Integration. Man dürfe Geflüchtete nicht in den Unterkünften sich selbst überlassen, appellierte er. Das habe die Gewalttat am Würzburger Barbarossaplatz vom 25. Juni 2021 gezeigt.</p><p>Ein großes Problem ist laut Bieber der Fachkräftemangel. „Wir sehen die starke Belastung für Menschen in Pflegeberufen“, sagte er. Mit dem Projekt „Plento“ im Kurhaus der Caritas in Bad Bocklet wolle man ihnen, aber auch allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Auszeit verschaffen. Auf eine mögliche Impfpflicht angesprochen, erklärte Bieber, dass mehr als 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenhilfe geimpft seien. Allerdings gebe es in jeder Einrichtung auch „eine Handvoll“ Mitarbeiter, die sich nicht impfen lassen wollen. „Das Problem ist, dass auch diese geringe Zahl die Dienstpläne durcheinanderbringen kann.“ Momentan sei noch keine Einrichtung von Schließungen aufgrund von Personalmangel bedroht. „Wir hoffen, dass wir nicht in diese Situation kommen.“</p><p>Das Konzept der Sozialraumorientierung in den Pastoralen Räumen biete die Chance, „die Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen, caritativen und kommunalen Einrichtungen zum Wohle der Menschen im Pastoralen Raum zu stärken“, sagte Domkapitular Krämer. Der Pastorale Raum sei eine Chance, Kirche anders zu denken. „Er versteht sich als Netzwerk im Lebensraum der Menschen. Als Christinnen und Christen wollen wir dabei ,Salz der Erde‘ und ,Licht für die Menschen‘ sein.“</p><p>Bischof Dr. Franz Jung begleite die inhaltliche Gestaltung der Pastoralen Räume durch Besuche. „Neben dem Kennenlernen der Menschen und der Situation vor Ort geht es vor allem darum, miteinander zu hören und zu überlegen, wie wir unserem Auftrag als Kirche hier und jetzt in diesen jeweiligen unterschiedlichen Kontexten das Evangelium den Menschen glaubwürdig verkünden können“, erläuterte Krämer. Er kündigte ein Diözesanforum am 29. Oktober an zum Thema: „Wie entwickeln sich aktuell die Pastoralen Räume? Gelingende Beispiele, die ermutigen!“</p><p>Die Kiliani-Wallfahrtswoche wird in diesem Jahr vom 3. bis 10. Juli gefeiert. Sie sei entsprechend der aktuellen Möglichkeiten geplant worden, sagte Krämer. Er bedauerte, dass es aufgrund der Coronasituation nicht möglich sei, Wallfahrten für die Kindergärten sowie für kranke Menschen anzubieten. „Das wäre nicht zu verantworten.“</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(0522/0136; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-49566</guid><pubDate>Thu, 09 Dec 2021 10:00:00 +0100</pubDate><title>Jahresfehlbetrag deutlich niedriger</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/jahresfehlbetrag-deutlich-niedriger/</link><description>Diözese Würzburg und Bischöflicher Stuhl zu Würzburg legen Jahresabschlüsse 2020 vor</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Das Bistum Würzburg hat die Jahresabschlüsse 2020 der Diözese Würzburg und des Bischöflichen Stuhls zu Würzburg am Donnerstag, 9. Dezember, veröffentlicht. Trotz der in Folge der Coronapandemie von rund 183 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 169 Millionen Euro gesunkenen Erträge aus der Kirchensteuer konnte der Jahresfehlbetrag auf rund 5,6 Millionen Euro abgesenkt werden. 2019&nbsp;belief sich dieser auf über 40 Millionen Euro. Der Diözesansteuerausschuss beziehungsweise der Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls haben die Jahresabschlüsse bestätigt und anerkannt. Sie sind im Internet unter <a href="https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/bilanzen/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/bilanzen/</a> veröffentlicht.</p><p>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran wies darauf hin, dass eine massive Kraftanstrengung nötig gewesen sei, um dieses Jahresergebnis zu erzielen: „Damit ist es zwar gelungen, die Wende einzuleiten, das Ziel jedoch ist bei Weitem noch nicht erreicht: ein ausgeglichener Haushalt.“ Der Jahresfehlbetrag konnte im äußerst schwierigen Coronajahr 2020 deutlich abgesenkt werden. Im Wesentlichen ergebe er sich aus dem coronabedingten starken Rückgang der Kirchensteuer bei gleichzeitigen massiven Sparmaßnahmen. „Geplantes konnte im Jahr 2020 sehr oft nicht stattfinden, auf Liebgewonnenes musste verzichtet werden“, betonte der Generalvikar. Sein Dank gelte zuallererst allen Kirchensteuerzahlenden, die die Diözese Würzburg auch in schwierigen Zeiten weiterhin finanziell unterstützten. Weiter dankte er den Gemeinden vor Ort sowie den diözesanen Finanzgremien und den Einrichtungen des Bischöflichen Ordinariats für das Miteinander in schwierigen Zeiten und für die Bereitschaft, Kirche im Umbruch mitzugestalten.</p><p>Nach den Worten von Bischöflichem Finanzdirektor Ordinariatsrat Sven Kunkel sei durch entschlossenes Handeln der Bistumsleitung der Jahresfehlbetrag deutlich niedriger ausgefallen als zwischenzeitlich erwartet. Ein Großteil der Einsparungen der Diözese im Jahr 2020 habe – unter anderem aufgrund der Einführung der Haushaltssperre – einen einmaligen Effekt. Weitere strategische Entscheidungen seien nötig, um nachhaltige Einsparungen zu erzielen. Auch in Zukunft sei Ausgabendisziplin erforderlich, der Sanierungskurs der Diözese müsse fortgesetzt werden, betonte Kunkel. Erfreulich sei, dass nach der Reorganisation der Hauptabteilung Finanzen und Immobilien mit der neugeschaffenen Kostenstellenstruktur den Kostenverantwortlichen Controlling-Instrumente vorlägen, die eine fundierte Basis für Entscheidungen ermöglichten. Die Abteilung Liegenschaften und Bau habe die Prozesse für die Beantragung von Baumaßnahmen und die Überwachung des Kostenrahmens standardisiert.&nbsp;</p><p><em><strong>Jahresabschluss Diözese Würzburg</strong></em></p><p>Konsolidiert liegen die Gesamterträge der Diözese Würzburg im Jahr 2020 bei 210 Millionen Euro, 2019&nbsp;waren es 246 Millionen Euro. Die Erträge aus der Kirchensteuer betrugen 169 Millionen Euro, die Umsatzerlöse liegen bei 7,3 Millionen Euro. In Folge der Coronapandemie sind die Erträge aus der Kirchensteuer um knapp 14 Millionen Euro gesunken, die Umsatzerlöse der Tagungshäuser reduzierten sich um 4,1 Millionen Euro. Die Summe der sonstigen betrieblichen Erträge beläuft sich auf 33,7 Millionen Euro.</p><p>Dem stehen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 216,5 Millionen Euro gegenüber. Sie fließen vor allem in Seelsorge, Caritas und an die Kirchengemeinden. Die Personalkosten sind um rund zwei Millionen Euro auf 122 Millionen Euro gesunken. Durch eine Haushaltssperre im Jahr 2020 konnten Zuschüsse und Zuweisungen um 57,8 Millionen Euro – von 106 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 48,2&nbsp;Millionen Euro im Jahr 2020 – verringert werden. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 37,8 Millionen Euro sind unter anderem Raum-, Verwaltungs-, Veranstaltungs- und Bildungskosten enthalten. Das Finanzergebnis (0,5 Millionen Euro) enthält im Wesentlichen die Erträge aus Wertpapieren in Form von Ausschüttungen und Zinserträgen festverzinslicher Wertpapiere (1,3&nbsp;Millionen Euro).</p><p>Die Bilanz 2020 der Diözese Würzburg weist ein Anlagevermögen in Höhe von 193,6 Millionen Euro und ein Umlaufvermögen von 44,9 Millionen Euro auf. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Wert des Gesamtvermögens um rund 10,2 Millionen Euro auf 241 Millionen Euro erhöht. Die Erhöhung resultiert insbesondere aus dem höheren Bankguthaben in Höhe von 7,9 Millionen Euro zum Bewertungsstichtag zum Jahresende.</p><p>Auf der Passivseite stehen den Rückstellungen in Höhe von 96,4 Millionen Euro Verbindlichkeiten von 21,9 Millionen Euro und Zuschüsse für Investitionskosten (Sonderposten) mit acht Millionen Euro gegenüber. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2020 rund 114,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 47,6 Prozent. Das langfristige Vermögen (Sachanlagen und Finanzanlagen) ist damit überwiegend durch Eigenkapital gedeckt.</p><p><em><strong>Jahresabschluss Bischöflicher Stuhl</strong></em></p><p>Der Bischöfliche Stuhl zu Würzburg sorgt im Wesentlichen für die Altersversorgung der Priester. Er weist in seinem Jahresabschluss 2020 Rückstellungsverpflichtungen in Höhe von 339,3 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind 290,2 Millionen Euro für Pensionsverpflichtungen und die Altersversorgung. Weitere Rücklagen dienen der Absicherung dieser Verpflichtungen, die sich insbesondere aus dem aktuell niedrigen Zinsumfeld ergeben. Die Verbindlichkeiten auf der Passivseite betragen 62,2 Millionen Euro und setzen sich unter anderem zusammen aus Darlehensverbindlichkeiten von 57,9 Millionen Euro und Verbindlichkeiten aus Treuhandvermögen von vier Millionen Euro.</p><p>Auf der Aktivseite steht dem ein Gesamtvermögen von rund 413,6 Millionen Euro gegenüber. Dabei beläuft sich das Finanzanlagevermögen auf 293,4 Millionen Euro, das Sachanlagevermögen auf weitere 52,7 Millionen Euro. Außerdem zählt das Umlaufvermögen mit 67,5 Millionen Euro zur Aktivseite, wozu bilanzierte Darlehen, zumeist an kirchliche und karitative Rechtsträger, sowie Guthaben bei Kreditinstituten zählen. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich für 2020 auf knapp 17,9 Millionen Euro. Grund hierfür ist vor allem die Zuführung zur Pensionsrückstellung mit 16,4 Millionen Euro, aufgrund des aktuell niedrigen Zinsumfeldes und der daraus resultierenden Erhöhungen der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.</p><p>(5021/1201; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46402</guid><pubDate>Wed, 03 Feb 2021 16:14:44 +0100</pubDate><title>Aufruf des Bischofs an Betroffene</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/aufruf-des-bischofs-an-betroffene/</link><description>Bischof Jung lädt Betroffene sexueller Gewalt zur Mitarbeit im künftigen Betroffenenbeirat ein – Vorbereitungen für eine Aufarbeitungskommission „nahezu abgeschlossen“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Das Bistum Würzburg schreibt zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bereich der Diözese offiziell einen Betroffenenbeirat aus. Den Aufruf an Betroffene hat Bischof Dr. Franz Jung bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 3. Februar, in Würzburg verkündet. Er lud Betroffene ein, die sexuelle Gewalt im Raum der katholischen Kirche erlitten haben, sich in dem künftigen Betroffenenbeirat zu engagieren. Die künftigen Mitglieder des Betroffenenbeirates könnten damit die fachliche Weiterentwicklung des Umgangs mit Fragen der sexualisierten Gewalt in der Diözese unterstützen und die Aufarbeitungsprozesse begleiten. „Mir sind der Austausch und das Gespräch mit den Betroffenen sehr wichtig“, betonte der Bischof.</p><p>Seit Sommer 2019 habe es im Bistum Treffen zwischen Betroffenen und ihm gegeben, erklärte der Bischof. Die Betroffenen hätten im September 2020 gemeinsam dafür gestimmt, dass dieses Treffen als Betroffenenbeirat weiter arbeiten möchte. Als Bischof halte er es jetzt jedoch für angebrachter, gemäß der von den deutschen Bistümern festgelegten Rahmenordnung zur Aufarbeitung zu agieren und einen Betroffenenbeirat auszuschreiben, „auch wenn der bisherige Weg durch die Präambel der Rahmenordnung gedeckt war“.</p><p>Da es sich um den Betroffenenbeirat im Bistum Würzburg handelt, richtet sich der Aufruf des Bischofs vorzugsweise an Personen, denen als Minderjährige beziehungsweise schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst der Diözese Würzburg sexualisierte Gewalt angetan wurde; weiter an Menschen, die heute im Gebiet der Diözese Würzburg ihren Wohnsitz haben und denen als Minderjährige beziehungsweise schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst sexualisierte Gewalt angetan wurde.</p><p>Die Auswahl der Mitglieder für den Betroffenenbeirat in der Diözese Würzburg erfolgt durch ein eigenes Auswahlgremium, dem folgende Personen angehören: Professor Dr. med. Marcel Romanos, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Würzburg, Dr. med. Christoph Uibel, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und Oberarzt am Klinikum Würzburg Mitte, Standort Juliusspital, und die Psychologische Psychotherapeutin Dr. Corinna Paeth, Leiterin des Recollectio-Hauses in Münsterschwarzach. Entsprechend der vorgegebenen Kriterien sichtet das Auswahlgremium die eingegangenen Interessenbekundungen und lädt Bewerberinnen und Bewerber gegebenenfalls zu einem Gespräch ein. Das Auswahlgremium trifft im Konsens eine abschließende Besetzungsentscheidung und teilt dem Bischof die Personen mit. Der Bischof beruft diese Personen dann in den Betroffenenbeirat. Diesem sollen mindestens fünf Mitglieder angehören. Die Mitarbeit im Betroffenenbeirat endet drei Jahre nach der Berufung. Näheres zum Bewerbungsverfahren im Internet unter <a href="https://www.bistum-wuerzburg.de/seelsorge-hilfe-beratung/betroffenenbeirat/" target="_blank" class="external-link">https://www.bistum-wuerzburg.de/seelsorge-hilfe-beratung/betroffenenbeirat/</a>.</p><p>Die Aufarbeitungskommission im Bistum Würzburg werde ihre Arbeit erst nach der Konstituierung des neuen Betroffenenbeirats aufnehmen, sagte der Bischof weiter. „Die Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen.“ Die Mitglieder der Aufarbeitungskommission werden laut Bischof Jung nach den Vorgaben der gemeinsamen Erklärung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und der Deutschen Bischofskonferenz benannt. Der Aufarbeitungskommission gehören sieben Mitglieder an, wie in den Vorgaben empfohlen: zwei Betroffene, vier Experten aus Wissenschaft, Fachpraxis, Justiz und öffentlicher Verwaltung sowie ein Vertreter der Diözese Würzburg. Sobald sich der neue Betroffenenbeirat konstituiert hat, soll dieser nun nach der Rahmenordnung zwei Betroffene für die Aufarbeitungskommission bestimmen. Das gelte es noch abzuwarten.</p><p>Bischof Jung verwies außerdem darauf, dass seit Jahresbeginn das neue Verfahren auf Anerkennung des Leids in Kraft sei. Im Januar 2021 seien bereits fünf erneute Anträge auf Anerkennung des Leids von Betroffenen gestellt worden, die bereits Anträge nach den Vorgaben des früheren Verfahrens gestellt hatten. Hinzu komme ein ganz neuer Antrag. Die bisher insgesamt sechs Anträge wurden an die neue Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen in Bonn geschickt. „Das Verfahren ist gut angelaufen“, konstatierte Bischof Jung und betonte, dass die dafür notwendigen Mittel im Bistum aus dem Bischöflichen Stuhl und nicht aus Kirchensteuermitteln bestritten werden. Nähere Informationen im Internet unter <a href="https://www.bistum-wuerzburg.de/seelsorge-hilfe-beratung/missbrauch/" target="_blank" class="external-link">https://www.bistum-wuerzburg.de/seelsorge-hilfe-beratung/missbrauch/</a>.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(0621/0120;&nbsp;E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46401</guid><pubDate>Wed, 03 Feb 2021 16:07:37 +0100</pubDate><title>Herausforderungen bringen neue Perspektiven</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/herausforderungen-bringen-neue-perspektiven/</link><description>Pastoral der Zukunft und Haushaltskonsolidierung gehen Hand in Hand – Generalvikar Vorndran: Entlastung für Hauptamtliche und Kirchenverwaltungen durch Fachkräfte – Diözesanratsvorsitzender Wolf: Strukturen von unten her denken – Schrappe: Bildung bleibt ein Schwerpunkt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Wir waren und sind als Kirche vor Herausforderungen gestellt, die uns zugleich auch neue Perspektiven eröffnen.“ Was Bischof Dr. Franz Jung bei der diözesanen Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 3.&nbsp;Februar, vor allem im Blick auf Corona gesagt hat, trifft auch unter anderen Aspekten auf das Bistum Würzburg zu. „Vieles, was uns vor dem 17. März 2020 bestimmt und beschäftigt hat, ist weggefallen, manches Neue ist hinzugekommen. Wir haben neue Wege gefunden, den Menschen beizustehen und nahe zu sein. Wir haben erfahren, dass manche zeit- und kostenintensive Maßnahme viel einfacher, bescheidener, ohne Mobilität und sparsamer funktioniert. An diese Erfahrungen sollten wir anknüpfen – über 2021 hinaus.“</p><p>Wie Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran betonte, steht im Bistum Würzburg nach der geographischen Umschreibung der Pastoralen Räume jetzt deren inhaltliche Ausgestaltung im Fokus. „Die Anstrengungen, inhaltlich in der Pastoral der Zukunft neue Impulse zu setzen, gehen für mich einher mit den Bemühungen, den Diözesanhaushalt zu konsolidieren und die Verwaltung effizient aufzustellen“, sagte Vorndran. Letztlich seien die Anstrengungen in beiden Richtungen „die zwei Seiten ein und derselben Medaille“.</p><p>Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung „Bildung und Kultur“, erklärte, Bildung bleibe ein Schwerpunkt pastoralen Handelns im Bistum, auch wenn sich die Diözese auf Dauer nicht mehr den Unterhalt von zehn Tagungshäusern in eigener Trägerschaft leisten könne. „Offene Erwachsenenbildung, religiöse Familienbildung, Begleitung von Gremien und Gruppen und die theologische Auseinandersetzung bleiben auch in Zukunft fester Bestandteil unseres Auftrags.“ Geld, das bisher in den Etat von Tagungshäusern floss, könne in Zukunft direkt Familien und Gruppen als Unterstützung der pastoralen Arbeit zugutekommen. Zudem gebe es noch immer viele Tagungshäuser von Orden, der Caritas, Verbänden oder der evangelischen Kirche, die genutzt werden könnten.</p><p>Wie der Generalvikar in seinem Beitrag weiter ausführte, würden grundsätzliche Texte zur Konzeption der Pastoralen Räume, die auch die Frage nach einer partizipativen Leitung beinhalten, in den diözesanen Gremien von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern beraten und dem Bischof zur Entscheidung vorgelegt. „Die Veröffentlichung dieses Konzeptes ist für Ende Februar vorgesehen und ich hoffe, trotz Corona diesen Zeitplan einhalten zu können“, erklärte Vorndran. Zur Entlastung der Hauptamtlichen in der Pastoral und der Ehrenamtlichen in den Kirchenverwaltungen soll noch in diesem Jahr in jedem Landkreis mindestens eine kompetente Kraft für Anliegen der Kirchenstiftungen abrufbar sein. Als nächster Schritt stünden nun die Beratungsrunden in den diözesanen Gremien im März 2021 an. Diese haben als Schwerpunkt die Ausgestaltung der Mittleren Ebene zwischen Diözese und Pastoralen Räumen sowie die Satzung der Laiengremien in den Pastoralen Räumen.</p><p>Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf erklärte, mit dem Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ stelle sich das Bistum der Realität in der katholischen Kirche: einer abnehmenden Zahl von Kirchenmitgliedern und gleichzeitig einem Rückgang der Zahl pastoraler Mitarbeiter. „Die Gründe dafür sind vielschichtig, es ist wohl an einigen Stellen eher eine Unzufriedenheit mit der Institution denn ein echter Glaubensverlust. Das sollte uns zu denken geben“, sagte Wolf. Nach der geographischen Umschreibung der Pastoralen Räume fehlten aber noch die wesentlichen Leitlinien zur Ausgestaltung. Derzeit würden diese durch eine Vielzahl von Arbeitsgruppen erstellt. „In einigen Fällen ist auch der Diözesanrat mit beteiligt und bringt seine Sicht der Dinge und Wünsche an die Gestaltung der Zukunft ein.“ Schon jetzt sei klar, dass mit der abnehmenden Zahl Hauptamtlicher mehr Aufgaben in Richtung der Ehrenamtlichen verschoben werden müssten. „Die Übernahme von Verantwortung beinhaltet in logischer Konsequenz auch die echte Teilhabe an und, wo notwendig, auch die Übernahme der Leitung“, erklärte Wolf. Zwar dürften kirchenrechtliche Überlegungen dabei nicht vernachlässigt werden, könnten aber nur als „Leitplanken für die Ausgestaltung“ dienen.</p><p>Den Änderungen bei den Räumen müsste auch die Rätestruktur angepasst werden. Der Diözesanrat arbeite derzeit an den passenden Satzungen. „Wenn sich durch die Vergrößerung der Räume die Leitungsprozesse verändern, dann werden die Räte entsprechend aufzustellen sein.“ Durch die Einführung der Pastoralen Räume würden Verantwortlichkeiten auf diese Ebene übertragen. „Eine relevante Mitsprache der nicht-geweihten und der nicht-hauptamtlichen Kirchenmitglieder muss sichergestellt werden“, forderte der Diözesanratsvorsitzende. Auf jeder Ebene, auf der Entscheidungen getroffen werden, müsse ein entsprechendes Gremium existieren. Deutlich sprach sich Wolf dafür aus, die Pfarreiengemeinschaften als Gliederungselement beizubehalten. „Eine zusätzliche Umorganisation sollte vermieden werden.“ Trier und Köln seien hier warnende Beispiele. „Subsidiarität als wesentlicher Bestandteil der Strukturdebatte denkt die Strukturen von unten.“</p><p>Kirche müsse vor Ort mit ihrem vielfältigen Leben präsent bleiben und Seelsorge und Caritas Hand in Hand arbeiten. Sie dürfe sich nicht auf das „sakramentale Kerngeschäft“ zurückziehen, betonte Wolf weiter. Kirche müsse umfassend agieren, um auch weiterhin gesellschaftlich relevant zu sein. „Die Jugend und die Familien sind hier aus unserer Sicht ein wichtiger Schwerpunkt der kommenden Jahre.“ Der Diözesanrat als „Stimme des Kirchenvolks“ werde seine Meinung klar vernehmbar vertreten. „Alles in allem wird der Diözesanrat ein kritischer und diskussionsbereiter Partner der Diözesanleitung und eine starke Vertretung aller Laien – einschließlich der Hauptamtlichen – sein“, versprach der Diözesanratsvorsitzende.</p><p>Im Blick auf das aktuelle „Jahr der Familie“ sei es das große Anliegen im Bistum, in der Pandemie-Zeit auch und gerade Familien zu unterstützen, die in der Mehrfachbelastung zwischen Homeoffice und Homeschooling besonders gefordert seien, sagte Bischof Jung. Papst Franziskus hebe in seinem Apostolischen Schreiben „Patris Corde“ zum Jahr des heiligen Josef hervor: „Der heilige Josef erinnert uns daran, dass all jene, die scheinbar im Verborgenen oder in der ‚zweiten Reihe’ stehen, mit ihrem Einsatz für die Kranken und für unseren Bedarf des täglichen Lebens in der Heilsgeschichte eine unvergleichliche Hauptrolle spielen. Ihnen allen gebührt Dank und Anerkennung.“ Zudem verwies der Bischof auf das Jahresmotto aus dem Epheserbrief, unter das er das Jahr im Bistum Würzburg gestellt hat: „Wir aber wollen, von der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen und in allem auf ihn hin wachsen. Er, Christus, ist das Haupt.“</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(0621/0119; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46400</guid><pubDate>Wed, 03 Feb 2021 16:04:38 +0100</pubDate><title>Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/ziel-ist-ein-ausgeglichener-haushalt/</link><description>Gesamthaushalt des Bistums Würzburg für 2021 beläuft sich auf rund 197 Millionen Euro – Besondere Herausforderungen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie – Generalvikar: Müssen uns auf die Ziele des Bistums konzentrieren – Diözesanratsvorsitzender Wolf: Finanzielle Absicherung ein absolutes Muss – MAV-Vorsitzende Weitz: Keine Konsolidierung auf Kosten der Beschäftigten</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Auf rund 197 Millionen Euro beläuft sich der Gesamthaushalt der Diözese Würzburg für das Jahr 2021. Die Hauptabteilung Finanzen und Immobilien plant mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 156 Millionen Euro. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie habe man mit einem Rückgang des Kirchensteuereinkommens um rund 20 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr kalkuliert, erklärte Bischöflicher Finanzdirektor Sven Kunkel bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 3. Februar. Insgesamt weist der Haushaltsplan der Diözese für 2021 einen Jahresfehlbetrag von rund 10,5 Millionen Euro aus. Gemeinsam mit Bischof Dr. Franz Jung dankte Kunkel allen Kirchensteuerzahlern. „Sie unterstützen damit direkt die wichtigen Aufgaben der Kirche vor Ort, aber auch darüber hinaus, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen und in der Not zu helfen“, sagte Kunkel.</p><p>„Die Planungen waren in diesem Jahr aufgrund der zu erwartenden erheblich geringeren Einnahmen als eine Auswirkung der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung“, sagte Kunkel. Es sei gelungen, die Gesamtausgaben der Diözese im Vergleich zum Vorjahr um zirka 26 Millionen Euro zu senken. Basis dafür seien die Schwerpunktsetzungen der Bistumsleitung, die transparentere Darstellung der Kosten einzelner Aufgaben und die Beratung, Begleitung und regelmäßige Information aller Kostenverantwortlichen, erläuterte Kunkel. „Trotz eines gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfelds werden wir gemeinsam das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts wie geplant erreichen.“</p><p>Rund 118,8 Millionen Euro sind für die Personalkosten für die 2419 Mitarbeitenden vorgesehen. Das sind zirka 60 Prozent der Ausgaben. „Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Würzburg sind unser wertvollstes Kapital“, sagte Kunkel. Sie hätten ihren Beitrag geleistet, um sicherzustellen, dass die Diözese trotz geringerer Einnahmen ihre sozialen, caritativen und seelsorgerlichen Aufgaben weiter erfüllen werde.</p><p>Für die Aufgaben in den Pfarreien und Dekanaten sind rund 64 Millionen Euro eingeplant. Für weitere Aufgaben der Seelsorge – wie Jugend-, Krankenhaus-, Alten- oder Ehe- und Familienseelsorge – und die Arbeit der Jugend- und Erwachsenenverbände werden 22 Millionen Euro bereitgestellt. Die Caritas erhält für die Übernahme caritativer Aufgaben rund 21 Millionen Euro. Der Haushalt für den Bereich „Bildung und Kultur“ beträgt 33,5 Millionen Euro. Darin enthalten sind unter anderem die Tagungshäuser (8,9 Millionen Euro) sowie die kirchlichen Schulen und weitere Fortbildungseinrichtungen des Bistums. Konkrete Aussagen zu den einzelnen Tagungshäusern könnten derzeit noch nicht getroffen werden, erklärte Kunkel. Man sei jedoch zuversichtlich, bis zum Ende des Jahres Lösungen für alle betroffenen Häuser zu finden. (siehe auch Bericht <a href="http://https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/herausforderungen-bringen-neue-perspektiven/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">„Herausforderungen bringen neue Perspektiven“</a>)</p><p>Im vergangenen Jahr sei ein Baucontrolling eingeführt und die Umsetzung des Bau-Moratoriums optimiert worden, erläuterte Kunkel. So sind für 2021 im Bereich Bau für Notmaßnahmen und verbindlich zugesagte Bauvorhaben rund 13,8 Millionen Euro eingeplant. Im Vergleich zum Vorjahr sei dieser Haushaltsansatz um 13,3 Millionen Euro reduziert worden.</p><p>Der Haushalt des Bischöflichen Stuhls sieht für 2021 Aufwendungen in Höhe von 31,6 Millionen Euro vor. Davon entfallen 20,2 Millionen Euro auf die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Für die Auszahlung der Pensionen an die Priester erhält die Emeritenanstalt acht Millionen Euro. 2,9 Millionen Euro sind für die Instandhaltung und Abschreibung von Gebäuden vorgesehen. Weitere Ausgaben sind Zuschüsse an das Domkapitel (170.000 Euro) und sonstige betriebliche Kosten (325.000 Euro). Auf der Ertragsseite rechnet Kunkel mit Kapitalerträgen in Höhe von 6,3 Millionen Euro, Miet-, Pacht- und sonstigen Erträgen in Höhe von fünf Millionen Euro, einem Verkaufserlös in Höhe von zwei Millionen Euro sowie sonstigen betrieblichen Erträgen (300.000 Euro).</p><p>Die Diözese stehe vor großen Herausforderungen, erklärte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran. Der Rückgang der finanziellen Ressourcen sei früher als prognostiziert eingetroffen. „Wir müssen anhand von Schwerpunktsetzungen Aufgaben reduzieren und uns auf die Ziele des Bistums konzentrieren.“ Derzeit werde ein System für eine konsequente Nachverfolgung und Umsetzung von Sparmaßnahmen etabliert. Dabei sei sich die Diözese ihrer Verantwortung als kirchlicher und sozialer Arbeitgeber bewusst. „Alle Anstrengungen haben zum Ziel, unseren Haushalt auf eine solide Basis zu stellen. Gerade im Blick auf die kommende Generation müssen wir uns jetzt verschlanken, um gerade jungen Menschen eine Zukunftsperspektive in der Kirche aufzeigen zu können und für sie ein sicherer und verlässlicher Arbeitgeber zu sein“, erklärte Vorndran.</p><p>Um die finanzielle Situation des Bistums zu kontrollieren, habe Bischof Jung im vergangenen Jahr den Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls sowie den Diözesanvermögensverwaltungsrat eingeführt. „Ziele dabei sind die Schaffung von Transparenz und die Etablierung von Beratungs- und Kontrollgremien bei der Vermögensverwaltung. Das Vermögen des Bischöflichen Stuhls und das Vermögen der Diözese werden nun klar voneinander getrennt“, erläuterte Vorndran. Der Diözesanvermögensverwaltungsrat besteht aus fünf Mitgliedern, der Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls aus drei Mitgliedern. Sie müssen über nachgewiesene Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten des Finanz-, Steuer- oder Rechtswesens verfügen, sich durch persönliche Integrität auszeichnen und in unabhängiger Position zu Diözese, Bischöflichem Stuhl, Bischof, Generalvikar, Finanzdirektor oder Verwalter des Bischöflichen Stuhls stehen. Beide Gremien seien ausschließlich mit externen Mitgliedern besetzt worden, betonte Kunkel. Weitere Informationen gibt es unter <a href="https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/</a>.</p><p>Der Diözesanrat beobachte sehr genau die Bemühungen der Diözesanleitung, die Finanzen der Diözese wieder auszugleichen, sagte Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf. „Hier sind weitere Anstrengungen notwendig, die sicherlich auch in Liebgewonnenes eingreifen werden.“ Wesentlich für den Diözesanrat sei, dass diese Bestrebungen einer klaren Strategie folgten und transparent seien. Diese Strategie müsse über allgemeine theologische Schwerpunktsetzungen hinausgehen und nachprüfbare, finanziell bewertete Schritte klar benennen. „Auch wenn die Diözese Würzburg kein Wirtschaftsunternehmen ist, ist die finanzielle Absicherung ein absolutes Muss.“ Der Schwerpunkt liege dabei auf der Sicherstellung der Präsenz der Kirche vor Ort, erklärte Wolf.</p><p>„Der diözesane Haushalt benötigt dringend eine solide Basis, damit alle Arbeitsplätze langfristig gesichert werden können“, erklärte Dorothea Weitz, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) des Bischöflichen Ordinariats. Die Ursachen der finanziellen Schieflage seien nach Einschätzung der MAV nicht nur in der Corona-Pandemie zu suchen. Vielmehr sei seit vielen Jahren versäumt worden, finanziell nachhaltig zu handeln. „Zur Ursachensuche gehört auch, die Gründe für den Rückgang der Einnahmen zum Beispiel bei der Kirchensteuer genau zu analysieren, neue Konzepte zu entwickeln und verlorenes Vertrauen in der Gesellschaft zum Beispiel durch rückhaltlose Transparenz zurückzugewinnen.“ Die MAV werde sich konsequent dafür einsetzen, dass die notwendige Konsolidierung des Diözesanhaushalts nicht auf Kosten der Beschäftigten geschehe.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0621/0122; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46399</guid><pubDate>Wed, 03 Feb 2021 16:01:57 +0100</pubDate><title>Corona stellt Mitarbeiter vor „enorme Herausforderungen“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/corona-stellt-mitarbeiter-vor-enorme-herausforderungen/</link><description>Domkapitular Bieber: Caritas ein „Netzwerk der helfenden Hände“ – Sorge vor den Folgen der Corona-Pandemie – Bischof Jung: Pastorale und caritative Aktivitäten stärker miteinander vernetzen – Schrappe: Größere Räume bieten Chancen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Als ein „Netzwerk der helfenden Hände“ und einen „Herzschrittmacher der Solidarität“ hat Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, die Caritas in Unterfranken bei der Pressekonferenz der Diözese zum Jahresauftakt bezeichnet. Das habe die schon über ein Jahr währende Corona-Pandemie in vielfältiger Weise deutlich gemacht, sagte er am Mittwoch, 3. Februar, im Würzburger Burkardushaus. In Zukunft gehe es darum, pastorale und caritative Aktivitäten stärker miteinander zu vernetzen, betonte Bischof Dr. Franz Jung. „Ziel ist eine pastorale Caritas und eine caritative Pastoral. So wird Kirche zu einer dienenden Kirche aus dem Geist Jesu Christi, die die Nöte der Menschen wahrnimmt und sie dort erreicht, wo sie der Hilfe bedürfen.“</p><p>Kirche und Caritas schauten im Pastoralen Raum bewusst auf die Lebensräume der Menschen und bemühten sich mit anderen Akteuren im Raum zusammen um die Verbesserung der Lebensbedingungen aller dort lebenden Menschen, erläuterte Bischof Jung. „Sozialraumorientiertes Arbeiten im Pastoralen Raum bedeutet die Abkehr von einer Angebotspastoral und die Hinkehr zu einer Form der Seelsorge, die mit den Menschen gemeinsam nach der Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse strebt – unter sozial-caritativer wie geistlicher Perspektive.“</p><p>Die Caritas begleite in Unterfranken rund 250.000 Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenslagen, sagte Bieber. Es gehe nicht nur darum, sie in der „hochsensiblen und schwierigen Corona-Phase“ vor Schaden zu schützen, sondern auch darum, sie in den für sie manchmal nicht nachvollziehbaren Veränderungen in ihrem Lebensumfeld zu begleiten. „Was es für alte Menschen bedeutet, wochen- und monatelang keine&nbsp;Außenkontakte&nbsp;haben zu dürfen, schlimmer noch für die Menschen mit Behinderungen in unseren Einrichtungen, das erfordert über die fachliche und sozialpädagogische Betreuung hinaus ein Höchstmaß an Sensibilität im Umgang mit ihnen und mit ihren Angehörigen.“</p><p>Bieber stellte exemplarisch einige Bereiche aus der Arbeit der Caritas vor. Immer mehr Menschen kämen auf die Allgemeine Sozialberatung zu, weil&nbsp;sie mit der aktuellen Situation überfordert seien. Die Menschen, die die Wohnungslosenhilfe in Anspruch nehmen, würden nicht immer sofort verstehen, warum sich manches in den für sie zur Verfügung stehenden Einrichtungen jetzt ändere. In der Folge von Corona würden Angebote wie die Suchtberatung, Prävention oder die psychosozialen Beratungsdienste&nbsp;immer mehr angefragt. „Das stellt eine enorme Herausforderung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachambulanz für Sexual- und Gewaltstraftäter müssten auch in der Corona-Pandemie die ihnen zugewiesenen Kunden therapeutisch betreuen und das möglichst in Präsenz. Im Bereich Migration und Integration bräuchten die Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat suchen, Begleitung, um ihren Platz zu finden und zu lernen, mit der Situation umzugehen. „Dieser wirklich nur kleine Ausschnitt aus dem weiten Feld der caritativen Dienste macht deutlich: Kirche ist für die Menschen da. Gerade jetzt“, betonte Bieber.</p><p>Entschieden wies er Medienberichte zurück, die mangelnde Impfbereitschaft in den Pflegeeinrichtungen kritisieren. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine sehr hohe Impfbereitschaft“, erklärte er. Als Beispiel führte er ein Seniorenheim in Aschaffenburg an, in dem bereits 99 Prozent der Bewohner und rund 70 Prozent der Mitarbeiter geimpft seien.</p><p>Die Bedeutung des Zusammenwirkens von Kirche und Caritas unterstrich Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung „Bildung und Kultur“. Sozialraumorientierung sei das Leitwort im Bistum Würzburg. Hier böten die größeren pastoralen Räume und Dekanate Chancen. Mit den Einrichtungen der Caritas wie auch weiterer Anbieter – evangelische Kirche, Kommunen, freie Bildungsanbieter und Kulturträger – müsse man gemeinsame Bildungskonzepte entwickeln. „Es geht in Zukunft nicht mehr um katholische Lufthoheit, sondern um runde Tische und Vernetzung“, betonte Schrappe.</p><p>Der Schwerpunkt der Arbeit des Diözesanrats der Katholiken liege auf der Sicherstellung der Präsenz der Kirche vor Ort, erklärte Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf. „Hierbei müssen Seelsorge und Caritas Hand in Hand arbeiten. Wie Leib und Seele eine Einheit bilden, müssen auch die Werke der Kirche eine solche darstellen.“</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0621/0121; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-45856</guid><pubDate>Thu, 10 Dec 2020 11:01:21 +0100</pubDate><title>Dringender Handlungsbedarf</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/dringender-handlungsbedarf/</link><description>Bistum gibt Trägerschaft von vier Tagungshäusern ab – Bischof Jung: Verringerte Mittel nicht mit verringerter Glaubenskraft gleichsetzen – Generalvikar Vorndran: Wir wollen verlässlicher Arbeitgeber bleiben</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Coronakrise hat die finanziell angespannte Lage der Diözese Würzburg verschärft. Deswegen gibt das Bistum die Trägerschaft der vier Tagungshäuser Tagungszentrum Schmerlenbach im Landkreis Aschaffenburg, der „Benediktushöhe – Das Haus für Soziale Bildung“ in Retzbach, des Bildungs- und Begegnungshauses Sankt Michael in Bad Königshofen und der Thüringer Hütte (beide Landkreis Rhön-Grabfeld) ab. „Jetzt besteht dringender Handlungsbedarf“, betonte Bischof Dr. Franz Jung am Donnerstag, 10.&nbsp;Dezember, bei einer Pressekonferenz. „Das tut weh und bedeutet schmerzliche Einschnitte.“</p><p>Fortgesetzt werde die Trägerschaft beim Martinushaus in Aschaffenburg, dem Burkardushaus in Würzburg, dem Haus Volkersberg im Landkreis Bad Kissingen und dem Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg, sagte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran. Beim Jugendhaus Sankt Kilian in Miltenberg und dem Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg bemühe sich das Bistum, Kooperationspartner zu finden. „Sollte das nicht gelingen, wird die endgültige Entscheidung über Fortführung oder Schließung dieser beiden Häuser Ende 2021 getroffen“, erläuterte Vorndran. Wichtig sei ihm, dass das Bistum Würzburg ein verlässlicher Dienstgeber sei und bleibe. „Gerade im Blick auf Chancen für die kommende Generation müssen wir uns jetzt verschlanken und radikal verändern, um jungen Menschen Zukunftsperspektiven in der Kirche aufzeigen zu können.“</p><p>###GALERIE###</p><p>Bischof Jung sagte, dass eine Verringerung der Mittel nicht mit der Verringerung der Glaubenskraft gleichzusetzen sei. Es gelte, geistlicher zu werden, neue Schnittstellen zur Glaubensverkündigung zu schaffen und Pastoral und Caritas zu verschränken. Schon bei Dienstantritt in Würzburg sei ihm klar gewesen, dass der Haushalt auf äußerste Kante genäht sei. Enorme Anstrengungen seien seither unternommen worden, um die Umstellung auf doppische Buchführung vorzunehmen, Kostenstellen neu zu definieren und Hauptabteilungen nach der Umstrukturierung Budgets zuzuweisen, die eigenverantwortlich zu bewirtschaften sind. „Aber jenseits dieser unverzichtbaren Maßnahmen zur Haushaltskontrolle und Haushaltsübersicht war mir und den Finanzverantwortlichen völlig klar, dass die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs auf äußerst wackeligen Beinen steht“, sagte der Bischof <em><a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bilanzen-vorgestellt/" target="_blank" class="external-link">(siehe eigener Bericht zu den Bilanzen)</a></em>.</p><p>Maßnahmen wie das Bau-Moratorium, eine sechsmonatige Wiederbesetzungssperre mit dem Ziel des Personalabbaus und die Deckelung des Haushalts in den beiden vergangenen Jahren hätten zwar Einsparungen gebracht. Diese reichten angesichts des „dramatischen Verlusts“ auf der Einnahmenseite nicht aus. Ihm sei bewusst, dass die Verkündigung der Sparmaßnahmen kurz vor Weihnachten zu einer Unzeit erfolge. „Das bedrückt mich auch als Bischof.“ Zugleich sei es ihm wichtig, lieber die Sachverhalte klar zu benennen als Erwartungen zu wecken, die nicht einzulösen sind. „Ich wünsche mir und werde als Bischof auch alles daran setzen, dass wir die schmerzlichen Veränderungsprozesse gut und transparent gestalten, ohne unnötige Härten.“</p><p>Jede einzelne Entscheidung über das Abgeben der Trägerschaft schmerze sehr, besonders im Blick auf die dort Beschäftigten, hob der Generalvikar hervor. Geprüft worden seien für die Entscheidung „pastorale, geografische, inhaltliche, strukturelle und wirtschaftliche Gegebenheiten“. Auch bautechnische und wirtschaftliche Gutachten seien eingeholt worden, Kennzahlen wie Belegung, Zielgruppen, Betriebsergebnisse, Umsatz, Personalkosten und zu erwartende Sanierungskosten durch den Bischöflichen Finanzdirektor Sven Kunkel analysiert worden. Die Mitarbeitervertretung (MAV) sei bei der Vorbereitung der Entscheidung strukturell und transparent eingebunden worden. Zugleich betonte Generalvikar Vorndran: „Die Reduzierung der Tagungs- und Bildungshäuser ist erst der Beginn einer deutlichen Reduzierung des Immobilienbestands.“</p><p>Kurzfristig werde in den betroffenen Einrichtungen kein Mitarbeiter entlassen. Von den 263 im Bereich der Bildungs- und Tagungshäuser Beschäftigten könnten rund 100 Personen im kommenden Jahr von Veränderungsmaßnahmen betroffen sein. Generalvikar Vorndran kündigte sozialverträgliche Lösungen an. So werde es Möglichkeiten geben, Arbeitsverhältnisse auf neue Träger überzuleiten, den Mitarbeitern würden freie Stellen im Bistum Würzburg sowie Weiterqualifizierung angeboten. Auch an abgefederte Übertrittsmöglichkeiten in den Ruhestand wie Altersteilzeit sei gedacht. Wo die angedachten Auffangmaßnahmen nicht griffen, könnten derzeit betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden. „Ich hoffe persönlich sehr, dass die Maßnahmen greifen.“ Grundsätzlich steht das Bistum nach den Worten des Generalvikars weiterhin zu einem pluralen und hochwertigen Bildungsangebot. Bildung müsse aber nicht immer in eigenen Immobilien mit hoher Bettenkapazität und teils geringer Auslastung geschehen.</p><p>Im Bereich der Personalkosten seien die Ausgaben im gesamten Bistum bereits 2019 um fünf Millionen Euro reduziert worden. „Angesichts der sehr schwierigen Haushaltslage und dem massiven Rückgang der Erträge aus der Kirchensteuer müssen wir diesen Weg weitergehen – und zwar ohne Zwischenstopp“, erklärte Generalvikar Vorndran. „Die Diözese Würzburg wird in den kommenden Jahren die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduzieren müssen.“ Entsprechende Einschränkungen bei der Wiederbesetzung von Stellen beträfen ab sofort auch die Hauptabteilung Seelsorge. Weihbischof Ulrich Boom und Domkapitular Christoph Warmuth hätten ihre Solidarität diesbezüglich beim einmütigen Beschluss des Allgemeinen Geistlichen Rats signalisiert. Bischof und Generalvikar würden alles daran setzen, das Bistum zukunftsfähig aufzustellen. „Wir wollen auch weiterhin handlungsfähig bleiben und bei der Jugend verstärkt Personalgewinnung betreiben, ja wir wollen für junge Menschen, die einen Ruf in den Dienst der Kirche verspüren, ein verlässlicher Dienstgeber bleiben“, sagte Generalvikar Vorndran.</p><p>Bischöflicher Finanzdirektor Sven Kunkel erläuterte, die Finanzsituation im Jahr 2020 und im Jahr 2021 werde vor allem durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Insgesamt rechnet die Diözese Würzburg für das Jahr 2020 mit einem deutlichen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen in Höhe von zehn bis 15 Millionen Euro. „Für das Jahr 2021 erwarten wir nochmals geringere Kirchensteuereinnahmen. In Abstimmung mit dem Diözesansteuerausschuss planen wir für das Jahr 2021 mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 156 Millionen Euro.“ Mit der Unterstützung aller Kostenstellenverantwortlicher und gemeinsam mit allen Hauptabteilungen seien die Ausgaben für das Haushaltsjahr 2021 gegenüber der Planung des Jahres 2020 um zirka 26 Millionen Euro gesenkt. worden. Für das Jahr 2021 plane die Diözese Würzburg auf Basis der geringeren Einnahmen und reduzierten Ausgaben mit einem negativen Jahresergebnis in Höhe von zirka minus elf Millionen Euro. „Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie werden wir gemeinsam das von der Bistumsleitung vorgegebene Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes in den nächsten Jahren erreichen“, sagte Kunkel.</p><p>Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands Würzburg, unterstrich die schlanke Struktur der Caritas. 80 Prozent der rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in etwa 900&nbsp;Diensten und Einrichtungen arbeiteten mit und für 250.000 Personen in Unterfranken, lediglich 20&nbsp;Prozent der Hauptamtlichen seien in Bereichen wie Verwaltung, Hauswirtschaft oder Technik beschäftigt. Mit 20,1 Millionen Euro an Zuweisungen aus Kirchensteuermitteln habe die Caritas 2020&nbsp;geplant. Mit der Haushaltssperre sei eine „schwierige Situation“ entstanden. Der Diözesan-Caritasverband habe zweckgebundene Rücklagen aufgelöst, die über Jahre erwirtschaftet worden seien, um die Träger der vielfältigen Dienste vor Ort bei ihren Verpflichtungen zu unterstützen. Für 2021 seien statt der beantragten 21 Millionen Euro nur 17,5 Millionen Euro vom Bistum zu erwarten. Da die Sachkostenquote sehr gering sei, könne letztlich nur bei den Personalkosten gespart werden. Nicht sparen wolle die Caritas bei „klassischen kirchlichen Caritas-Diensten“ wie der Armenfürsorge und dem Lebensschutz. Zum anderen betreffe das die Sicherung der Qualität der Dienste und die Entlastung und Unterstützung der ehrenamtlichen Träger. Finanziell sei es nicht leistbar, allen Diensten und Einrichtungen betriebswirtschaftlich professionelle Trägerstrukturen zu geben. „Wir wollen als Kirche kein kommerzieller Akteur im sozialen Markt sein!“, betonte Bieber.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(5120/1284; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/kThZCnkyU2A" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></p>]]></content:encoded><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-45855</guid><pubDate>Thu, 10 Dec 2020 10:29:23 +0100</pubDate><title>Bilanzen vorgestellt</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/bilanzen-vorgestellt/</link><description>Diözese Würzburg und Bischöflicher Stuhl zu Würzburg legen Jahresabschlüsse 2019 vor</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Das Bistum Würzburg hat die Jahresabschlüsse 2019 der Diözese Würzburg und des Bischöflichen Stuhls zu Würzburg am Donnerstag, 10. Dezember, veröffentlicht. Die Rechnungslegung der Diözese und des Bischöflichen Stuhls sind nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB) dargestellt. Erstmals wurde für die Diözese ein konsolidierter Jahresabschluss erstellt, in dem auch die selbst bilanzierenden Einheiten der Diözese wie Bildungs- und Tagungshäuser ausgewiesen sind. Beide HGB-Jahresabschlüsse wurden von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft und testiert. Der Diözesansteuerausschuss beziehungsweise der Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls haben die Jahresabschlüsse bestätigt und anerkannt. Sie sind im Internet unter <a href="https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/bilanzen/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/bilanzen/</a> veröffentlicht.</p><p><strong><em>Jahresabschluss Diözese Würzburg</em></strong></p><p>Konsolidiert liegen die Gesamterträge der Diözese Würzburg im Jahr 2019 bei 246,3 Millionen Euro. Die Erträge aus der Kirchensteuer betrugen 182,9 Millionen Euro, die Umsatzerlöse liegen bei 12,8 Millionen Euro. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 50,6 Millionen Euro ist ein Darlehensverhältnis in Höhe von 19,1 Millionen Euro enthalten, das ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zu erfassen war. Somit liegen die sonstigen betrieblichen Erträge, bereinigt um diesen einmaligen Sondereffekt, im Jahr 2019 bei zirka 31,7 Millionen Euro.</p><p>Dem stehen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 269,9 Millionen Euro gegenüber. Sie fließen vor allem in Seelsorge, Caritas und an die Kirchengemeinden. Die Personalkosten sind um rund 5,4 Millionen Euro auf 124 Millionen Euro gesunken. Der Anstieg der Aufwendungen in Höhe von 28,1 Millionen Euro auf 105,6 Millionen Euro für Zuschüsse und Zuweisungen ergibt sich aus Bau- und Investitionszuschüssen für Kirchenstiftungen und Kindertagesstätten mit 52,6 Millionen Euro sowie&nbsp;Zuschüssen an die Caritas und andere Hilfs- und Seelsorgeeinrichtungen mit 38,7 Millionen Euro. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 29,7 Millionen Euro sind insbesondere Grundstücks- und Instandhaltungsaufwendungen für Immobilien sowie Verwaltungs-, Veranstaltungs- und Bildungskosten enthalten.</p><p>Das Finanzergebnis (-17,9 Millionen Euro) enthält im Wesentlichen die Erträge aus Wertpapieren in Form von Ausschüttungen und Zinserträgen festverzinslicher Wertpapiere (2,1 Millionen Euro) sowie vereinnahmte Darlehenszinsen (0,2 Millionen Euro). Der ertragswirksamen Erfassung eines Darlehensverhältnisses steht eine Wertberichtigung (19,1 Millionen Euro) im Finanzergebnis in gleicher Höhe gegenüber.</p><p>Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 40,7 Millionen Euro für die Diözese Würzburg ergibt sich nach Angaben von Bischöflichem Finanzdirektor Sven Kunkel im Wesentlichen aus bereits genehmigten Finanzierungszusagen der vergangenen Jahre&nbsp;für Zuschüsse und Zuweisungen für den Bau von Kindergärten, Kirchen, Pfarrhäusern und Pfarrheimen. Diese bereits fest zugesagten und stiftungsaufsichtlich genehmigten Finanzierungspläne wurden im Rahmen des erstmalig konsolidierten Jahresabschlusses nach HGB ausgewiesen.&nbsp;&nbsp;</p><p>Die Bilanz 2019 der Diözese Würzburg weist ein Anlagevermögen in Höhe von 192,6 Millionen Euro und ein Umlaufvermögen von 37,6 Millionen Euro auf. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Wert des Gesamtvermögens um rund 7,5 Millionen Euro auf 230,8 Millionen Euro erhöht. Die Erhöhung resultiert insbesondere aus dem höheren Wert der Finanzanlagen um 14 Millionen Euro zum Bewertungsstichtag zum Jahresende.</p><p>Auf der Passivseite stehen den Rückstellungen in Höhe von 74,9 Millionen Euro&nbsp;Verbindlichkeiten von 28,9 Millionen Euro und Zuschüsse für Investitionskosten (Sonderposten) mit 8,3 Millionen Euro gegenüber. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2019 rund 118,6 Millionen Euro. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 51,3 Prozent. Das langfristige Vermögen (Sachanlagen und Finanzanlagen) ist damit überwiegend durch Eigenkapital gedeckt.</p><p><em><strong>Jahresabschluss Bischöflicher Stuhl</strong></em></p><p>Der Bischöfliche Stuhl zu Würzburg sorgt im Wesentlichen für die Altersversorgung der Priester. Er weist in seinem Jahresabschluss 2019 Rückstellungsverpflichtungen in Höhe von 318,2 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind 273,8 Millionen Euro für Pensionsverpflichtungen und die Altersversorgung. Weitere Rücklagen dienen der Absicherung dieser Verpflichtungen, die sich insbesondere aus dem aktuell niedrigen Zinsumfeld ergeben. Die Verbindlichkeiten auf der Passivseite betragen 63,1 Millionen Euro und setzen sich unter anderem zusammen aus Darlehensverbindlichkeiten von 58,1 Millionen Euro und Verbindlichkeiten aus Treuhandvermögen von vier Millionen Euro.</p><p>Auf der Aktivseite steht dem ein Gesamtvermögen von rund 411,3 Millionen Euro gegenüber. Dabei beläuft sich das Finanzanlagevermögen auf 295,4 Millionen Euro, das Sachanlagevermögen auf weitere 52 Millionen Euro. Außerdem zählt das Umlaufvermögen mit 63,8 Millionen Euro zur Aktivseite, wozu bilanzierte Darlehen, zumeist an kirchliche und karitative Rechtsträger, sowie Guthaben bei Kreditinstituten zählen. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich für 2019 auf knapp 20,9 Millionen Euro. Grund hierfür ist vor allem die Zuführung zur Pensionsrückstellung mit 20 Millionen Euro, aufgrund des aktuell niedrigen Zinsumfeldes und der daraus resultierenden Erhöhungen der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.</p><p>(5120/1281; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-40766</guid><pubDate>Tue, 12 May 2020 11:00:00 +0200</pubDate><title>Vorsichtshalber ein Tritt auf die Bremse</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/vorsichtshalber-ein-tritt-auf-die-bremse/</link><description>Interview mit Finanzdirektor Sven Kunkel zur vorläufigen Haushaltssperre für die Diözese Würzburg – Laufende Verpflichtungen nicht betroffen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Nach Beratungen in den jüngsten Sitzungen des Allgemeinen Geistlichen Rats und der Ordinariatskonferenz verhängt die Diözese Würzburg ab sofort eine vorläufige Haushaltssperre. Das teilte der Bischöfliche Finanzdirektor Sven Kunkel am Dienstag, 12. Mai, in Würzburg mit. Aufgrund der Corona-Situation ist ein deutlicher Rückgang der Kirchensteuereinnahmen zu erwarten. Im folgenden Interview erläutert Kunkel die Haushaltssperre.</p><p><em>POW: Die Diözese Würzburg erlässt eine vorläufige Haushaltssperre. Warum? Bricht die Kirchensteuer ein?</em></p><p>Sven Kunkel: Die Verfügung einer Haushaltssperre ist eine Vorsichtsmaßnahme. Es ist wichtig, rechtzeitig auf mögliche Einnahmeverluste zu reagieren. Belastbare Daten zur Entwicklung des Diözesanhaushalts angesichts der Corona-Krise liegen bisher nicht vor. Aber: Ein deutlicher Einbruch der Kirchensteuereinnahmen ist zu erwarten. Deshalb sind neben den bereits getroffenen Reduzierungen – beispielsweise die Auszahlung von nur 80 Prozent der Sachkosten im Haushaltsjahr 2020 – weitere Einsparungen zwingend geboten.</p><p><em>POW: Was bedeutet die Haushaltssperre? Ist die Kasse des Bistums ab sofort geschlossen?</em></p><p>Kunkel: Die Kirche hat viele pastorale und soziale, aber auch vertragliche Verpflichtungen. Diesen kommt die Diözese nach und wird diese auch weiterhin erfüllen. Doch tritt sie angesichts des zu erwartenden Einbruchs der Einnahmen vorsichtshalber auf die Bremse, ehe das Kirchenschiff ins Schlingern kommt. Lassen Sie mich dies so erklären: Wenn jemand von Kurzarbeit betroffen ist und nicht sicher weiß, wie seine finanzielle Situation zukünftig aussieht, wird er seine Ausgaben vorsichtshalber reduzieren und nur für das Lebensnotwendige ausgeben. In der aktuellen Situation werden wir deshalb jede Ausgabe nochmals kritisch überprüfen und dann auf Basis der aktuellen Sachlage entscheiden.</p><p><em>POW: Sind die Gehaltszahlungen an die Mitarbeitenden gesichert?</em></p><p>Kunkel: Die Diözese war und ist eine zuverlässige Dienstgeberin und will dies auch in Zukunft bleiben. Die Gehälter der Mitarbeitenden sind selbstverständlich nicht von der aktuellen Haushaltssperre betroffen. Im Übrigen sind zahlreiche kirchliche und caritative Einrichtungen in der aktuellen Corona-Pandemie intensiver gefordert als zuvor. Es gibt einen verstärkten Bedarf an Seelsorge, Beratung und sozialer Unterstützung. Dennoch werden wir künftig bei der Frage der Wiederbesetzung jede einzelne Stelle genau unter die Lupe nehmen müssen und entscheiden: Können wir uns dieses Engagement noch leisten oder nicht?</p><p><em>POW: Ist auch das soziale Engagement der Kirche von der Haushaltssperre betroffen, sprich die Caritas?</em></p><p>Kunkel: Das soziale Engagement ist in einer solchen Situation noch wichtiger. Deshalb darf hier nicht reduziert werden. Der caritative Dienst der Kirche ist in vielen Bereichen verstärkt gefordert. Hier müssen wir mit großem Augenmaß vorgehen. Seit Beginn meiner Tätigkeit als Finanzdirektor pflege ich einen sehr engen Kontakt mit den Verantwortlichen des diözesanen Caritasverbands. Mit zirka 25 Millionen Euro aus der Kirchensteuer pro Jahr ist er der größte Zuschussempfänger der Diözese. Daher bin ich mir sicher, dass der Diözesan-Caritasverband als Dachverband der Caritas in Unterfranken seinen Beitrag zu notwendigen Einsparungen leisten wird, ohne seine sozialen Aufgaben einzuschränken.</p><p><em>POW: In den Gemeinden fallen in der Corona-Krise großteils die Kollektengelder aus. Kann die Diözese klammen Gemeinden in der Krise finanziell helfen?</em></p><p>Kunkel: Bereits vor der Corona-Krise haben alle Kirchenstiftungen, die finanzielle Unterstützung benötigen, diese durch die Diözese erhalten. Die Diözese kommt hier ihren Verpflichtungen nach. In finanziellen Notlagen, die die Kirchenstiftungen nicht selbst zu vertreten haben, wird hier wie immer schnell und unbürokratisch geholfen.</p><p><em>POW: Die Diözese muss laut Haushaltsplan im Jahr 2020 erneut auf Rücklagen zurückgreifen. Befürchten Sie in Corona-Zeiten eine Erhöhung der Rücklagenentnahme?</em></p><p>Kunkel: Das möchten wir mit der Verfügung einer Haushaltssperre vermeiden. Eine Aussage dazu wäre aktuell nicht seriös. Dazu entwickelt sich eine völlig neue Situation zu dynamisch.</p><p><em>POW: Welche langfristigen Folgen der Corona-Krise erwarten beziehungsweise befürchten Sie für die Finanzen des Bistums?</em></p><p>Kunkel: Wir erwarten in den nächsten Jahren deutlich geringere Einnahmen. Daher ist es notwendig, alle Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen und die geringer werdenden finanziellen Mittel möglichst effektiv einzusetzen. Dazu müssen wir Prioritäten setzen und diese dann konsequent umsetzen. Wichtig ist es, rechtzeitig zu reagieren, um handlungsfähig zu bleiben.</p><p class="text-right">Interview: bs (POW)</p><p><strong>Stichwort: Vorläufige Haushaltssperre für die Diözese</strong></p><p>Die Diözese Würzburg hat am 11. Mai 2020 eine vorläufige Haushaltssperre verfügt. Die Dringliche Anordnung ist im Einvernehmen mit Bischof Dr. Franz Jung vom Bischöflichen Finanzdirektor Sven Kunkel unterzeichnet. Sie erfolgte nach Beratungen in den jüngsten Sitzungen des Allgemeinen Geistlichen Rats und der Ordinariatskonferenz. Demnach dürfen Anweisungen, Zuweisungen und die Auszahlungen von Zuschüssen nur vorgenommen werden, wenn dies aufgrund benötigter Liquidität nachweisbar zwingend notwendig ist. Ausgaben, auch im Rahmen des bisherigen Haushaltsplanes, die einen Betrag von 10.000 Euro übersteigen, sind nur nach Freigabe durch Generalvikar Thomas Keßler möglich. Dies gilt auch für den Abschluss von Verträgen und Vereinbarungen, die eine solche Zahlungsverpflichtung begründen. Davon ausgenommen sind Zahlungen, die auf laufende Verpflichtungen begründet sind (Personalkosten, bestehende Verträge, et cetera). Diese Zahlungen werden über die Bischöfliche Finanzkammer freigegeben und vorgenommen. Die Haushaltssperre gilt für alle zur Diözese Würzburg gehörenden unselbständigen Einrichtungen, Dienststellen und Organisationseinheiten. Die Einhaltung der Umsetzung obliegt den jeweiligen Hauptabteilungsleitungen. Hintergrund der Haushaltssperre ist laut Dringlicher Anordnung ein zu erwartender deutlicher Rückgang der Kirchensteuereinnahmen aufgrund der Corona-Situation. Eine verlässliche Prognose könne erst getroffen werden, wenn belastbare Zahlen vorlägen. Neben den bereits getroffenen Reduzierungen im Haushaltsplan (Zuweisung von 80 Prozent der Sachkosten) sind demnach weitere Einsparungen zwingend geboten. Die im bisherigen Haushaltsplan vorgesehenen Ansätze könnten in diesem Umfang nicht beibehalten werden. Sämtliche Ausgaben seien auf das Notwendigste zu begrenzen. Der Diözesansteuerausschuss wird in seiner nächsten Sitzung die weitere Vorgehensweise und weitere Maßnahmen beraten.</p><p>(2020/0533; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Im Gespräch</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38336</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 15:47:30 +0100</pubDate><title>„Eine Vielzahl von Herausforderungen“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/eine-vielzahl-von-herausforderungen/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung erläutert Bistumsmotto für 2020 und gibt einen Einblick in seine Arbeitsschwerpunkte für das laufende Jahr – Neue Form einer Pressekonferenz zum Jahresauftakt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Im laufenden Jahr sollen die etwa 40 „Pastoralen Räume“ als erste Etappe auf dem Weg einer pastoralen Erneuerung festgelegt werden. Weil der Raum mehr sein soll als eine Struktur und auch geistlich gefüllt werden soll, habe er das Jahr unter ein Wort aus dem Epheserbrief gestellt, erläuterte Bischof Dr. Franz Jung am Mittwoch, 5. Februar, bei der Pressekonferenz des Bistums zum Jahresauftakt. Es lautet: „Die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe der Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übersteigt.“ Gefragt ist nach den Worten des Bischofs Ausdauer für den Weg des gemeinsamen kirchlichen Lebens (Länge), eine Wahrnehmung der Anforderungen, die sich dem Leben der Menschen in der heutigen Welt stellen (Breite), und ein Annehmen der Tiefen des Lebens, ohne darin unterzugehen. Wichtig sei außerdem, „unser Herz immer wieder neu in die Höhe zu Gott zu erheben und uns von ihm her neu ausrichten, läutern und senden zu lassen“.</p><p>Statt nur um den Haushalt ging es bei der erstmals in neuem Format durchgeführten Veranstaltung für die Medien um einen umfassenden Blick auf das, was im Bistum Würzburg im Jahr 2020 ansteht. Bischof Jung legt einen Schwerpunkt auf Kontemplation. Deswegen werde er auch den Fastenhirtenbrief zu diesem Thema verfassen. „Jenseits der persönlichen Bemühungen um die Vertiefung des Gebetslebens wünsche ich mir für die kommenden Jahre für unser Bistum als Ganzes einen erneuerten Zugang zum kontemplativen Beten.“ Es bringe das eigene Leben vor Gott und so mit diesem in Verbindung. Zudem sei es eine bedeutsame Form der Berufungspastoral. „Nur wer Christus im eigenen Leben begegnet ist, ist auch bereit, ihm zu dienen.“</p><p>Wie auch Generalvikar Thomas Keßler (<em><a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/kirche-mit-und-fuer-die-menschen/" target="_blank">siehe eigener Bericht</a></em>) informierte der Bischof über die vielfältigen Maßnahmen, die zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs gelaufen sind und noch kommen werden. So habe er sich unter anderem zweimal mit einem Kreis von Betroffenen getroffen und zahlreiche Einzelgespräche geführt, erklärte der Bischof. Auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) werde ein Betroffenenbeirat mit zwölf Personen errichtet. Bis Sommer gebe es darüber hinaus Leitlinien für eine einheitliche Führung von Personalakten. Auch die Rahmenbedingungen für die Zahlungen der materiellen Leistungen auf Anerkennung des Leids sollen bis dahin geklärt sein.</p><p>Der „Synodale Weg“, dessen erste Versammlung vergangene Woche stattfand, setze sich mit vier Themenfeldern auseinander, die im Zuge der MHG-Studie identifiziert worden seien: „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“, „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“ sowie „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. Alle vier Bereiche würden durch Synodalforen vorbereitet.</p><p>Bischof Jung berichtete weiter von den Aufgaben, die er in der Deutschen Bischofskonferenz und dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) ausübt. Bei der DBK ist er Mitglied in den Kommissionen „Gesellschaftliche und soziale Fragen“ sowie „Wissenschaft und Kultur“. „Im Rahmen der Arbeit des VDD wurde mir die Leitung der neu eingerichteten Arbeitsgruppe ‚Good Governance‘ übertragen, die sich mit den Leitungs- und Arbeitsgrundsätzen in den Bistümern befasst“, sagte Bischof Jung.</p><p>Zudem wurde er am 1. November 2019 als Vertreter der Bischöfe in den Verbandsrat des VDD berufen. In dem Gremium sind Bischöfe, Generalvikare, Finanzdirektoren und Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gleichermaßen Mitglieder. „Der Verbandsrat wird die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem Verband und den Kommissionen der DBK stärken, strategische Themen im Aufgabenbereich des Verbands gründlich vorberaten, die Geschäftsführung bei der operativen Leitung des Verbands unterstützen und die Arbeit der Kommissionen des Verbands koordinieren.“ Als Scharnier zwischen DBK und VDD ersetze der Verbandsrat den bisherigen Verwaltungsrat, den Verbandsausschuss sowie die Arbeitsgruppe des Verbandsausschusses beim VDD.</p><p>Wie der Bischof außerdem bekannt gab, wird er auf Einladung von Bischof John C. Ndimbo vom 19. bis zum 27. Juli die Partnerdiözese Mbinga in Tansania besuchen. Neben einer Priesterweihe im dortigen Kiliansdom und der Segnung eines Pastoralzentrums stehen Besuche in den vielfältigen Einrichtungen des Bistums auf dem Programm.</p><p>Besonderen Dank sprach Bischof Jung den Kirchensteuerzahlern aus. Durch ihre Beiträge ermöglichten sie das weite Engagement der Diözese. „Unser Weg im Bistum Würzburg steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Im Mittelpunkt unseres Tuns steht dabei die Sorge um den Menschen. Unsere Seelsorge ist den Menschen zugewandt und auf Gott ausgerichtet.“ Die Pressekonferenz diene auch dazu, die Breite dessen zu verdeutlichen, was mit der Kirchensteuer für die Gläubigen und für Menschen in Not geleistet werde. „Dieses Geld ist gut in unseren Händen aufgehoben.“</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(0620/0159; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38335</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 15:44:07 +0100</pubDate><title>„Kirche mit und für die Menschen“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/kirche-mit-und-fuer-die-menschen/</link><description>Generalvikar Thomas Keßler stellt Reorganisation von Bischöflichem Ordinariat und Finanzkammer vor – Neues Statut für den Bischöflichen Stuhl erarbeitet – Neue Ordnung für den Umgang mit sexuellem Missbrauch in Kraft getreten</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Das Bistum Würzburg mit seiner Caritas ist Kirche mit den Menschen und für die Menschen.“ Das hat Generalvikar Thomas Keßler bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 5. Februar, im Medienhaus der Diözese Würzburg betont. Keßler stellte die Reorganisation des Bischöflichen Ordinariats und der Finanzkammer sowie das neue Statut für den Bischöflichen Stuhl zu Würzburg vor. Zudem erläuterte er die Maßnahmen, die in der Folge der Studien zu sexuellem Missbrauch im Bistum Würzburg ergriffen wurden.</p><p>Das Bischöfliche Ordinariat werde derzeit neu aufgestellt, sagte Keßler. Künftig werde es sechs statt der bisherigen neun Hauptabteilungen geben. Davon bilden drei die Kernaufgaben des Bistums ab: „Seelsorge“, „Bildung und Kultur“ sowie „Soziale und caritative Dienste“. Die anderen drei – „Zentrale Aufgaben“, „Personal“ und „Finanzen und Immobilien“ – bilden die Verwaltungsaufgaben ab. Bis Ende März soll ein endgültiges Organigramm des Bischöflichen Ordinariats feststehen, als Grundlage für die Haushaltsplanungen für das Jahr 2021. Leiter der Hauptabteilung „Finanzen und Immobilien“ wurde im Dezember 2019 Sven Kunkel. Die Leitungsstellen der Hauptabteilungen „Außerschulische Bildung“ (künftig „Bildung und Kultur“), „Zentrale Aufgaben“ und „Personal“, die mit Jahresbeginn frei wurden, seien intern ausgeschrieben worden. „Bei der Besetzung dieser Stellen ist es uns wichtig, Frauen verstärkt in Führungspositionen zu bringen“, betonte der Generalvikar.</p><p>Vor einem erfolgreichen Abschluss stehe das Projekt „Reorganisation der Finanzkammer“. Diese sei im Jahr 2018 vor dem Hintergrund der angespannten Finanzsituation, von neuen Herausforderungen sowie der Transparenzoffensive „Wille zu mehr Transparenz, Kontrolle und Solidarität“ der Deutschen Bischofskonferenz ins Leben gerufen worden. Als ein Beispiel für die erfolgreiche Arbeit der Mitarbeiter nannte Keßler die Einführung der Bilanzierung nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuchs (HGB). Im Jahr 2020 erfolge die Phase der Umsetzung für die operative Transparenz und Compliance. „Es ist mir wichtig, dass die Finanzkammer als Dienstleister für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter gesehen wird“, ergänzte Bischöflicher Finanzdirektor Sven Kunkel. Er hoffe, dass das trotz der vorhandenen Sachzwänge bewerkstelligt werden könne.</p><p>Weiter sei ein Statut für den Bischöflichen Stuhl erarbeitet worden. „Durch die Schaffung von gesetzlichen Regelungen werden klare Zuständigkeiten geschaffen und die Übernahme von Verantwortung gestärkt. Wichtig ist dabei die Trennung zwischen den beiden Körperschaften Bischöflicher Stuhl und Diözese Würzburg“, erläuterte Keßler. Für den Bischöflichen Stuhl würden künftig ein Verwalter und ein eigener Vermögensverwaltungsrat eingeführt. Der Verwalter sei direkt dem Diözesanbischof unterstellt und führe die laufenden Haushaltsgeschäfte. Der Vermögensverwaltungsrat berate den Bischof und den Verwalter in allen finanz- und vermögensrechtlichen Fragen. „Durch diese Maßnahmen unterliegt das Vermögen des Bischöflichen Stuhls einer engmaschigen Kontrolle, die den Anforderungen des weltlichen und kirchlichen Rechts gerecht wird.“</p><p>Der Diözesansteuerausschuss, der für den Haushalt der Diözese Würzburg und die Anerkennung der Jahresrechnung zuständig ist, sei zum Jahresende 2019 für eine Amtszeit von fünf Jahren neu gewählt worden und werde in Kürze seine Arbeit aufnehmen. Das offizielle Wahlergebnis werde am 20. Februar im Diözesanblatt veröffentlicht.</p><p>„Eines der wichtigsten Themen, denen wir uns in der Diözese Würzburg und in der ganzen katholischen Kirche widmen, ist das Thema sexueller Missbrauch“, fuhr der Generalvikar fort. Im Bistum Würzburg seien drei große Studien durchgeführt worden: Die MHG-Studie untersuchte die Personalakten aus dem Zeitraum 2000 bis 2015 sowie die Akten des Geheimarchivs bis zurück ins Jahr 1964. In einer Folgestudie ließ Bischof Dr. Franz Jung zusätzlich die Personalakten von 1945 bis 1999 auf Hinweise sexuellen Missbrauchs untersuchen. Zuletzt wurden die Akten der drei Kilianeen in Würzburg, Bad Königshofen und Miltenberg untersucht. Um eine größtmögliche Unabhängigkeit zu gewährleisten, seien alle drei Studien von externen Rechtsanwaltskanzleien durchgeführt worden. „Die Ergebnisse sind vollständig an die Strafverfolgungsbehörden übermittelt und der Öffentlichkeit vorgestellt worden.“</p><p>Die Diözese habe in der Folge Systeme etabliert, die in erster Linie den Betroffenen helfen sollen: „Dazu gehören unser Seelsorgsteam, die Betroffenentreffen und die konsequente Meldung an die Strafverfolgungsbehörden. Auch auf den Weg gebracht ist die Etablierung von Ombudsleuten, die die Betroffenen begleiten und unterstützen sollen.“ Zudem sei am 1. Januar 2020 die neue Ordnung für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst in der Diözese Würzburg in Kraft getreten. Gemäß dieser Verordnung werde die Diözese mit einer externen Fachberatungsstelle kooperieren und Betroffene in den Arbeitsstab berufen. „Es ist uns sehr wichtig, die Perspektive der Betroffenen bei allen Überlegungen mit einzubeziehen“, betonte der Generalvikar.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0620/0155; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Generalvikar Keßler</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38334</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 15:38:52 +0100</pubDate><title>Erprobungsphase endet in diesem Jahr</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/erprobungsphase-endet-in-diesem-jahr/</link><description>Verantwortliche erläutern Stand des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ – Neue Bistumslandkarte anhand sozialraumorientierter Kriterien</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Es geht um Inhalt und Struktur einer künftigen Pastoral im Bistum Würzburg: Eine den Menschen zugewandte und auf Gott ausgerichtete Lebensweise soll mit dem Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ verwirklicht werden und eine spirituelle, also geistig geprägte und solidarische Pastoral umgesetzt werden, die im jeweiligen Kontext verständlich ist. Über den aktuellen Stand des Programms haben Generalvikar Thomas Keßler, Programmverantwortlicher Domkapitular Christoph Warmuth und Programmleiterin Pastoralreferentin Monika Albert bei der Jahresauftaktpressekonferenz des Bistums am Mittwoch, 5. Februar, informiert.</p><p>Anlass des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ sind laut Warmuth die veränderten Rahmenbedingungen wie Rückgang bei Personal, Finanzen und Gläubigen und die damit verbundene Frage: Wie kann sich die Kirche angesichts dessen in einem ländlich geprägten Raum wie dem Bistum Würzburg so aufstellen, dass sie auch in Zukunft zugänglich, erkennbar und erreichbar bleibt?&nbsp;</p><p>Insgesamt soll das Programm bis Ende 2025 abgeschlossen sein, betonte Albert. Schwerpunkte für das Jahr 2020 seien Auftrag und Selbstverständnis von Kirche im Bistum Würzburg, Dekanate, „Pastorale Räume“ und die damit verbundene Frage nach den Gremien im Blick auf die Pfarrgemeinderatswahl 2022.</p><p>Vier Hauptaufgaben sind bei „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ zu unterscheiden, erläuterte Albert: Der Bischof als Auftraggeber werde von den diözesanen Gremien beraten. Generalvikar Keßler als Programmauftraggeber, Domkapitular Warmuth als Programmverantwortlicher und ein Lenkungskreis, der sich im Januar 2020 konstituiert hat, steuern das Programm. Für den operativen und koordinierenden Teil ist Programmleiterin Albert verantwortlich. „Meine Aufgabe ist es auch, die Fülle an Aufgaben und Inhalten in einzelne Projekte aufzugliedern.“ Diese einzelnen Aufgaben und Inhalte würden dann von den Projektleiterinnen und -leitern in einzelnen Projekten verwirklicht.</p><p>Die Erprobungsphase ende bereits 2020 mit einem Diözesanforum am 24. Oktober im Würzburger Vinzentinum. „Ziel der Erprobungsphase war und ist es, neue pastorale Modelle und Formen der Zusammenarbeit in den angedachten Räumen auszuprobieren.“ Diese Räume sollen bis Ende des Jahres 2020 geographisch festgelegt sein. Die Zahl werde sich auf etwa 40 belaufen, mitunter seien die Altlandkreise eine Orientierung.</p><p>Bis Ende des Jahres 2022 schließt sich dann die Gestaltungsphase an, in der ein pastorales Konzept für den jeweils umschriebenen Raum erarbeitet wird. „Dazu wird es einen inhaltlichen Rahmen geben, innerhalb dessen die einzelnen pastoralen Konzepte entwickelt werden“, wie Albert weiter erläuterte. Ein weiteres Diözesanforum werde dann den Übergang von der Gestaltung zur Implementierung bilden. „In dieser Phase werden die erarbeiteten Konzepte auf ihre Praktikabilität überprüft und gegebenenfalls nachgebessert.“</p><p>Priorisiert der inhaltlichen Struktur vorangestellt sei die Frage nach dem Auftrag und Selbstverständnis von Kirche, betonte Warmuth. „Dieses Projekt ist bereits etabliert. Es erarbeitet den inhaltlichen Rahmen als Orientierungsrahmen für die pastoralen Konzepte, die in der Gestaltungsphase erstellt werden.“ An diesem Orientierungsrahmen würden sich auch die nachfolgenden Projekte messen lassen.</p><p>Zu den Projekten im Zusammenhang mit der äußeren Struktur gehöre unter anderem die Frage nach einer mittleren Ebene, den dort angesiedelten Aufgaben und der Ausstattung. Für die „Pastoralen Räume“ entstehe derzeit anhand sozialraumorientierter Kriterien eine neue Bistumslandkarte. „Auf Wunsch von Bischof Dr. Franz Jung wurde bis Ende Januar mit Voten von Seelsorgekonferenzen und Dekanatsräten der Grad der Zustimmung zu den derzeit angedachten Räumen ermittelt.“ Bis auf ein Dekanat lägen diese alle vor und drückten große Zustimmung aus. Ein Plan für den Einsatz des gesamten Personals im Bistum solle für den Zeitraum von 2022 bis 2030 erstellt werden, sagte Albert.</p><p>Darüber hinaus gebe es Projekte, die sich damit beschäftigen, wie Menschen sich in den Räumen engagieren und arbeiten. So hat ein Projekt das Erarbeiten von rechtlich verbindlichen Leitungsmodellen in „Pastoralen Räumen“ zum Inhalt, ein anderes Konzepte und Rahmenbedingungen, welche die Zusammenarbeit Haupt- und Ehrenamtlicher, von Pastoral und Caritas, von Kategorie und Territorium fördern und Synergien schaffen. Auch für die Verwaltung werde ein Konzept erarbeitet, wie konkrete Verwaltungsunterstützung geleistet werden kann. Weitere Projekte zielen auf das Entwickeln und Bereitstellen von finanziellen und personellen Ressourcen sowie Materialien für die Gestaltungsphase des Programms. Zudem würden pastorale Standards festgelegt und so verbindliche Handlungsfelder und Gestaltungsräume festgelegt. Darüber hinaus gehe es darum, Bedingungen und Möglichkeiten zu beschreiben, damit Kirche im ländlichen wie im städtischen Kontext als relevanter gesellschaftlicher Partner wahrgenommen wird.</p><p>„Projekte, die bereits im Bischöflichen Ordinariat angestoßen wurden oder noch bei der Caritas etabliert werden, aber einen inhaltlichen Bezug oder Auswirkungen auf das Programm ‚Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft‘ haben, brauchen eine Schnittstelle zu diesem Programm“, betonte Albert. Das betreffe beispielsweise den zukünftigen Umgang mit der Vielzahl kirchlicher Immobilien, die Frage nach alternativen Trägermodellen für Kindertagesstätten und die IT-Ausstattung für pastorale Kräfte.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(0620/0158; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Haushalt und Finanzen</category><category>Pastoral der Zukunft</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38333</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 15:34:11 +0100</pubDate><title>„Sorgfältige Priorisierung erforderlich“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/sorgfaeltige-priorisierung-erforderlich/</link><description>Gesamthaushalt des Bistums Würzburg für 2020 beläuft sich auf rund 223 Millionen Euro – Dank an alle Kirchensteuerzahler – Diözesanratsvorsitzender Wolf mahnt Fingerspitzengefühl bei Konsolidierung an</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Auf rund 223 Millionen Euro beläuft sich der Gesamthaushalt des Bistums Würzburg für das Jahr 2020. Die Bischöfliche Finanzkammer plant dabei mit einem Kirchensteuereinkommen von etwa 176 Millionen Euro. „Das bedeutet, wir kalkulieren in Abstimmung mit dem Diözesansteuerausschuss mit einer Minderung der Kirchensteuermittel in Höhe von einer Million Euro im Vergleich zum Vorjahreshaushalt. Ursachen für diesen von uns erwarteten Rückgang des Kirchensteueraufkommens sind die demografische Entwicklung, die Kirchenaustrittszahlen sowie die zurückhaltenderen Erwartungen betreffend die wirtschaftliche Entwicklung“, erklärte stellvertretender Finanzdirektor Andreas Hammer bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 5. Februar. Insgesamt weist der Haushaltsplan der Diözese für 2020 einen Jahresfehlbetrag von rund zwölf Millionen Euro aus, der aus Rücklagen gedeckt werden kann. „Wir haben eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um einen ausgeglichenen Haushalt für die Diözese vorlegen zu können“, erklärte Hammer.</p><p>Für die Seelsorge als Hauptaufgabe der kirchlichen Arbeit in der Diözese Würzburg werden rund 112&nbsp;Millionen Euro eingeplant, das entspricht über 50 Prozent der Aufwendungen. Rund 27 Millionen Euro werden für die Aufgaben und Ziele der Caritas bereitgestellt.</p><p>Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Würzburg bezeichnete Hammer als „wertvollste Ressource“. Im Jahr 2020 sind 127 Millionen Euro an Personalkosten eingeplant. Bei der Prognose der Personalausgaben wurde eine Tarif- und Abgabensteigerung von 2,5 Prozent eingerechnet. Weil auch zukünftig Löhne und Gehälter tarifbedingt steigen, werde geprüft, ob und wie freiwerdende Stellen zukünftig besetzt werden sollen. Neben den eigenen Personalausgaben gibt die Diözese im Rahmen ihrer Sachkosten- und Personalkostenzuschüsse an andere Rechtsträger, insbesondere die Caritas, weitere Mittel für Personal in Höhe von rund 17,7 Millionen Euro und an Kirchenstiftungen in Höhe von rund fünf Millionen Euro.</p><p>Der Haushalt der Diözese sieht – als weitere wesentliche Position neben den Personalkosten – für 2020 Aufwendungen im Bereich Bau in Höhe von rund 27,4 Millionen Euro vor (<a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/im-bau-befindliche-baumassnahmen-fertigstellen/" target="_blank">siehe eigener Bericht</a>). Mit modernen und effektiven Controlling-Instrumenten würde dafür Sorge getragen, dass das zur Verfügung stehende Geld wirksam, sinnvoll und mit Bedacht eingesetzt werde. „Wir verstehen uns nicht als bürokratische Zentrale, sondern als Dienstleister für die haupt- und ehrenamtlich engagierten Menschen unserer Kirche in ganz Unterfranken.“</p><p>In den kommenden Jahren würden die Einnahmen aus Kirchensteuermitteln nach den entsprechenden Prognosen, belegt durch eine Studie der Universität Freiburg, spürbar zurückgehen. Hinzu komme, dass es in der aktuellen Niedrigzinslandschaft schwierig sei, Erträge aus Kapitalrücklagen und Ersparnissen zu erwirtschaften. „Die uns zur Verfügung gestellten Mittel müssen nachhaltig und mit Bedacht eingesetzt werden. Im Interesse einer langfristigen Haushaltssicherung ist eine sorgfältige Priorisierung kirchlicher Aufgaben und Leistungen zwingend erforderlich“, betonte Hammer. Bischof Dr. Franz Jung habe mit einer neuen Schwerpunktsetzung begonnen.</p><p>Entlastet wird laut Hammer der Haushalt der Diözese dadurch, dass, wie in den Vorjahren, der Bischöfliche Stuhl fünf Millionen Euro für die Ruhestandsversorgung der Geistlichen zuschießt, während der Zuschuss der Diözese dafür bei einer Million Euro liegt.</p><p>Wie auch Bischof Jung dankte Hammer allen Kirchensteuerzahlern im Bistum Würzburg. Er erklärte beispielhaft, wie 100 Euro Kirchensteuer für den Dienst am Menschen in der Diözese verwendet werden: „Rund 50 Euro gehen in die Seelsorge. Die Caritas erhält zwölf Euro, und für Bildung und Kultur sind 17&nbsp;Euro vorgesehen. Für diözesane und gesamtkirchliche Aufgaben sind rund 21 Euro eingeplant.“</p><p>Der Haushalt des Bischöflichen Stuhls sieht für 2020 Aufwendungen in Höhe von 9,2 Millionen Euro vor. Davon entfallen fünf Millionen Euro auf die Emeritenanstalt als Pensionskasse der Priester. 2,5 Millionen Euro sind für die Instandhaltung und Abschreibung von Gebäuden und 500.000 Euro für die Renovierung der Kirche auf dem Volkersberg eingeplant. 900.000 Euro sind für Zinsaufwand und 300.000 Euro für sonstige betriebliche Kosten vorgesehen. Auf der Ertragsseite werden beim Bischöflichen Stuhl Kapitalerträge von rund sieben Millionen Euro sowie Miet-, Pacht- und sonstige Erträge von rund 4,6&nbsp;Millionen Euro erwartet. „Wir rechnen hier mit einem bilanziellen Jahresüberschuss in Höhe von 2,4&nbsp;Millionen Euro.“ Noch nicht berücksichtigt sei bei diesem Ergebnis die Entwicklung der Pensionsrückstellungen für die Geistlichen, die zurzeit noch zu großen Teilen im Bischöflichen Stuhl bilanziert werden. Diese sollen mit dem entsprechenden Anteil am Finanzvermögen in die Emeritenanstalt – die Pensionskasse der Geistlichen – übertragen werden.</p><p>„Fingerspitzengefühl und Transparenz“ mahnte Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf bei den Maßnahmen zur Konsolidierung der Bistumsfinanzen an. Die Kirche sei kein Wirtschaftsbetrieb und müsse ihrer umfassenden Sendung getreu arbeiten. Das gelte auch für das Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“. „Alles in allem muss dafür gesorgt werden, dass die Gemeinden nicht ausbluten und die Zahl der Kirchenaustritte nicht steigt.“ Im Blick auf die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs erwarte der Diözesanrat Aussagen, die den Opfern, aber auch den Ortskirchen gerecht werden, ohne die Gemeinden und deren Zusammenleben zu gefährden. Den „Synodalen Prozess“ verfolge das höchste Laiengremium des Bistums ebenfalls mit Interesse. „Die Kirche ist schon immer kontinuierlichen Anpassungen ausgesetzt. Eine intensive Beschäftigung mit den drängenden Fragen tut not. Änderungen der bisherigen Standards müssen die Kirche für die Zukunft fit machen“, sagte Wolf weiter. Es wäre fahrlässig, den Anforderungen der Gegenwart und der Diözese keine Beachtung zu schenken. „Es sind nicht die Traditionen und äußeren Formen, die die katholische Kirche ausmachen, sondern der Geist der Frohen Botschaft.“ Wie es auch bei der Amazonas-Synode versucht wurde, ließen sich lokale Probleme im Schulterschluss mit Rom lösen. „Ich bin mir sicher, dass unsere Kirche, auch hier in Würzburg, bunter und vielfältiger sein wird. Der Diözesanrat wird an der Erreichung dieses Zieles intensiv mitarbeiten.“</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(0620/0157; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet </em></p>

]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38332</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 15:25:20 +0100</pubDate><title>Im Bau befindliche Baumaßnahmen fertigstellen</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/im-bau-befindliche-baumassnahmen-fertigstellen/</link><description>Diözese Würzburg plant 27,4 Millionen Euro für Baumaßnahmen an Gotteshäusern, Pfarrheimen, Bildungshäusern, Schulen und Kindertagesstätten – Auswirkungen des Bau-Moratoriums für 2021 erwartet – Erfassung und Bewertung der Gebäude in Würzburg gestartet</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Rund 27,4 Millionen Euro plant die Diözese Würzburg im Jahr 2020 für die Erneuerung und Instandhaltung von Gotteshäusern und kirchlich genutzten Gebäuden sowie Schulen und Kindertagesstätten in ganz Unterfranken ein. Das teilte stellvertretender Bischöflicher Finanzdirektor Andreas Hammer bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 5. Februar, im Medienhaus der Diözese Würzburg mit. Damit verwendet das Bistum 12,33 Prozent des Gesamthaushalts für Baumaßnahmen. Im Jahr 2019 hatte das Bistum rund 31,7 Millionen Euro für Baumaßnahmen in den Haushaltsplan eingestellt, das entsprach rund 14,3 Prozent des Gesamthaushalts.</p><p>Das aktuelle Bau-Moratorium könne sich im Haushaltsplan 2020 noch nicht substanziell auswirken. „Wir erwarten frühestens ab dem Haushaltsjahr 2021 spürbare finanzielle Auswirkungen als Entlastung für den Diözesanhaushalt. Bauprojekte erstrecken sich regelmäßig über mehrere Jahre. Der aktuelle Haushaltsplan sieht daher Ausgaben für bereits abgeschlossene und laufende Vorhaben vor, die zu Ende gebracht werden müssen“, sagte Hammer. Generalvikar Thomas Keßler führte bei der Pressekonferenz weiter aus, dass bis 2022 durch die Diözesanbaukommission nur noch Notmaßnahmen und Maßnahmen aufgrund von staatlichen und behördlichen Auflagen zum Aufrechterhalten der Betriebserlaubnis genehmigt würden. „Die Zeit des Moratoriums soll genutzt werden, um die Erfassung und Bewertung der Gebäude auch im Blick auf die Schwerpunktsetzung der künftigen pastoralen Strukturen durchzuführen“, erläuterte er. Die Erfassung der Gebäude sei im Dekanat Würzburg-Stadt gestartet.</p><p>„Dass dieses Moratorium Gemeinden schmerzt, ist verständlich. Aber es führt kein Weg daran vorbei. Die Finanzsituation des Bistums fordert eine solche Maßnahme“, betonte Keßler. Einzelne Bauprojekte seien derzeit auf die Zeit nach 2022 verschoben, jedoch nicht abgelehnt. Der Generalvikar bat um Verständnis für die Maßnahmen. „Wir fahren langsamer. Wir müssen nach der Gebäudeerfassung genau festlegen, was in den Gemeinden benötigt wird, was künftig saniert wird und wo wir uns von Immobilien trennen müssen. Ich bin überzeugt, dass uns eine Verschlankung fitter und freier macht für unsere Kernaufgabe, die Verkündigung des Evangeliums.“ Zugleich versicherte er, dass alle Entscheidungen gemeinsam mit den vor Ort verantwortlichen Gremien getroffen würden.</p><p>Rund 14,8 Millionen Euro der Ausgaben für Bauprojekte kommen nach den Worten des stellvertretenden Finanzdirektors den Kirchenstiftungen vor Ort als Träger der Gotteshäuser und sonstigen der Seelsorge dienenden Gebäuden zugute. Als Beispiele dafür nannte Hammer das sozial-karitative Zentrum Sankt Anton in <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/spannendes-projekt-nimmt-gestalt-an/" target="_blank">Schweinfurt</a>, die Gotteshäuser in <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/renovierung-fuer-die-naechsten-50-jahre/" target="_blank">Sand am Main</a> und in <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/fit-fuer-die-zukunft-1/" target="_blank">Gelchsheim</a> sowie das Pfarrheim in <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/pfarrheim-ist-mittelpunkt-vom-ort/" target="_blank">Retzstadt</a> (siehe eigene POW-Berichte).</p><p>Darüber hinaus würden Baumaßnahmen für Kindertagesstätten und Kindergärten mit 4,5 Millionen Euro gefördert. Für Bauvorhaben des Diözesan-Caritasverbandes gewährt die Diözese einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro. 6,6 Millionen Euro werden im Haushalt für Bauvorhaben auf Diözesanebene zur Verfügung gestellt, in erster Linie für das Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg in Höhe von 4,5 Millionen Euro sowie in Höhe von 1,3 Millionen Euro für kirchliche Schulen.</p><p><em><strong>Bau-Moratorium</strong></em></p><p>Zum 1. August 2019 ist in der Diözese Würzburg ein befristetes Bau-Moratorium in Kraft getreten. Mit der Einführung des Bau-Moratoriums sind bis 2022 Baumaßnahmen grundsätzlich nur dann genehmigungsfähig, wenn und soweit diese zur Abwehr von Gefahren für Leib und Leben erforderlich sind. Für alle notwendigen Baumaßnahmen der Diözese sowie der katholischen Kirchen- und Pfründestiftungen gilt in der Zeit des Moratoriums eine Kostenobergrenze von 15.000 Euro. Baukostenzuschüsse der Diözese Würzburg für kirchliche Rechtsträger wie beispielsweise die Emeritenanstalt, das Domkapitel oder Ordensgemeinschaften sowie für Kirchen- und Pfründestiftungen betragen 20 Prozent der Brutto-Gesamtkosten, höchstens jedoch 3000 Euro. Bei Baumaßnahmen, die aufgrund von staatlichen beziehungsweise behördlichen Auflagen zur Aufrechterhaltung der Betriebserlaubnis oder der Nutzung zwingend erforderlich sind, kann nach einer umfassenden fachlichen Einzelfallprüfung von der Kostenobergrenze abgesehen werden.</p><p>(0620/0156; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38331</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 15:18:32 +0100</pubDate><title>Hilfe für Menschen in Not</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/hilfe-fuer-menschen-in-not/</link><description>Domkapitular Bieber: Mehr als 37.000 Haupt- und Ehrenamtliche engagieren sich im Dienst am Nächsten </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Caritas in Unterfranken ist kein zentralistisch strukturierter und geleiteter Sozialkonzern, sondern die Summe zahlreicher Initiativen, Dienste und Einrichtungen vor Ort, im Lebensraum der Menschen: Das hat Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 5. Februar, betont. „Die Caritas ist der starke soziale Arm der Kirche von Würzburg.“ Dieser Dienst am Nächsten werde von mehr als 17.000 Frauen und Männern beruflich erbracht und von rund 20.000 Ehrenamtlichen in Stadt und Land unterstützt.</p><p>Das sei nicht möglich ohne die starke Unterstützung durch die Kirchensteuerzahler. Im Umsatzvolumen aller eigenständigen Rechtsträger der Caritas in Höhe von über 600 Millionen Euro seien 25 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln enthalten. Die Kirchensteuer sei der Hebel, mit dem weitere öffentliche Gelder und Zuschüsse bewegt werden könnten, sagte Bieber. „Wir sind den Menschen dankbar, dass sie mit ihren Steuern, aber auch mit Spenden, ihren Beitrag leisten, damit Kirche und Caritas sich in dieser Weise engagieren können.“</p><p>Bieber wies zudem auf das Jubiläumsprogramm zum 100-jährigen Bestehen des Diözesan-Caritasverbands hin. Dieser wurde am 23. März 1920 als Dach- und Spitzenverband gegründet. „Der Einsatz mutiger und engagierter Frauen und Männer geht jedoch viel weiter zurück und orientierte sich zu allen Zeiten am Leitsatz: Not sehen und handeln.“ Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen, Seniorenheime, Sozialstationen, Förderschulen, Behinderteneinrichtungen, Ausbildungsstätten für benachteiligte junge Menschen und vieles mehr seien sichtbares Zeugnis für die Sendung Jesu zum Dienst am Nächsten.</p><p>„Caritas hilft anderen, nicht weil diese Christen sind, sondern weil sie selbst christlich ist“, sagte Bieber. Er versicherte, dass die Kirche mit ihrer Caritas auch dort weiterhin helfen werde, wo sich der Staat zurückziehe, beispielsweise bei der Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern.</p><p class="text-right"><em>sescho (Caritas)</em></p><p>(0620/0160; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38327</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 12:07:00 +0100</pubDate><title>Wort von Generalvikar Thomas Keßler</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/wort-von-generalvikar-thomas-kessler/</link><description>Sehr geehrter, lieber Bischof Franz,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

</description><content:encoded><![CDATA[<p>auch ich darf Sie ganz herzlich zu der dieses Jahr erstmals in dieser Form stattfindenden Jahresauftakt-Pressekonferenz begrüßen.</p><p>Das Bistum Würzburg mit seiner Caritas ist Kirche mit den Menschen und für die Menschen.</p><p>Um diesem Auftrag dienen zu können, wird das Bischöfliche Ordinariat momentan neu aufgestellt. Es geht um die <strong>Reorganisation des Bischöflichen Ordinariats Würzburg</strong>.</p><p>Die zukünftigen sechs Hauptabteilungen sind mittlerweile benannt.</p><p>Drei Hauptabteilungen bilden die Kernaufgaben des Bistums ab:</p><ul><li>die Hauptabteilung Seelsorge</li></ul><ul><li>die neue Hauptabteilung Bildung und Kultur (vormals Schule, Außerschulische Bildung und Kunst)</li></ul><ul><li>die Hauptabteilung soziale und caritative Dienste, abgebildet durch den DiözesanCaritasverband</li></ul><p>Die anderen drei Hauptabteilungen bilden die Verwaltungsaufgaben ab. Sie sind notwendig, damit die Kernaufgaben des Bistums erfüllt werden können:</p><ul><li>die Hauptabteilung Zentrale Aufgaben</li></ul><ul><li>die Hauptabteilung Personal</li></ul><ul><li>die Hauptabteilung Finanzen und Immobilien (vormals Finanzkammer und Bau)</li></ul><p>Das Bischöfliche Ordinariat Würzburg wird also in Kürze aus sechs Hauptabteilungen bestehen (bisher waren es neun). In den vergangenen Wochen hat ein Projektteam des Ordinariats in Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung (MAV) einheitliche Leitlinien zur Organisationsgestaltung dieser Hauptabteilungen entwickelt. Sie gelten hauptabteilungsübergreifend. Diese Leitlinien wurden in der Ordinariatskonferenz vom 14.&nbsp;Januar 2020 verbindlich beschlossen. Derzeit finden Workshops in den einzelnen Hauptabteilungen mit Diskussion der bisherigen Organigrammentwürfe statt. Ende März 2020 werde ich das endgültige Organigramm des Bischöflichen Ordinariats festlegen. Es bildet dann die Grundlage für die Planung des Haushalts 2021.</p><p>Anfang des Jahres haben zudem drei Domkapitulare ihre Aufgaben als Hauptabteilungsleiter abgegeben: Monsignore Dietrich Seidel (Personal), Dr. Helmut Gabel (Außerschulische Bildung) und ich als Leiter der Hauptabteilung Zentrale Aufgaben. Die frei gewordenen beziehungsweise frei werdenden Leitungsstellen der drei Hauptabteilungen sind im Januar diesen Jahres intern ausgeschrieben worden. Bei der Besetzung dieser Stellen ist es uns wichtig, Frauen verstärkt in Führungspositionen zu bringen. Neu besetzt ist seit Dezember 2019 bereits die Stelle des Leiters der Hauptabteilung Finanzen und Immobilien mit Herrn Sven Kunkel. Er ist damit Finanzdirektor und Ökonom der Diözese. Ich darf Herrn Kunkel bitten, sich hier kurz vorzustellen.</p><p>Um unserem Anspruch eines transparenten Verwaltungshandelns und einer wirksamen Wahrnehmung von Kontrolle entsprechen zu können, werden unsere <strong>Statuten </strong>überarbeitet. Durch die Schaffung von gesetzlichen Regelungen werden klare Zuständigkeiten geschaffen und die Übernahme von Verantwortung gestärkt. Wichtig ist dabei die Trennung zwischen den beiden Körperschaften Bischöflicher Stuhl und Diözese Würzburg. Gründe dafür sind die Höhe der Vermögenswerte des Bischöflichen Stuhls und die Beteiligungen, die gehalten werden, sowie die notwendige Schaffung von Transparenz. Aktuell haben wir ein Statut für den Bischöflichen Stuhl erarbeitet. Für den Bischöflichen Stuhl wird künftig ein Verwalter sowie ein eigener Vermögensverwaltungsrat eingeführt.</p><p>Der Verwalter ist dem Diözesanbischof direkt unterstellt. Aufgaben des Verwalters sind die Führung der laufenden Haushaltsgeschäfte des Bischöflichen Stuhls, die Vermögensverwaltung sowie der Vollzug der Beschlüsse des Vermögensverwaltungsrats.</p><p>Der Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls berät den Bischof und den Verwalter in allen finanz- und vermögensrechtlichen Fragen. Weitere Aufgaben des Vermögensverwaltungsrats des Bischöflichen Stuhls sind die Zustimmung zum Haushaltsplan und zur Wahl des Abschlussprüfers, der Beschluss der Anerkennung des Jahresabschlusses, die Erteilung der Entlastung des Verwalters sowie die Ausübung von Zustimmungs- und Anhörungsrechten, die im Statut explizit aufgeführt werden.</p><p>Durch diese Maßnahmen unterliegt das Vermögen des Bischöflichen Stuhls einer engmaschigen Kontrolle, die den Anforderungen des weltlichen und kirchlichen Rechts gerecht wird.</p><p>Für den Haushalt der Diözese Würzburg und die Anerkennung der Jahresrechnung ist der Diözesansteuerausschuss verantwortlich. Er prüft die Jahresrechnung der Diözese Würzburg und entscheidet über den Diözesanhaushalt. Er sichert einen verantwortungsvollen Umgang mit den Geldern, die Kirchensteuerzahlerinnen und -zahler dem Bistum zur Verfügung stellen, damit diese möglichst vielen Menschen zugutekommen. Darüber hinaus sind der Diözesanvermögensverwaltungsrat und das Konsultorenkollegium (Domkapitel) insbesondere für Akte der außerordentlichen Verwaltung, wie zum Beispiel die Aufnahme von Darlehen oder für Veräußerungen oder veräußerungsähnliche Geschäfte, deren Wert 100.000 Euro überschreitet, zuständig.</p><p>Der neue Diözesansteuerausschuss ist zum Jahresende 2019 gewählt worden und wird in Kürze seine Arbeit aufnehmen. Ich freue mich für die neue Amtsperiode bis zum 31. Dezember 2025 vor allem deshalb sehr, weil erstmals eine Frau in das doch sehr von Männern dominierte Gremium gewählt wurde. Das offizielle Wahlergebnis wird im Diözesanblatt vom 20. Februar 2020 veröffentlicht. Kraft Amtes gehören Bischof Dr. Franz Jung sowie Bischöflicher Finanzdirektor Sven Kunkel zu dem Gremium. Vom Bischof ernannte Mitglieder sind Generalvikar Thomas Keßler und der Diözesanratsvorsitzende Dr. Michael Wolf. Ich darf allen Mitgliedern der zurückliegenden Amtsperiode herzlich für ihren Dienst danken und dem neuen Diözesansteuerausschuss alles Gute und Gottes Segen für die Amtsperiode bis 2025 wünschen.</p><p>Im Jahr 2020 steht das Programm <strong>„Reorganisation der Finanzkammer“</strong> vor einem erfolgreichen Abschluss. Als Reaktion auf eine angespannte Finanzsituation sowie neue Herausforderungen (Handelsbilanz/HGB, neues Umsatzsteuergesetz) und die Transparenzoffensive der Bischofskonferenz, „Wille zu mehr Transparenz, Kontrolle und Solidarität“, wurde im September 2018 das Programm ins Leben gerufen. Der externe Berater, Andrew Motz, wurde als Programmleiter beauftragt. Die zehn Projekte werden alle von internen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen geleitet. Als ein Beispiel der erfolgreichen Arbeit darf ich an dieser Stelle die Einführung der Bilanzierung nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuches nennen, verbunden mit dem Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.</p><p>Im Jahr 2020 ist das Programm in einer Umsetzungsphase für operative Transparenz und Compliance, was unter anderem die Etablierung einer Compliance-Richtlinie und die Einführung des § 2 b Umsatzsteuergesetz bis Januar 2021 beinhaltet. Das Thema Controlling wird Herr Hammer in seinem Statement aufgreifen.</p><p>Insgesamt befindet sich das Programm „Reorganisation der Finanzkammer“ auf einem sehr guten Weg.</p><p>Ein Teil dieses Programms ist auch das am 1. August 2019 für drei Jahre in Kraft getretene <strong>Bau-Moratorium</strong>. In dieser Zeit werden nur noch Notmaßnahmen durch die Diözesanbaukommission genehmigt. Die Zeit des Moratoriums soll genutzt werden, um die Erfassung und Bewertung der Gebäude auch im Blick auf die Schwerpunktsetzung der künftigen pastoralen Strukturen durchzuführen. Diese Arbeit wird gemeinsam mit den Zuständigen vor Ort erfolgen. Die Erfassung der Gebäude ist im Dekanat Würzburg-Stadt gestartet. Dass dieses Moratorium Gemeinden schmerzt, ist verständlich. Medial aufgegriffene Beispiele in jüngster Zeit führen dies vor Augen. Die Finanzsituation des Bistums fordert aber eine solche Maßnahme. Zahlreiche Bauprojekte sind derzeit verschoben für die Zeit nach 2022, jedoch nicht abgelehnt. Wir fahren hier langsamer. Und wir müssen nach der Gebäudeerfassung genau festlegen, was in den Gemeinden benötigt wird, was künftig saniert wird und wo wir uns von Immobilien trennen müssen. Ich darf hier abermals um Verständnis bitten. Ich bin überzeugt, dass uns eine Verschlankung fitter und freier macht für unsere Kernaufgabe, die Verkündigung des Evangeliums.</p><p>Eines der wichtigsten Themen, denen wir uns in der Diözese Würzburg und in der ganzen katholischen Kirche widmen, ist das Thema <strong>sexueller Missbrauch</strong>.</p><p>In jüngster Zeit haben wir in der Diözese Würzburg drei große Studien durchgeführt. Die MHG‑Studie sah für unsere Personalakten den Untersuchungszeitraum von 2000 bis 2015 vor sowie die Akten des Geheimarchivs aus der Zeit bis zurück ins Jahr 1946. In einer von Bischof Jung zusätzlich in die Wege geleiteten Folgestudie haben wir alle Personalakten von 1945 bis 1999 von einer externen Anwaltskanzlei auf Hinweise sexuellen Missbrauchs untersuchen lassen. Darüber hinaus haben wir die Akten der drei Kilianeen Würzburg, Bad Königshofen und Miltenberg untersuchen lassen. Um eine größtmögliche Unabhängigkeit zu gewährleisten, haben alle drei Studien externe Rechtsanwaltskanzleien durchgeführt. Die Ergebnisse sind vollständig an die Strafverfolgungsbehörden übermittelt und der Öffentlichkeit vorgestellt worden.</p><p>Wir haben in der Diözese Würzburg in jüngster Zeit einige Systeme etabliert, die in erster Linie den Betroffenen helfen sollen. Dazu gehören unser Seelsorgsteam, die Betroffenentreffen und die konsequente Meldung an die Strafverfolgungsbehörden. Auch auf den Weg gebracht ist die Etablierung von Ombudsleuten, die die Betroffenen begleiten und unterstützen sollen.</p><p>Wir haben zum 1. Januar 2020 die neue Ordnung für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst in der Diözese Würzburg in Kraft gesetzt. Gemäß dieses im Diözesanblatt veröffentlichten Gesetzes wird die Diözese Würzburg mit einer externen Fachberatungsstelle kooperieren und Betroffene in den Arbeitsstab berufen. Es ist uns sehr wichtig, die Perspektive der Betroffenen bei allen Überlegungen mit einzubeziehen.</p><p>Unser großes Programm <strong>„Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“</strong> haben wir auf die Füße einer Projektstruktur gestellt. Dafür wurde ein Lenkungskreis gebildet, der aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums und der Caritas besteht: Generalvikar Thomas Keßler, Finanzdirektor Sven Kunkel, Domkapitular Christoph Warmuth, Personalleiter Thomas Lorey, kommissarische Hauptabteilungsleiterin Dr. Christine Schrappe, Programmleiterin Monika Albert, Dr. Stefanie Kainzbauer von der Caritas, Kanzler Matthias Finster, Dr. Michael Wolf und Andrea Czech vom Diözesanrat, Pfarrer Alfred Kraus vom Priesterrat und Pressesprecher Bernhard Schweßinger. Der Lenkungskreis ist das oberste beschlussfassende Gremium der Programmorganisation, welches die Interessen und Belange des Bistums vertritt und bei der Steuerung des Programms unterstützt.</p><p>Und hier will ich das Wort weitergeben. Ich darf Domkapitular Christoph Warmuth als Programmverantwortlichen und Monika Albert als Programmleiterin bitten, Ihnen den aktuellen Stand des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ sowie die Schwerpunkte im Jahr 2020 vorzustellen.</p>]]></content:encoded><category>Dokumentationen</category><category>Generalvikar Keßler</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38326</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 12:06:00 +0100</pubDate><title>Erläuterungen von Domkapitular Christoph Warmuth und Pastoralreferentin Monika Albert zum Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/erlaeuterungen-von-domkapitular-christoph-warmuth-und-pastoralreferentin-monika-albert-zum-programm/</link><description>1. Anlass

Veränderte Rahmenbedingungen von und in Kirche: Rückgang von Personal, Finanzen, Gläubigen. Wie kann sich Kirche angesichts der veränderten Rahmenbedingungen in einem ländlichen Bistum Würzburg so aufstellen, dass sie auch in Zukunft zugänglich, erkennbar und erreichbar bleibt?</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>2. Programmauftrag</strong></p><p>Es geht um Inhalt und Struktur einer künftigen Pastoral im Bistum Würzburg, die eine den Menschen zugewandte und auf Gott ausgerichtete Lebensweise verwirklicht und eine spirituelle, geistig geprägte, im jeweiligen Kontext verständliche und solidarische Pastoral umsetzt.</p><p><strong>3. Programmarchitektur – Zeitplan</strong></p><p>Das Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ (GKS) ist bis Ende 2025 terminiert.</p><p>Die Erprobungsphase endet in diesem Jahr mit einem Diözesanforum am 24. Oktober im Vinzentinum in Würzburg-Grombühl. Ziel der Erprobungsphase war und ist es, neue pastorale Modelle und Formen der Zusammenarbeit in den angedachten Räumen zu erproben. Alle angedachten Räume werden bis Ende des Jahres geographisch umschrieben sein.</p><p>Daran schließt sich bis Ende 2022 die Gestaltungsphase an. Ziel dieser Phase ist es, ein pastorales Konzept für den umschriebenen Raum zu erarbeiten. Dazu wird es einen inhaltlichen Rahmen geben, innerhalb dessen die einzelnen pastoralen Konzepte entwickelt werden. Die erprobten Formen der Zusammenarbeit werden nun verbindlich in den Räumen etabliert.</p><p>Wieder bildet ein Diözesanforum den Übergang von der Gestaltungsphase zur Implementierungsphase. In dieser werden die erarbeiteten Konzepte auf ihre Praktikabilität überprüft und gegebenenfalls nachgebessert. Das Programm wird Ende 2025 offiziell abgeschlossen.</p><p><strong>4. Organisation</strong></p><p>Im Programm GKS sind vier Hauptaufgaben zu unterscheiden:</p><ul><li>Beraten<br />Der Bischof als Auftraggeber wird von den diözesanen Gremien beraten.</li></ul><ul><li>Lenken<br />Das Programm steuern Generalvikar Thomas Keßler als Programmauftraggeber, der Programmverantwortliche Domkapitular Christoph Warmuth und ein Lenkungskreis, der sich im Januar konstituiert hat.</li></ul><ul><li>Managen<br />Für den operativen und koordinierenden Part ist die Programmleiterin Pastoralreferentin Monika Albert verantwortlich. Zu ihrer Aufgabe gehört auch, die Fülle an Aufgaben und Inhalten, die mit dem Auftrag verbunden sind, in einzelne Projekte aufzugliedern.</li></ul><ul><li>Umsetzen<br />Diese Aufgaben und Inhalte werden von den Projektleiter/innen in einzelnen Projekten umgesetzt.</li></ul><p><strong>5. Struktur</strong></p><p>Der inhaltlichen Struktur des Programms ist die Frage nach dem Auftrag und Selbstverständnis von Kirche priorisiert vorangestellt. Dieses Projekt ist bereits etabliert. Es erarbeitet den inhaltlichen Rahmen als Orientierungsrahmen für die pastoralen Konzepte, die in der Gestaltungsphase erstellt werden. An diesem Orientierungsrahmen werden sich auch die nachfolgenden Projekte messen lassen.</p><p>Zu den Projekten, die sich mit der äußeren Struktur der Räume befassen, gehören:</p><ul><li>Dekanate<br />Die Frage nach einer mittleren Ebene, welche Aufgaben dort angesiedelt sind, wie sie ausgestattet ist und wie Schnittstellen zu den anderen Ebenen optimiert werden.</li></ul><ul><li>Pastorale Räume<br />Auf Grundlage von diözesanen, sozialraumorientierten Kriterien entsteht derzeit eine neue Landkarte für das Bistum Würzburg, die im Herbst diesen Jahres stehen soll. Auf Wunsch von Bischof Dr. Franz Jung wurde bis Ende Januar mit Voten aus Seelsorgekonferenzen und Dekanatsräten der Grad der Zustimmung zu den derzeit angedachten Räumen ermittelt. Abgesehen von einem Dekanat liegen uns alle Voten vor. Die Voten drücken eine große Zustimmung aus.</li></ul><ul><li>Personal<br />Erstellen eines umfassenden Personalplans (20222030) für den Einsatz des gesamten Personals im Bistum Würzburg.</li></ul><p>Die nachfolgenden Projekte beschäftigen sich damit, wie Menschen und Mitarbeiter/-innen sich in den Räumen engagieren und arbeiten:</p><ul><li>Leitungsformate<br />Erarbeiten von rechtlich verbindlichen Leitungsmodellen in pastoralen Räumen.</li></ul><ul><li>Kooperationsformate<br />Konzepte und Rahmenbedingungen, die die Zusammenarbeit von haupt und ehrenamtlich Engagierten, Pastoral und Caritas, Kategorie und Territorium fördern und Synergien schaffen.</li></ul><ul><li>Verwaltung<br />Erarbeitung eines Konzeptes für Verwaltungsunterstützung (Verortung, Arbeitsumschreibung, Finanzierbarkeit, Subsidiarität, Kooperationen).</li></ul><ul><li>Unterstützungskonzept<br />Entwickeln und Bereitstellen von Ressourcen (finanziell, personell) und Materialien für die Gestaltungsphase.</li></ul><ul><li>Pastorale Standards<br />Festlegen der pastoralen Grundlagen, die von hauptamtlichen Mitarbeiter/innen im Raum sichergestellt werden: verbindliche Handlungsfelder und Gestaltungsräume.</li></ul><ul><li>Kirche und Gesellschaft<br />Bedingungen und Möglichkeiten beschreiben, damit Kirche als relevanter Partner in der Gesellschaft wahrgenommen wird (ländliche und städtische Kontexte, Orte kreativer Begegnung).</li></ul><p>Projekte, die bereits im Bischöflichen Ordinariat angestoßen wurden oder noch in der Caritas etabliert werden, aber einen inhaltlichen Bezug oder Auswirkungen auf GKS haben, brauchen eine Schnittstelle zu diesem Programm. Dies sind die Fragen, wie Gremien in neuen Räumen aussehen, wie mit der Vielzahl an Immobilien in Zukunft umgegangen werden kann, die Frage nach alternativen Trägermodellen in Kindertagesstätten und wie eine die Arbeit unterstützende IT-Ausstattung in den Räumen und für pastorale Mitarbeiter/-innen aussehen kann und finanzierbar ist.</p><p><strong>6. Projekte, die in diesem Jahr priorisiert angegangen werden, sind:</strong></p><ul><li>Auftrag und Selbstverständnis von Kirche im Bistum Würzburg,</li><li>Dekanate,</li><li>Pastorale Räume,</li><li>und die Frage nach den Gremien,<br />da die nächste Pfarrgemeinderatswahl 2022 ansteht.</li></ul><p><em>Domkapitular Christoph Warmuth, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge</em></p><p><em>Monika Albert, Referentin in Gemeindeentwicklung und pastorale Konzeption</em></p>]]></content:encoded><category>Dokumentationen</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38325</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2020 12:05:00 +0100</pubDate><title>Wort von Andreas Hammer, stellvertretender Finanzdirektor, zur Vorstellung des Haushaltsplans 2020</title><link>https://jahresueberblick.bistum-wuerzburg.de/detail/ansicht/wort-von-andreas-hammer-stellvertretender-finanzdirektor-zur-vorstellung-des-haushaltsplans-2020/</link><description>Sehr geehrter Herr Bischof, sehr geehrte Damen und Herren,

auch ich begrüße Sie herzlich zu unserer heutigen Jahresauftakt-Pressekonferenz. Ich darf Ihnen jetzt den Haushalt der Diözese Würzburg und des Bischöflichen Stuhls zu Würzburg für das Haushaltsjahr 2020 vorstellen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die beiden Haushaltspläne der Diözese und des Bischöflichen Stuhls für das Jahr 2020 wurden wie bereits im vergangenen Jahr nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs erstellt. Für alle Dienststellen und Einrichtungen innerhalb des Rechtsträgers Diözese Würzburg, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, wurde nun auch der Jahresabschluss 2018 HGB-konform erstellt, das heißt der Jahresabschluss setzt sich zusammen aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), einem Anhang und einem Lagebericht. Das dient der besseren Steuerung, der Nachvollziehbarkeit der Mittelverwendung und der Darstellung des Vermögens nach außen gemäß den strengen Standards, wie sie auch für große Kapitalgesellschaften in Deutschland gelten. Im laufenden Jahr 2020 steht als letzter Schritt die Konsolidierung der verschiedenen einzubeziehenden Einrichtungen der Diözese zu einem zusammengefassten, sogenannten konsolidierten Jahresabschluss an.</p><p>Wenden wir uns zunächst der Ertragsseite unseres Diözesanhaushaltes zu. Wir gehen für das Jahr 2020 von einem Kirchensteueraufkommen von rund 176 Millionen Euro aus. Das bedeutet, wir kalkulieren in Abstimmung mit dem Diözesansteuerausschuss mit einer Minderung der Kirchensteuermittel in Höhe von einer Million Euro im Vergleich zum Vorjahreshaushalt. Ursachen für diesen von uns erwarteten Rückgang des Kirchensteueraufkommens sind die demografische Entwicklung, die Kirchenaustrittszahlen sowie die zurückhaltenderen Erwartungen betreffend die wirtschaftliche Entwicklung. In den kommenden Jahren werden die Einnahmen aus Kirchensteuermitteln nach den entsprechenden Prognosen, belegt durch eine Studie der Universität Freiburg, spürbar zurückgehen. Diese Studie wurde im Diözesanforum im vergangenen Jahr den diözesanen Gremien vorgestellt. Hinzu kommt, dass es schwierig ist, in der aktuellen Niedrigzinslandschaft Erträge aus Kapitalrücklagen und Ersparnissen zu erwirtschaften. Die Ertragsentwicklung stellt damit eine große Herausforderung für uns dar. Die uns zur Verfügung gestellten Mittel müssen nachhaltig und mit Bedacht eingesetzt werden. Im Interesse einer langfristigen Haushaltssicherung ist eine sorgfältige Priorisierung kirchlicher Aufgaben und Leistungen zwingend erforderlich.</p><p>Was den bedachtvollen Einsatz der uns anvertrauten Mittel betrifft, hat Bischof Jung mit einer neuen Schwerpunktsetzung begonnen, die die Wahrnehmung der kirchlichen Aufgaben zukünftig prägen wird. Für die Seelsorge als Hauptaufgabe der kirchlichen Arbeit in der Diözese Würzburg werden rund 112 Millionen Euro, das entspricht über 50 Prozent der Aufwendungen,</p><p>eingeplant. Rund 27 Millionen Euro werden für die Aufgaben und Ziele der Caritas bereitgestellt.</p><p>Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Würzburg sind unsere wertvollste Ressource. Im Jahr 2020 werden 127 Millionen Euro an Personalkosten eingeplant. Bei der Prognose der Personalausgaben wurde eine Tarif- und Abgabensteigerung von 2,5 Prozent eingerechnet. Auch zukünftig werden Löhne und Gehälter tarifbedingt steigen. Wegen der vorgezeichneten Einnahmenentwicklung prüfen wir, ob und wie freiwerdende Stellen zukünftig besetzt werden sollen. Neben den eigenen Personalausgaben gibt die Diözese im Rahmen ihrer Sachkosten- und Personalkostenzuschüsse an andere Rechtsträger, insbesondere die Caritas, weitere Mittel für Personal in Höhe von rund 17,7 Millionen Euro und Kirchenstiftungen in Höhe von rund fünf Millionen Euro.</p><p>Entlastet wird der Haushalt der Diözese dadurch, dass, wie in den Vorjahren, der Bischöfliche Stuhl fünf Millionen Euro für die Ruhestandsversorgung der Geistlichen zuschießt, während der Zuschuss der Diözese dafür bei einer Millionen Euro liegt.</p><p>Der Haushalt der Diözese sieht – als weitere wesentliche Position neben den Personalkosten – für 2020 Aufwendungen im Bereich Bau in Höhe von rund 27,4 Millionen Euro vor. Im vorliegenden Haushaltsplan für das Jahr 2020 kann sich das von Generalvikar Keßler bereits erläuterte Bau-Moratorium naturgemäß noch nicht substanziell auswirken. Wir erwarten frühestens ab dem Haushaltsjahr 2021 spürbare finanzielle Auswirkungen als Entlastung für den Diözesanhaushalt. Bauprojekte erstrecken sich regelmäßig über mehrere Jahre. Der aktuelle Haushaltsplan sieht daher Ausgaben für laufende Vorhaben vor, die zu Ende gebracht werden müssen.</p><p>Mit 14,8 Millionen Euro kommen mehr als die Hälfte der Ausgaben für Bauprojekte den Kirchenstiftungen vor Ort als Träger der Kirchen und sonstigen, der Seelsorge dienenden Gebäuden zugute. Beispiele dafür sind das sozial-karitative Zentrum Sankt Anton in Schweinfurt, die Gotteshäuser in Sand am Main und in Gelchsheim sowie das Pfarrheim in Retzstadt.</p><p>Darüber hinaus werden Baumaßnahmen für Kindertagesstätten und Kindergärten mit 4,5&nbsp;Millionen Euro gefördert. Für Bauvorhaben des Diözesan-Caritasverbandes gewähren wir einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro. 6,6 Millionen Euro werden im Haushalt für Bauvorhaben der Diözese zur Verfügung gestellt, in erster Linie für das Projekt Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg in Höhe von 4,5 Millionen Euro sowie in Höhe von 1,3 Millionen Euro für den Bereich Schule.</p><p>Der Haushaltsplan der Diözese insgesamt weist für 2020 einen Jahresfehlbetrag von rund zwölf Millionen Euro aus, der aus Rücklagen gedeckt werden kann. Wir haben eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um einen ausgeglichenen Haushalt für die Diözese vorlegen zu können.</p><p>Mit modernen und effektiven Controlling-Instrumenten zur Steuerung tragen wir dafür Sorge, dass das uns zur Verfügung stehende Geld wirksam, sinnvoll und mit Bedacht eingesetzt wird. Wir verstehen uns nicht als bürokratische Zentrale, sondern als Dienstleister für die haupt- und ehrenamtlich engagierten Menschen unserer Kirche in ganz Unterfranken. Mit unseren Anstrengungen werden wir den diözesanen Haushalt konsolidieren und die Diözese Würzburg zukunftsfähig ausrichten.</p><p>Auch wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Kirchensteuerzahlern der Diözese Würzburg bedanken. Zusammenfassend stellen wir gerne dar, wie 100 Euro Kirchensteuer für den Dienst am Menschen in der Diözese Würzburg verwendet werden. Rund 50 Euro gehen in die Seelsorge. Die Caritas erhält 12 Euro und für Bildung und Kultur sind 17 Euro vorgesehen. Für diözesane und gesamtkirchliche Aufgaben sind rund 21 Euro eingeplant.</p><p>Noch ein Wort zum Haushalt des Bischöflichen Stuhls: Dieser sieht Aufwendungen in Höhe von 9,2 Millionen Euro vor. Davon entfallen fünf Millionen Euro auf die Emeritenanstalt als Pensionskasse der Priester. 2,5 Millionen Euro sind für die Instandhaltung und Abschreibung von Gebäuden und 500.000 Euro für die Renovierung der Kirche auf dem Volkersberg eingeplant. 900.000 Euro sind für Zinsaufwand und 300.000 Euro für sonstige betriebliche Kosten vorgesehen.</p><p>Auf der Ertragsseite können wir beim Bischöflichen Stuhl Kapitalerträge von rund sieben Millionen Euro sowie Miet-, Pacht- und sonstige Erträge von rund 4,6 Millionen Euro erwarten. Wir rechnen hier mit einem bilanziellen Jahresüberschuss in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Unberücksichtigt ist bei diesem Ergebnis aber noch die Entwicklung der Pensionsrückstellungen für die Geistlichen, die zurzeit noch zu großen Teilen im Bischöflichen Stuhl bilanziert werden. Diese sollen mit dem entsprechenden Anteil am Finanzvermögen in die Emeritenanstalt – die Pensionskasse der Geistlichen – übertragen werden.</p><p>Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.</p>]]></content:encoded><category>Dokumentationen</category><category>Haushalt und Finanzen</category></item></channel></rss>